POTUS Don. Trump hatte zuletzt Ärger mit dem Denkmalschutz (vgl Archaeologik 1.4.2026; . Archaeologik 12.6.2026; Archaeologik 13.6.2026), der ihm den Megaproloballsaal am Weißen Haus gestoppt hat und Bedenken gegen den Trumpbogen vorgebracht hat.
Jetzt versucht die Trumpregierung den Denkmalschutz zu stutzen und die Konsultationen, die sie illegal umgangen hat, zu streichen.
- Trump’s Latest Plan to Sell Your History Out From Under You. The New Republic 21.7.2026. - https://newrepublic.com/article/213297/trump-latest-plan-sell-history
- Bulldozer vor der Tür: Trump will Denkmalschutz-Prüfpflichten drastisch lockern. Frankfurter Rundschau 21.7.2026. - https://www.fr.de/politik/denkmalschutz-trump-regierung-will-pruefpflichten-drastisch-lockern-zr-94407605.html
Überraschend kommt das nicht.
- Trump administration’s EO may result in roll back of historic preservation efforts. Times-Standard 10.3.2025. - via https://www.culturalheritagepartners.com/wp-content/uploads/2025/03/Trump-administrations-EO-may-result-in-roll-back-of-historic-preservation-efforts-%E2%80%93-Times-Standard.pdf
- #DefendCulturalHeritage - Executive Order von POTUS Trump blockiert Denkmalschutz. Archaeologik 11. März 2025. - https://archaeologik.blogspot.com/2025/03/defendculturalheritage-executive-order.html
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Trump-Administration streicht den Schutz archäologischer Denkmäler. Archaeologik 12.10. 2017. - https://archaeologik.blogspot.com/2017/10/trump-administration-streicht-den.html
Die Anwaltskanzlei Cultural Heritage Partners in Richmond hat sich auf Denkmalschutz spezialisiert - und konstatiert “Cultural Heritage is a Human Right”. Daher ergänzt sich dies mit ihrem zweiten Schwerpunkt, "Tribal Nations Practice". Die Kanzlei ist Partei in den Auseinandersetzungen um das Kennedy-Center, das Trump mit seinem Namen vereinnahmen wollte, sie war - erfolgreich - Klägerin gegen das Entfernen von Denkmälern, die Trump zu woke waren und führt nun ein "Fightback" gegen die Bemühungen der Trump-Administration den Denkmalschutz auszuhebeln.
Verfahrenabläufe sollen verschlankt werden, Definitionen werden verändert. "This Is Worse Than Many of Us Feared. These draft revisions would effectively eliminate the consultative Section 106 process as we know it — the process that has protected historic places for nearly 60 years" (STRATEGY SESSION ACHP's Proposed Rewrite of the Section 106 Regulations. Cultural Heritage Partnershttps://culturalheritagepartners.com/wp-content/uploads/2026/07/20260720_finalppt_106regs.pdf).
Die Abläufe der Demkmalpflege sind in den USA anders als in Deutschand und sehen in der Regel einen komplexen Konsultationsprozess vor ("Section 106"), insbesondere, wenn der Staat involviert ist. Bisher vorgeschriebene Konsultationen werden in das Belieben der koordinierenden Behörde ADVISORY COUNCIL ON HISTORIC PRESERVATION (ACHP) gestellt, weniger Baumaßnahmen würden begutachtet (staatliche Vorhaben generell ausgenommen) und die Kriterien, was als historisch wertvoll gilt deutlich verengt. Kulturlandschaften (in den USA für die tribal Nations von besonderer Bedeutung) würden wegfallen, denkmäler müssen “geographically compact” sein, was in der Bedeutung recht unklar ist, aber weit verteilte ländliche Strukturen wie auch große urbane Strukturen ebenso ausschließen dürfte, wie vielleicht auch archäologische Fundstellen. Auf letzteres gehen Cultural Heritage Partners leider nicht ein, obwohl die Kanzlei mehrere Archäologinnen in ihrem Team hat. Ob überhaupt ein Prüfungsprozess begonnen wird, soll unter eine Kostenabwägung gestellt werden.
Bislang hat das ACHP die Änderungen empfohlen, die nach einem offiziellen Beschluß und Publikation der Änderungen durch eine offizielle Anhörung müssen. Auf substantielle Eingaben im Rahmen des "Notice of Proposed Rulemaking" muss vor Inkrafttreten der neuen Regeln eingegangen werden. Die Kanzlei fordert Bürger und Bürgerinnen auf, für dieses NPRM "mit der Erstellung von Kommentarbriefen zu beginnen, um Ihre Stimme zu hören und Ihren Kommentar zu zählen" .
Sie empfiehlt in den Briefen sich auf 8 Schlüsselpunkte zu konzentrieren, die das NPRM standardmäßig vorsieht und empfiehlt auf die konkreten Fragen zu antworten, konkrete Fakten, reale Projekte, Daten, Kosten und Verzögerungen anzugeben, die genauen Parafraphen, nicht die Regel im Allgemeinen zu zitieren. Man solle nicht nur Einspruch erheben, sondern alternative Textvorschläge machen. In dem Verfahren haben Eingaben von Tribes, SHPOs (State Historic Preservation Officers, also Denkmalpflegern), CRM-Firmen (Cultural Resource Management, private Dienstleister und Beratungsunternehmen, bei uns wären das wohl u.a. die Grabungsfirmen) und lokale Regierungen jeweils unterschiedliches Gewicht. Die Stellungnahmen sollen kurz und klar sein und müssen dann über ein Online-Portal regulars.gov innerhalb einer 30-Tagefrist eingereicht werden.
Die Kanzlei kündigt bereits jetzt eine Klage gegen die neuen Regeln an, geht also davon aus, dass die Trumpregierung über Argumente hinweg geht.
Zwar sind die deutschen Gesetzgebungsverfahren in Deutschland anders, aber im Hinbli´ck auf Reaktionen gegen die Bestrebungen hierzulande den Denkmalschutz auszhebeln, schien mir der Blick auf die Strategie der Richmonder Anwälte nicht uninteressant.
Interne Links zu den Angriffen auf die deutschen Denkmalschutzgesetze
- Trend nach unten - Denkmalschutzgesetze als Belastung der Kommunen am Limit. Archaeologik 22.6.2026
- Abwicklung des Denkmalschutzes in Niedersachsen - Petition unterschreiben!. Archaeologik 15.7.2026
Interne Links zu Donald Trumps Geschichtspoltik
Donald Trump auf Archaeologik
Donald Trump und die
geschlachteten Hunde und Katzen:
KI-generiertes Symbolbild
(Craiyon)
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