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Dienstag, 8. Oktober 2024

CfP - Ruralia-Konferenz XVi, 2025 in Kłodzko / Polen - „Land und Stadt. Ländliche Siedlungen im städtischen Umland in Mittelalter und Neuzeit“

Das Thema Stadt und Land ist ein altes Thema, allerdings mit einer ungebrochenen Aktualität. Derzeit ist verstärkt vom Stadt-Land-Gefälle die Rede, in Deutschland gar vom geteilten Land, was darauf aufmerksam macht, dass rund 3ß Jahre nach der Wedervereinigung die Unterschiede zwischen Ost- und West durch andere regionale Differenzierungen abgelöst werden. Dabei spielen die Unterschiede zwischen Stadt und Land zunehmend eine wichtige Rolle. Den dynamischen, optimistischen, elitären Städten steht ein ländlicher Raum gegenüber, der teils überaltert, infrastrukturell vernachlässigt und  abgehängt erscheint. Es scheint mit der Industrialisierung und der Entstehung einer Dienstleistungsgesellschaft in Vergessenheit geraten, dass der ländliche Raum das Rückgrat auch der Städte darstellt. Ohne die Lebensmittelproduktion auf dem Land kann keine Stadt existieren. Auch das ist heute bei globalen Warenströmen und einem Energiesystem, das nicht mehr wie vor der Erschließung der Kohle auf Wasser- und Windkraft, vor allem aber auf nachwachsende pflanzliche Energieträger angewiesen ist, kaum noch im Bewußtsein. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass die modernen Bauern dieser Aufgabe der Produktion gar nicht mehr nachkommen, denn die moderne Agrarwirtschaft benötigt mit Kunstdünger und Maschineneinsatz mehr Energie als sie erzeugt.

Daraus ergibt sich eine umwelthistorische Perspektive, aber die These einer gespaltenen Gesellschaft zwischen Stadt und Land verweist auch auf unterschiedliche demographische Strukturen, auf Landflucht, eine rückständige bzw. vielfach eher absinkende Infrastruktur etwa in der medizinischen Versorgung,  oder in der Nahversorgung mit schließenden Läden des Einzelhandels, dem Abbau von Bankfilialen und Dienstleistungsangeboten. Meist sind die ländlichen Gemeinden heute auch nicht mehr autonom, sondern wurden in Gemeindereformen entweder  von ihren städtischen Nachbarn eingemeindet oder zu oft ausgedehnten Verwaltungsgemeinschaften zusammengefasst. Der Ausbau des ÖPNV und die Breitbandersorgung rentieren sich für Investoren kaum und kommt nicht voran. Tatsächlich scheint die Unzufriedenheit die Landbevölkerung anfälliger zu machen für populistische Parolen. Das zeigt zumindest, dass die Stadt-Landbeziehungen auch eine wirtschaftliche, soziale und politische Dimension haben.

Ist das alles eine neue Entwicklung? Wie sieht dies in der historischen Dimension aus? Vieles, was ich hier an Faktoren angeführt habe, war in vormoderner Zeit ohne Relevanz. Eine medizinische Versorgung in unserem Sinne war auch in der Stadt nur bedingt gegeben, an eine kommunale Selbstverwaltung im modernen Sinn war nicht zu denken - wenngleich man die bäuerliche Agency wohl auch nicht unterschätzen darf. 

Das ist erst mal meine Einschätzung zur Relevanz der Thematik. Die kommene Ruralia-Tagung 2025 greift das Thema aus der Sicht einer Archäologie des ländlichen Raumes auf.

Die Organisatoren  der Tagung charakterisieren das Verhältnis zwischen ländlichem Umland und Städten als Dialog und verweisen darauf, dass die Stadt von ihrem Umland abhängig war und es gleichzeitig auch prägte. "Die Metapher, dass die ländlichen Siedlungen und ihr Hinterland sowie die Städte einen funktionierenden Organismus bildeten, mag banal klingen; Ein Blick auf die Forschung zeigt jedoch, wie oft sie  Land und Stadt isoliert betrachtet und Zusammenhänge vernachlässigt hat."

Die Ruralia-Tagung will eine Plattform bieten, um die Auswirkungen ländlicher Landschaften auf die städtische Umgebung zu untersuchen und die Zusammenhänge und Kontraste in verschiedenen räumlichen und historischen Kontexten in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Call for Paper sucht vor allem Beiträge, die folgende Themen und Fragen behandeltn:

  • methodisch-theoretischer Rahmen und archäologische Konzepte zum städtischen Hinterland bzw. Land-Stadt-Beziehungen.
  • räumliche Strukturierung des städtischen Hinterlands. Gibt es verschiedene Zonen? Gibt es charakteristische archäologische Befunde? Iwiefern spiegeln diese die soziale Praxis? 
  • Chancen und Probleme landschafts- und umweltarchäologischer Befunde
  • Sozioökonomische Strukturen und Prozesse. Wie beeinflüssen ländliche Sielungen und Landnutzung die sozioöonomischen Strukturen der benachbarten Städte? Wie tragen archäologische Befunde zum Vrständnis der Argrargeschichte, des Wandels der Siedlungsgefüge der Sozialstrukturen und zur Schwächung bäuerlicher Gemeinden, zur Kommerzialisierung und Monetarisierung der Agrarwirtschaft bei?
  • Der Einfluß städtischer Grundeigentümer und Investoren auf das LandBeziehungen zwischen städtischem und ländlichem Handwerk 

Es soll der Transfer von Wissen, Innovationen, Gütern, Produkten, Institutionen und Menschen ebenso untersucht werden, wie die Infrastruktur, die durch unterschiedliche Ebenen territorialer Kontrolle und Machtstrukturen geprägt ist und ländliche Regionen unterschiedlich beeinflusst hat. Die Perspektive dieser Konferenz ist der Blick von der ländlichen Landschaft auf die Stadt und nicht umgekehrt.

 

Ich fände es gut, wenn die oben skizzierten verschiedenen Perspektiven aus Umwelt-, Sozial-, und Wirtschaftsarchäologie vertreten wären.

In den vergangenen Jahren waren bei Ruralia Deutschland und die Schweiz (für die es aktuell keinen Landesvertreter im Ruralisa-Kommitee gibt) unterrepräsentiert. Vorschläge für Präsentationen auf der Tagung, insbesondere auch von Nachwuchswissenschafter*innen dürften dem Auswahlkommitee also hoch willkommen sein!

 

Ruralia XVI in Kłodzko / Polen

Die Tagung soll vom 8. bis 14. September 2025 in Kłodzko / Poland stattfinden. Der Ort in Schlesien nahe der Grenze zu Tschechien wurde auch deshalb gewählt, weil die Tagung gemeinsam Pawel Duma aus Wrocław und Tomas Klír aus Prag organisiert wird.
Am Wochenende nach der Tagung findet wie bei Ruralia üblich eine Post-Conference-Excursion statt.

historische Ansicht von Kłodzko/ Glatz

Tagungsbeiträge gesucht!

Das Organisationsteam hat nun einen Call for Papers gestartet. Gesucht werden Vorträge von voraussichtlich 20 min Dauer, in begrenztem Ausmaß auch Posterbeiträge. Sie sollen später im Konferenzband nach einem Review auch publiziert werden.

Organisatorisches 

Die Konferenzsprache ist Englisch. 

Die Tagungsgebühren mit Unterkunft und Verpflegung liegen bei 550€, dazu kommen die Reisekosten sowie die Teilnahme an der Exkursion (ca. 280€). Ruralia möchte aber auch Nachwuchswissenschaftler:innen zur Teilnahme gewinnen und bietet ggf. finanzielle Unterstützung an. 
Das Organisationsteam ist zu erreichen unter ruralia2025@gmail.com

Frist für die Anmeldung mit Abstracts ist der 31.1.2025.

Weitere Informationen:


 

RURALIA - European Association for Medieval and Post-Medieval Rural Archaeology

RURALIA ist eine internationale Vereinigung für die Archäologie mittelalterlicher (und neuzeitlicher) Siedlungslandschaften und des ländlichen Lebens. Es bietet eine europaweite Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Probleme der ländlichen Archäologie, um vergleichende und interdisziplinäre Studien zu stärken. Die Konferenz umfasst die Zeit vom frühen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Die Konferenzsprache ist Englisch. 
 

 


Internal Links

Samstag, 9. September 2023

Haushaltsgüter im ländlichen Raum: Publikation Ruralia XIV erschienen!


Catarina Tente / Claudia Theune (Hrsg.)


Household goods in the European Medieval and Early Modern Countryside

Ruralia XIV


(Leiden 2013)

Paperback ISBN: 9789464270600
und online: DOI: 10.59641/cd27f3b4


Pünktlich zur Ruralia XV-Konferenz in Fredrikstad in Norwegen ist die Publikation der vorausgehenden Tagung Ruralia XIV in Viseu, Portugal erschienen.

Die Tagung fand vom 13. 9. bis 19. 9. 2021 in Viseu statt. Aufgrund der Covid19-Pandemie wurde sie hybrid abgehalten. Die in Person anwesenden Teilnehmer*innen nutzen die Tagung für einige Feldexkursionen, die die ländliche Siedlungslandschaft in Nordportugal thematisierte. Besucht wurden unter anderem saisonale Siedlungsplätze in den Bergregionen östlich von Viseu.

Das Tagungsthema befasste sich mit Haushaltsgütern, um so eonen vertieftes Verständnis des Alltags im ländlichen Raum zu gewinnen. Ziel der  Tagung war es, die Bedeutung der Haushaltsarchäologie für die Erforschung des ländlichen Raumesim Mittelalter und in der Neuzeit unter einem interkulturellen Ansatz herauszuarbeiten.

 

Cabin in central Portugal
(Oliveira, .V.;Galhano, F; Pereira, B.; Constru
ções primitivas em Portugal.
Centro de Estudos de Etnologia, Lisbon, 1969).


Die Analyse von Hausstrukturen und -inventaren, aber auch von Alltagsgütern wie z.B. Keramik verrät vieles über den Alltag vergangener Gesellschaften. In der Regel gibt es für das Mittelalter und die frühe Neuzeit dazu eine Vielzahl von Quellen aus Texten und Bildern. Viele Aspekte sind aber nur über die materiellen, archäologischen Überreste zu erfassen. Das gilt in besonderem Maße für den ländlichen Raum, der einst, die Mehrzahl der Bevölkerung umfasste.

Der Tagungsband enthält über 20 Beiträge mit konkreten Fallstudien aus fast allen Teilen Europass, die eine wichtige Grundlage füt die Ansätze der sonst häufig sehr theoretischen household archaeology liefern. Beiträge, die die Objekte aus einzelnen Haushalten untersuchen, stehen neben solchen, die bestimmte Fundkategorien diskutieren. Mein eigener Beitrag beispielsweise beleuchtet die bislang leider kaum genutzten Potentiale der Forschung zur mittelalterlichen Keramik in Süddeutschland.


Inhaltsverzeichnis

Foreword and Introduction

Household goods in the European medieval and early modern countryside – an introduction
Catarina Tente, Claudia Theune

Archaeology and Household

Is that all there is? Reflections on the presence and survival of household goods in archaeological contexts
Bert Groenewoudt, Rowin van Lanen

Household goods illuminated by motivation and need theories in Hanfelden Castle in the early modern countryside of Styria, Austria
Iris Winkelbauer, Claudia Theune

Household and home life in the Russian Countryside during the sixteenth to first half of the eighteenth century, according to archaeological finds in Alexandrovskaya Sloboda
Irina Zaytseva

Tenth-century peasant houses and household goods. The potential and limitations of the archaeological record from Beira Alta (Portugal).
Tente, Gabriel de Souza, João LuísVeloso, Catarina Meira

Temporary households

Exploring the “extended” household? Historical landscapes, material culture and building materials at the Monte Fasce settlements, Liguria, Italy (17th-21st c.)
Giulia Bizzarri, Anna Stagno

Household in a settlement dealing with large animal husbandry from the 10-11th century in west Hungary
Ádám Pátkai

Living conditions and household

Making a house a home: odd deposits in ordinary households in later medieval Ireland 1200-1600 AD
Karen Dempsey

Checking-in at the multispecies hotel: Natureculture and the early medieval house
Rachel Brody

Households from early medieval rural settlements in Alto Alentejo (Central Portugal): material culture and social structures
Sara Prata, Fabián Cuesta-Gómez

Spatial structure and household

Refitting the past. The spatial distribution of finds as a key for understanding activities and the use of space in medieval farm buildings in the Northern Netherlands
Jan van Doesburg

Kecskemét-Törökfái-dűlő: structure and topographical elements of an Árpádian-age settlement in the Danube-Tisza Interfluve Region, Hungary
Nikoletta Lukács

Social and economic status and household

Household goods of late medieval peasants in Denmark
Mette Svart Kristiansen

Household goods from excavations at homestead in Kopaniec (Seifershau), Poland
Paweł Duma, Jerzy Piekalski

Contextual value of iron household goods in the late medieval countryside: testimony of the Czech Lands
Tomáš Klir, Martin Janovský, Lucie Hylmarová

Peasant household – noble household: objects and structures. Some remarks on household archaeology of late medieval Hungary
László Ferenczi, Edit Sárosi, Csilla Zatykó

Social inequality and household goods in central Iberia during the early middle ages
Carlos Tejerizo

Lord in the Village: Can houseware and personal equipment indicate the presence of a social class?
Andrej Janeš

Local societies and early medieval domestic economies in the light of the Basque Country archaeological record (8th-10th centuries)
Juan Antonio Quirós Castillo

Particular activities – particular household objects

Pottery in medieval rural households – perspectives of archaeological research in Southern Germany
Rainer Schreg

Household goods for winter travel and leisure in Norway – objects, games and processes of enculturation
Marie Ødegaard, Kjetil Loftsgarden

Household goods of Ottoman soldiers in the rural fortified settlements of the 16th–17th century in Hungary
Ágnes Kolláth, Bianka Kovávs, Gyönyi Kovács, Zsófia Nádai

A sign of wealth or everyday objects? The use of stoneware vessels in medieval and early modern Southern Finland
Tuuli Heinonen

Artefacts of osseous and keratinous materials from the Netherlands – the project
Jørn Zeiler, Marloes J. Rijkelijkhuizen, Marloes, Joyce van Dijk



 

interner Link

 


 

Dienstag, 1. November 2022

CfP - Ruralia-Konferenz XV, 2023 in Frederikstad - „Bauernhandel und Märkte. Soziale und wirtschaftliche Interaktion im ländlichen Raum des Mittelalters und der frühen Neuzeit“

Ländliche Märkte und Versammlungsorte waren für die sozialen Kontakte und die Versorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung. Sie sind uns heute aber meist kaum noch bewusst - einerseits weil wir Märkte als wesentliches Element der Stadt begreifen und andererseits weil die Quellenlage im ländlichen Raum bei weitem nicht so gut ist, wie bei den großen städtischen Märkten, die Händler und Kunden über große Distanzen anzogen. 
 
Regelmäßige Bauernmärkte aber auch Jahrmärkte waren sicherlich wesentlich für die Verbreitung von Innovationen und Ideen. Sie waren wichtige Vooraussetzung für die Ausbildung angepasster Landnutzungssysteme mit besonderen Produkten, lokaler Gesellschaften mit den ihnen eigenen kulturellen Normen, Gedanken und Identitäten - und oft spezifischer materieller Kultur. 
Märkte und informelle Handelsplätze waren Teile und Knotenpunkte von regionalen Wirtschafts- und Sozialsystemen, die nicht nur Handel und Tausch einen Ort gaben, sondern auch Handwerkern und Bauern einen Absatzmarkt für agrraische und nichtagrarische Produkte erschlossen. In vielen ländlichen Gebieten gab es eine umfangreiche, wenn auch oft im Nebenerwerb erfolgende nicht-agrarische Produktion. Aber auch die regionalen Eliten dürften in die Märkte eingebunden gewesen sein, als Kunden, aber auch als Organisatoren und politische Profiteure. Die lokalen Märkte waren sicher auch wichtige Begegnungsorte mit Gelegenheit zum Tratschen, Tanzen, Trinken und Protzen und mithin wichtig für das soziale Leben der Menschen und Familien. 
 
Die Archäologie ländlicher Räume hat diese Strukturen zumindest in Mitteleuropa bislang wenig thematisiert und deshalb soll die nächste Ruralia-Tagung diese Thematik aufgreifen und methodische Ansätze aber auch Ergebnisse aus verschiedenen europäischen Landschaften zusammen tragen. 
 
 
Neuhof an der Zenn: Marktmauer
(Foto R. Schreg, 2022)


 

Ruralia XV in Frederikstad 

Die Tagung soll vom 4. bis 10. September 2023 in Fredrikstad / Norwegen stattfinden. Zusätzlich zu den Vorträgen werden eine ganztägige und eine halbtägige Exkursion sowie eine optionale zweitägige Exkursion zu Orten in Südostnorwegen und Ostschweden angeboten. Die Tagung wird gemeinsam organisiert von Marie Ødegaard, Kjetil Loftsgarden, Catarina Karlsson, Mark Gardiner und Claudia Theune. Unterstützt wird die Tagung durch das Museum of Cultural History, Jernkontoret und die Norwegian Archaeological Society. 
 

In Erinnerung an Frode Iversen

Großen Anteil an der Entwicklung der Tagungsidee hat Frode Iversen, zuletzt Professor an der Universität Oslo. Er ist vor wenigen Wochen nach langer Krankheit verstorben.  Er wird uns als geschätzter Kollege und großartiger Mensch, der Norwegen in Ruralia für viele Jahre vertreten hat, in Erinnerung bleiben. Mit seinen Forschungen zu Versammlungsplätzen in der Nordseeregion  wird er auch jetzt noch - und hoffentlich auch mit Hilfe unserer Ruralia-Tagung - in die Zukunft der Forschung wirken. 
 

Tagungsbeiträge gesucht!

Das Organisationsteam hat nun einen Call for Papers gestartet. Gesucht werden Vorträge von voraussichtlich 20 min Dauer, in begrenztem Ausmaß auch Posterbeiträge. Sie sollen später im Konferenzband nach einem Review auch publiziert werden.

Insbesondere folgende Themen und Fragen sollen behandelt werden:
  • Die Lokalisierung ländlicher Märkte und Versammlungsplätze anhand archäologischer und historischer Quellen, Ortsnamen etc.
  • Was wurde an den Standorten gehandelt?
  • Wie und von wem wurden die ländlichen Markt- und Versammlungsstätten organisiert?
  • Welche wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge lassen sich an Marktstandorten feststellen?
  • Können wir lokalen, regionalen, überregionalen oder gar globalen Austausch ausmachen?
  • Wie haben der Handel und die Bewegung der Menschen zu Märkten die ländliche Landschaft geprägt?
  • Was waren die nicht-wirtschaftlichen Aspekte der Begegnungs- und Marktplätze?
  • Welche gesellschaftliche Bedeutung hatten solche Stätten auf regionaler und überregionaler Ebene?
Ausdrücklich geht es nicht speziell um die städtischen Märkte, die - insbesondere in den Regionen mit größerere Städtedichte - gleichwohl als Teil des Wirtschaftssystems gesehen werden müssen.


Organisatorisches 

Die Konferenzsprache ist Englisch.
Die Tagungsgebühren mit Unterkunft und Verpflegung liegen bei 650€, dazu kommen die Reisekosten. Ruralia möchte aber auch Nachwuchswissenschaftler:innen zur Teilnahme gewinnen und bietet ggf. finanzielle Unterstützung an. 
Das Organisationsteam ist zu erreichen unter ruralia2023@gmail.com

Frist für die Anmeldung mit Abstracts ist der 31.1.2023.

Weitere Informationen:

Internal Links

 

RURALIA - European Association for Medieval and Post-Medieval Rural Archaeology

RURALIA ist eine internationale Vereinigung für die Archäologie mittelalterlicher (und neuzeitlicher) Siedlungslandschaften und des ländlichen Lebens. Es bietet eine europaweite Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Probleme der ländlichen Archäologie, um vergleichende und interdisziplinäre Studien zu stärken. Die Konferenz umfasst die Zeit vom frühen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Die Konferenzsprache ist Englisch. 
 

Sonntag, 6. März 2022

Das Statement der RURALIA - European Association of Medieval and Post-Medieval Rural Archaeology: Wissenschaftsbeziehungen in Kriegszeiten

Nach der Invasion der Ukraine und in Reaktion auf den immer wüster werdenden und unentschuldbaren Krieg Putins vor allem auch gegen Zivilisten hat der Westen mit Sanktionen und Boykotten reagiert. Das betrifft auch die gemeinsame deutsch-russische Forschung, insbesondere was technische Entwicklungen wie z.B. die Raumfahrt angeht. 

Aber auch für die Geisteswissenschaften und für die Archäologie stellt sich die Frage, wie die Beziehungen zu Russland künftig aussehen sollen. 

Das betrifft grosse Forschungseinrichtungen, Universitäten, aber auch eher kleine Vereinigungen wie die RURALIA – European Association of Medieval and Post-Medieval Rural Archaeology: 

 

 

Persönliche Kontakte sollen nicht abgebrochen werden, wohl aber demonstrativ die Kooperation mit staatlichen russischen Organisationen. Es ist der Wiedergewinnung eines,Friedens sicher nicht zuträglich, wenn alle Kontakte abgebrochen und alle russischen Bürger für die Verbrechen ihres sog. Präsidenten abgestraft werden. Für Putins,Krieg stellt die durch Propaganda geschaffene alternative Wahrheit eine wichtige Grundlage dar, der nur durch persönliche Kontakte entgegen zu wirken ist. Die freiwillige Beschränkung der Kontakte hilft Putin nur die Meinungsfreiheit weiter zu kontrollieren und seine Kriegslügen aufrecht zu erhalten. So verständlich also die Forderung des ukrainischen Archäologenverbands ist, alle Kontakte abzubrechen, so wenig hilft sie der Ukraine. 


Stellungnahmen anderer archäologischer Fachgesellschaften

Einige - auch größere - archäologische Fachgesellschaften haben mit Stellungnahmen auf Putins Krieg reagiert.  Es wäre wünschenswert, weitere würden folgen.
Die EAA listet auch konkrete Hilfestellungen auf.
Auch das Deutsche Archäologische Institut führt neben dem Statement zu dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Hilfsangebote für ukrainische Wissenschaftler auf.
Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, die u.a. auch die Leibniz-Gemeinschaft einschliesst (deshalb findet sich die Erklärung auch auf den Seiten des RGZM), erklärt ihre nachdrückliche Unterstützung für "das konsequente Vorgehen der Bundesregierung gegen den kriegerischen und völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine." Weiter heißt es:
"Die Allianz sieht in der russischen Invasion einen Angriff auf elementare Werte der Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung, auf denen Wissenschaftsfreiheit und wissenschaftliche Kooperationsmöglichkeiten basieren."

Es geht ihr aber nicht nur um eine Solidarität mit den ukrainischen Partner, sondern auch um Konsequenzen für die Kooperation mit Russland:

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt wird jedoch empfohlen, dass wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres eingefroren werden, dass deutsche Forschungsgelder Russland nicht mehr zu Gute kommen und dass keine gemeinsamen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Veranstaltungen stattfinden. Neue Kooperationsprojekte sollten aktuell nicht initiiert werden.

International sei auf weitere Erklärungen verlinkt:
"We note that the self-justification that President Putin presented for the invasion specifically includes claims about the Ukrainian past which we as archaeologists who study the past identify as false and historically untrue. We abhor the use of such claims about the past to justify any action that violates basic human rights, international law, and the sovereign independence of nations. WAC, therefore, stands in solidarity with all those who protest this aggression."

Projektabbruch

Ein wichtiges Thema ist der Umgang mit Wissenschaftskooperationen mit Russland.
Die DFG hat alle deutsch-russischen Projekte storniert. 
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt mit sofortiger Wirkung alle von ihr geförderten Forschungsprojekte zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und Russland aus. Zugleich werden Förderanträge für neue deutsch-russische Kooperationen und Fortsetzungsanträge für laufende Projekte bis auf Weiteres nicht angenommen. Mit diesen Maßnahmen flankiert die DFG das konsequente Vorgehen der Bundesregierung im Hinblick auf die russische Aggression. Dabei ist sie sich zugleich der einschneidenden Auswirkungen dieser Maßnahmen bewusst und bedauert diese für die Wissenschaft zutiefst.
Auch die EU hat Forschungsprojekte mit Russland - und Belarus - gestoppt
  • https://www.deutschlandfunkkultur.de/eu-kommission-stoppt-forschungsprogramme-mit-russland-und-belarus-100.html 

Unterstützung ukrainischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Studierender

Verschiedene Organisationen verbinden ihr Statement mit Hilfsangeboten für Wissenschaftler*innen auf der Flucht.
 
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften beispielsweise, die aber den Umgang mit Kooperationen mit Russland nicht thematisiert:
Aus Sicht der Universitäten spielt das Schicksal ukrainischer Studierender eine besondere Rolle, beispielsweise für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg.: 

Wissenschaft kann (mehr noch als Sport) nie unpolitisch sein, muss in ihren Forschungen und ihren Ergebnissen jedoch neutral und unabhängig sein. 
 
 
Unter den Reaktionen aus der Wissenschaft sei noch ganz besonders die Initiative russischer Wissenschaftler hervorgehoben, die sich unter den immer restriktiveren  Bedingungen gegen Putins Krieg aussprechen:

Links 


 

Freitag, 10. September 2021

Ruralia XIV in Viseu (Portugal) - open for a digital audience

This year's Ruralia conference will start at September 13th. It's dealing with "Household goods in the European Medieval and Early Modern countryside" and brings together archaeologists from more than 20 countries. 

Cabin in central Portugal
(Oliveira, .V.;Galhano, F; Pereira, B.; Constru
ções primitivas em Portugal.
Centro de Estudos de Etnologia, Lisbon, 1969).
 
However, due to Covid19 it is not possible for all of them to meet personally in Viseu in Portugal and therefore the conference is a hybrid one, - which makes it possible for a wider audience to participate virtually on the presentations in six panels:

  • Panel 1: Archaeology and the household - Monday September 13th, 15.30–17.30 
  • Panel 2:  Temporary households  - Tuesday, September 14th, 08.30–10.30
  • Panel 3: Living conditions and the household -  Tuesday, September 14th, 11.00–12.30
  • Panel 4: Household and spatial structure -  Tuesday, September 14th, 14.00–16.00 
  • Panel 5: Household objects and social and economic status? -  Tuesday, September 14th, 16.30–18.00 , continued at  Thursday, September 16th, 9.00–11.30
  • Panel 6: Particular household objects and particular activities? - Friday, September 17th, 9.00–11.30
  • Final remarks and discussion - Friday, September 17th, 11.30–12.30 

The detailed program can be found in the conference booklet (pdf)

The Zoom link to the conference starting on Monday is this:

 https://videoconf-colibri.zoom.us/j/85943505134

ID of the meeting : 859 4350 5134

RURALIA - the Jean-Marie Pesez Conferences on Medieval Rural Archaeology

RURALIA is an international association for the archaeology of medieval settlement and rural life. It provides a European-wide platform for the scientific exchange on current problems in rural archaeology in order to strengthen comparative and interdisciplinary studies. The conference covers the period from the Early Medieval to the Early Modern periods. The conference language is English.

The RURALIA XIV conference in Viseu  is jointly organized by Catarina Tente, Sara Prata, Piers Dixon, Mark Gardiner and Claudia Theune, with the support of the Viseu Municipality, Direção Geral do Património Cultural, Direção Regional de Cultura do Centro, Direção Regional de Turismo do Centro, and Institute of Medieval Studies of the NOVA University. 


Further information:

Internal Links

Donnerstag, 29. Oktober 2020

CfP - Ruralia-Konferenz XIV, 2021 in Visieu - “Haushaltsgüter auf dem Lande im europäischen Mittelalter und in der frühen Neuzeit”

 Haushaltsgüter auf dem Lande im europäischen Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Obwohl das Thema Haushaltsgüter in der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit längst etabliert ist, bieten neuere Forschungen umfassendere Ansätze, mit denen einfache typologische und technologische Aspekte überwunden werden. Dies gilt insbesondere für neue archäometrische analytische Methoden und theoretische Perspektiven. 'Material culture studies' dienen als Grundlage für das Verständnis von Menschen, Gruppen und Gesellschaften.

 

Hütte in Zentral-Portugal
(Oliveira, .V.;Galhano, F; Pereira, B.; Constru
ções primitivas em Portugal.
Centro de Estudos de Etnologia, Lisbon, 1969).


Durch die Analyse von Hausstrukturen und -inventaren kann viel über Alltagsgüter (Keramik, Metall, Holz, Korbwaren ...), Produktions- und Konsumstrategien, andere wirtschaftliche Aktivitäten, aber auch Strukturen der sozialen Organisation und Beziehungen zwischen Haushaltsmitgliedern gelernt werden. Das Verständnis vergangener Gesellschaften und Kulturen hängt daher stark von der Untersuchung ihrer Haushaltsgegenstände ab. In diesem Zusammenhang ist es das Ziel der 14. Ruralia Konferenz, die Bedeutung der Haushaltsarchäologie für die Erforschung des ländlichen Raumesim Mittelalter und in der Neuzeit unter einem interkulturellen Ansatz herauszuarbeiten. Dabei sollen schriftliche und bildliche Quellen und Daten ebenso wie Daten aus interdisziplinären Analysen berücksichtigt werden.


Eine detaillierte Analyse einzelner Kontexte, kleiner Teile von archäologischen Stätten, archäozoologische, archäobotanische und geoarchäologische Untersuchungen ermöglichen es uns, die Aktivitäten und Interaktionen der Menschen in ihren Häusern zu rekonstruieren. Funktionale Aspekte der Häuser können anhand spezifischer Einrichtungsgegenstände, aber auch anhand von Inventaren und der räumlichen Verteilung der Funde, analytischer Nachweise für bestimmte Aktivitäten erkannt werden. Hier ist an Kochen und Essen, Lagerung, Weben, Abfallentsorgung, Ruhen zu denken. Hinweise können sich aber auch aus Umfeldanalysen ergeben. Neben das Funktionale treten Informationen über den Rang und den Wohlstand der Bewohner*innen, ihr tägliches Leben, ihre Haushaltszusammensetzung, ihre Familienkonzepte und sogar ihren Geschlechterrollen. Strukturanalysen können Hinweise auf Interaktionsbereiche und strukturierte Verhaltensweisen innerhalb eines Hauses geben.

 

Tagungsbeiträge gesucht!

Die 14. Ruralia Konferenz soll - soweit es Corona zulassen wird - vom 13. bis 19. September 2021 in Visieu in Portugal stattfinden. Das Organisationsteam sucht jetzt nach Tagungsbeiträgen, die einige der oben beschriebenen archäologischen Fragen behandeln. Die Sitzungen können sich auf bestimmte Themen im Zusammenhang mit Haushaltgütern aufgreifen (abgesehen von rein typologischen Klassifikationen oder der Behandlung landwirtschaftlicher Geräte, die Thema einer früheren Ruralia-Tagung waren). Besonders willkommen sind Arbeiten, die interdisziplinäre Ansätze beinhalten, nämlich solche, die archäologische, ethno-archäologische, soziologische, historische, chemische, archäozoologische, archäobotanische und geoarchäologische Befunde oder die Auswertung bildlicher und schriftlicher Quellen einbeziehen.
Die Beiträge sollten einige der folgenden Fragen beantworten:

  • Wie war das Haus organisiert?  
  • Welche Aktivitäten fanden im Haus statt?  
  • Wie und welche Produkte wurden im Haus gekocht und konsumiert?  
  • Können wir die Familienorganisation und ihre Mitglieder anhand von Haushaltsgüten identifizieren?  
  • Welche wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen kommen in den Funden zum Ausdruck?
  • Welche Beziehung wurde zwischen dem Inneren des Hauses und dem Freien hergestellt?  
  • Welche Rolle spielte das Haus innerhalb der sozialen Organisation der Gemeinde?  
  • Was können Haushaltswaren über den sozialen Status und den Wohlstand ihrer Besitzer aussagen?  
  • Können wir die Interaktion zwischen Haushalten und Gemeinschaften identifizieren?  
  • Können wir lokalen, regionalen, überregionalen oder sogar globalen Austausch identifizieren?

 

RURALIA - the Jean-Marie Pesez Conferences on Medieval Rural Archaeology

RURALIA ist eine internationale Vereinigung für die Archäologie mittelalterlicher (und neuzeitlicher) Siedlungslandschaften und des ländlichen Lebens. Es bietet eine europaweite Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Probleme der ländlichen Archäologie, um vergleichende und interdisziplinäre Studien zu stärken. Die Konferenz umfasst die Zeit vom frühen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Die Konferenzsprache ist Englisch.  
 
RURALIA XIV soll in Viseu stattfinden, einer Stadt im zentralen Norden Portugals. Zusätzlich zu den Vorträgen werden eineinhalb Tage Exkursion und eine optionale zweitägige Studienreise in die Regionen Beira Alta und Douro angeboten. Die Konferenz wird gemeinsam von Catarina Tente, Sara Prata, Piers Dixon, Mark Gardiner und Claudia Theune organisiert. Unterstützt wird die Tagung durch die Stadt Viseu, Direção Geral do Património Cultural, Direção Regional de Cultura do Centro, Direção Regional de Turismo do Centro und das Institut für Mittelalterstudien der NOVA Universität. 


Weitere Informationen:

Internal Links

Ruralia at Archaeologik 

CfP - Ruralia XIV Conference 2021 - “Household goods in the European Medieval and Early Modern countryside”

Household goods in the European Medieval and Early Modern countryside

Although household goods are a well established topic in Medieval and Modern archaeology, more recent research is overcoming simple typological and technological aspects and pointing to broader, more encompassing approaches. This is particularly the case of newly-introduced analytical methodologies and theoretical perspectives. The material culture studies act as base to understand people, groups and societies.

 

Cabin in central Portugal
(Oliveira, .V.;Galhano, F; Pereira, B.; Constru
ções primitivas em Portugal.
Centro de Estudos de Etnologia, Lisbon, 1969).


By analyzing house structures and its contents, much can be learned about artefactual assemblages (ceramic, metal, wood, basketry...), goods’ production and consumption strategies, other economic activities, structures of social organization and relations among household members. Thus, the understanding of past societies and cultures relies heavily in the study of their household goods. In this context, the aim of the Ruralia XIV Conference is to emphasize the significance of household archaeology to the study of the European countryside in Medieval and Modern times under a cross-cultural approach, with attention also paid to written and pictorial sources and data obtained in interdisciplinary analyses.


Detailed analysis of single contexts, small parts of sites, faunal, botanical and soil studies enables us to reconstruct common peoples’ activities and interactions within their homes. House functions can be detected by means of specific installations but also by inventories and location of goods, evidence for particular activities inside - such as cooking and eating, storage, weaving, refuse disposal, resting, etc. - or by a comprehensive overview of outdoor surroundings. All this is evidence of functional purposes but it can also tell us about the rank and wealth of their owners, their daily lives, household compositions, family concepts and even gender statuses. Structural analysis can give evidence about spheres of interaction and patterned behaviours within a house. 

 

Conference Papers

The 14th Conference  of the Ruralia Association on medieval rural archaeology is planned to be helt at 13th – 19th September 2021 in Visieu in Portugal. The organization team is seeking papers that address some of the archaeological questions outlined above. Sessions may be focused on particular topics on household goods (not agricultural and not typological classifications). Papers which incorporate interdisciplinary approaches are particularly welcomed, namely those combining archaeological, ethno-archaeological, sociological, historical, chemical, faunal, botanic, geo-archaeological evidence or documentary analysis.
Papers should address some of the following questions:

  • How was the house organized?
  • What activities took place in the house?
  • How and what products were cooked and consumed in the house?
  • Can we identify family organization and its members using household goods?
  • What economic and social relations can be express by the household goods?
  • What relation was established between the interior of the house and the outdoors?
  • What role was played by the house within the community’s social organization?
  • What can household goods tell us about social statuses and wealth of their owners?
  • Can we identify interaction between households and communities?
  • Can we identify local, regional, trans-regional or even global exchange?

 

RURALIA - the Jean-Marie Pesez Conferences on Medieval Rural Archaeology

RURALIA is an international association for the archaeology of medieval settlement and rural life. It provides a European-wide platform for the scientific exchange on current problems in rural archaeology in order to strengthen comparative and interdisciplinary studies. The conference covers the period from the Early Medieval to the Early Modern periods. The conference language is English. RURALIA XIV will take place in Viseu, a city located in the central-north of Portugal. 

In addition to the papers, one day and half excursion and an optional two-day study trip to Beira Alta and Douro regions will be offered.

The conference is jointly organized by Catarina Tente, Sara Prata, Piers Dixon, Mark Gardiner and Claudia Theune, with the support of the Viseu Municipality, Direção Geral do Património Cultural, Direção Regional de Cultura do Centro, Direção Regional de Turismo do Centro, and Institute of Medieval Studies of the NOVA University. 


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