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Dienstag, 14. Mai 2019

Archäologische Wahlprüfsteine zur Europa-Wahl

Selbstverständlich gehen Sie zur Europawahl. Die Parteienlandschaft dort sieht aber etwas anders aus als gewohnt.  Um etwas Zukunftsweisendes und Vernünftiges zu wählen, gilt es, sich zu informieren.
(Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F088724-0006 /
Faßbender, Julia
[CC-BY-SA 3.0] via WikimediaCommons)
Der Umgang mit der Vergangenheit, mit dem Kulturerbe kann ein Aspekt einer Wahlentscheidung sein.
Mit Unterstützung der DGUF bietet die EAA European Association of Archaeologists Wahlprüfsteine "Archäologie und Kulturgutschutz" an. Was sagen die wichtigen Parteien zu Fragen des Kulturgüterschutzes. Ist er für sie überhaupt einThema?

Links


EAA-Präsident Felipe Criado Boado zur Bedeutung der Wahlprüfsteine

Montag, 16. Januar 2017

Konsultation zu EU-Gesetzgebung für den Kulturgüterschutz

Im Zusammenhang mit der Neuregelung des deutschen Kulturgüterschutzgesetzes wurden einheitliche europäische Regelungen zur Einfuhr  von Kulturgütern gefordert.

Die EU-Kommission hat dazu im Dezember eine Konsultation gestartet mit Frist am 23.1.2017, mit der bei allen Stakeholdern Stellungnahmen abgefragt werden.
Hier müssen dringend auch die archäologischen Belange eingebracht werden, denn eine Lösung entsprechend dem neuen Kulturgüterschutzgesetz mit untauglichen Fristenlösungen und einer Ausklammerung von Fundmünzen hilft in keiner Weise Raubgrabungen zu stoppen, da damit die Hintertür sperrangelweit geöffnet wird.

Links

Mittwoch, 22. Juni 2016

Archäologie im BREXIT - ein weiterer Verlierer

Doug Rocks-Macqueen beschäftigt sich mit den Konsequenzen eines Brexit für die Archäologie und den archäologischen Arbeitsmarkt in Großbrtannien. 40% der Forschungsmittel der Archäologie im United Kingdom stammen aus EU-Mitteln... 
Der Artikel wird überschattet von dem Mord an Jo Cox, der ein alarmierendes Signal ist, was die Gewaltbereitschaft und den Hass der neuen rechten Bewegungen angeht. Dougs persönliche Anmerkungen dazu sind nicht weniger lesenswert als das Schicksal der Archäologie im Brexit: entweder schlecht oder so richtig schlecht!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Türkei zieht vor den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Mitgliedsstaaten der Europäischen
Menschenrechtskonvention
(Karte: Cj73 [CC-BY-SA 3.0]
via WikimediaCommons)
Die Türkei kämpft seit Jahren darum, Antiken aus verschiedenen europäischen Museen zu "repatriieren", wohin sie vor allem im 19. Jahrhundert gelangten. Im Falle der Statuen aus dem Mausoleum von Halikarnassos wird die Türkei nun im Januar 2013 den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen.

Die genaue juristische Argumentation ist noch nicht publik, doch hat der Blog Illicit Cultural Property den Fall bereits kommentiert: Illicit cultural property (10.12.2012): Is Cultural Heritage a Human Right?
Derek Fincham bezweifelt, ob es ein Menschenrecht auf Kulturerbe gibt. Er argumentiert allerdings vor allem mit der sicher schwierigen Praxis. Worin begründet sich ein Anspruch auf Kulturerbe? Er wirft die Frage auf, inwiefern nicht inzwischen auch die Londoner einen Anspruch auf die Statuen des Mausoleums hätten, da sie dort sei gut 150 Jahren im British Museum zu sehen sind. Ergänzend müsste man fragen, ob ein Lokalitäts- oder ein Abstammungs- bzw. Traditionsprinzip gilt. Letzteres ist kaum je beweisbar. Und eigentlich lässt sich die Frage auch nicht von jener der Legalität der damaligen Exporte völlig trennen.
Ein Recht auf Kulturerbe gibt es m.E. aber durchaus. Letztlich beruht darauf ja die Rechtfertigung des Denkmalschutz: Im Anrecht künftiger Generationen auf ihre eigene Geschichte.


Zur Situation der Archäologie in der Türkei und den türkischen Rückgabeforderungen:

Nachtrag (16.12.2012)