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Samstag, 29. August 2015

Noch mehr Panama-Publikationen!

Gestern kamen alle auf einmal: Die Publikationen zum Panama-Projekt.
Schon vor ein paar Tagen hatte ich die monographische Publikation zu unserem DFG-Projekt hier vorgestellt:
  • B. Scholkmann/ R. Schreg/ A. Zeischka (Hrsg.), A step to a global world. Historical Archaeology in Panamá – German Research on the first Spanish city at the Pacific Ocean. British Archaeological Reports. International Series 2742 (Oxford: Archaeopress 2015)
darin zwei Artikel zu meinen eigenen Forschungen, mit den beiden Schwerpunkten Keramik und Umweltforschung:
  • R. Schreg, Panamanian Coarse Handmade Earthenware - Cultural Traditions. In: B. Scholkmann/R. Schreg/A. Zeischka-Kenzler (Hrsg.), A step to a global world. Historical Archaeology in Panamá. German Researches on the first Spanish city at the Pacific Ocean. British Archaeological Reports, International Series (Oxford 2015) 117–135.
  • R. Schreg, A European Town in a Tropical Environment: Cultural Adaptation and Environmental Change in Colonial Panamá. In: B. Scholkmann/R. Schreg/A. Zeischka-Kenzler (Hrsg.), A step to a global world. Historical Archaeology in Panamá. German Researches on the first Spanish city at the Pacific Ocean. British Archaeological Reports, International Series (Oxford 2015) 179–192.

Zum einen lag gestern nun - nach einigen Tagen RGZM-Büro-Abstinenz - das Belegexemplar auf meinem Schreibtisch. Da lag aber auch schon das Autorenexemplar eines Tagungsbandes, der demnächst dann auch offiziell verfügbar sein wird und der einen weiteren Aufsatz zu Panama enthält:
  • R. Schreg, Römer und Indios. Europäische Töpfertradition in Mittelamerika: Transformation – Imitation – Habitus. In: L. Grunwald (Hrsg.), Den Töpfern auf der Spur – Orte der Keramikherstellung im Licht der neuesten Forschung. 46. Internationales Symposium Keramikforschung des Arbeitskreises für Keramikforschung und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. RGZM-Tagungen 21 (Mainz 2015) 401–410.
Und schließlich wurde gestern ein weiterer Artikel in den Journal of Archaeological Science Reports im Open Access online gestellt, der nochmals auf die Feldstrukturen von Chinina eingeht:
Das geballte Erscheinen war so in keiner Weise geplant und eigentlich war Panama in den letzten Jahren für mich auch kein Forschungsschwerpunkt mehr, sind doch die Feldarbeiten schon lange vorbei. Die Felder von Chinina, die im zuletzt genannten Artikel behandelt werden, habe ich zwar endteckt, aber bisher leider gar nicht in echt gesehen: "Sofa archaeology" - Survey im Liegen dank Google Earth (siehe Altfluren in Panama. Archaeologik [10.10.2010]).

Donnerstag, 20. August 2015

A step to a global world. Abschlusspublikation des Tübinger Panama-Projektes erschienen


B. Scholkmann/ R. Schreg/ A. Zeischka (Hrsg.)
A step to a global world. Historical Archaeology in Panamá – German Research on the first Spanish city at the Pacific Ocean. British Archaeological Reports. International Series 2742
Oxford: Archaeopress 2015

ISBN 9 781407 314013



Vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters ausgehend gab es in den Jahren 2003 bis 2009 mehrere Grabungsprojekte in Panamá la Vieja, überwiegend mit Mitteln der DFG finanziert.
Stand zunächst das Spital der Stadt im Mittelpunkt der Grabungen, so konzentrierte sich die Feldarbeit im zweiten Projektabschnitt auf ein bis dahin unbekanntes Handelshaus. Es war bei den geophysikalischen Prospektionen durch terrana Geophysik im Rahmen des Projektes entdeckt worden. 

Jetzt liegt die Abschlußpublikation vor. Sie enthält auf englisch mit deutschen und spanischen Zusammenfassungen verschiedene Aufsätze zu Teilprojekten.
Die Artikel von Sybil Harding und Hannah Belecki gehen auf Magisterarbeiten zurück, die spezielle Themen bearbeitet hatten. Aline Kottmann hatte über ein eigenes PostDoc-Projekt die Gelegenheit, einige Aspekte bei einem Forschungsaufenthalt in Panama und in Florida zu vertiefen. Ihr Beitrag über die Majolica-Produktion ist ein Ergebnis davon. Die Forschungen im Spital scheinen in zwei Artikeln auf, einmal in einer Skizze der archäologischen Ausgrabungen (I. Martínez/ A. Zeischka-Kenzler) und einmal in einer Neubetrachtung der schriftlichen Quellen zum Spital (I. Martínez).
Die Leitung des Projektes lag zunächst bei mir und ging nach meinem Wechsel nach Mainz an Annette Zeischka-Kenzler über. Ein gemeinsamer zusammenfassender Artikel fasst das Projekt zusammen und stellt die wichtigsten Ergebnisse vor.
Auf Basis des Projektes haben sich mittlerweile allerdings auch Ansatzpunkte zu neuen Forschungen ergeben, so sind Rainer Schreg und Corina Knipper Partner im ERC-Projekt "AnARTery of EMPIRE. Conquest, Commerce, Crisis, Culture and the Panamanian Junction (1513-1671)", das Bethany Aram aus Sevilla ab Januar 2016 bewilligt bekommen hat. Zu nennen sind auch die neuen Forschungen unserer Kollegen aus Panama auf präkolumbischen Feldern, die bei der Vorbereitung für den nun vorliegendem Band entdeckt worden sind - auch wenn sie darin nur randlich Erwähnung finden (siehe aber mehrfach auf Archaeologik).

Panama la Vieja bietet interessante Einblicke in eine Frühphase unserer modernen Globalisierung. Einige der daraus resultierenden Probleme - Ausbeutung von Mensch und Umwelt, "Kulturkonflikte" und Umweltveränderungen - erkennen wir in der Conquista der frühen Neuzeit wieder.


Seit den Tagen unserer Feldarbeit haben an der Ruinenstadt starke Veränderungen stattgefunden. Zwar hat man eine Hauptverkehrsstraße aus dem Ruinengelände weg verlegt - doch die neue Route hat ohne ausreichende archäologische Begleitung die Armenviertel der Stadt durchschnitten. Die Umgehungsstraße übers Meer hat die Brandung so verändert, dass sich an der alten Küstenlinie nun ein junger Mangrovenwald ausdehnt.


Inhaltsverzeichnis

  • Preface

  • The archaeological research project of the University of Tübingen on the ruin site of Panamá la Vieja - Barbara Scholkmann
  • The history of archaeological research on the ruin site of Panamá la Vieja - Sybil Harding
  • Geophysical investigation at Panamá Viejo - Arno Patzelt
     
  • Searching for healing – The research into written sources on the chronological history of the Hospital San Juan de Dios in Panama la Vieja - Ilda Martínez
     
  • The Hospital San Juan de Dios – Results of archaeological research  - Ilda Martínez – Annette Zeischka-Kenzler
     
  • The world in one place – A trading post in Panamá la Vieja in the 17th century - Annette Zeischka-Kenzler
     
  • Reformation, everyday life and half a world between – Did the Council of Trent affect the people of Panamá? - Hannah Elisabeth Belecki
     
  • Early majolica production in the New World – The kilns of Panamá Viejo - Aline Kottmann
     
  • Panamanian Coarse Handmade Earthenware – Cultural traditions and cultural change - Rainer Schreg
     
  • German stoneware in the Spanish colony of Old Panamá - Annette Zeischka-Kenzler – Hans Mommsen – Aline Kottmann
     
  • Domestic animals in Panamá la Vieja – An analysis of bone material from the Convent of Las Monjas de la Concepción and the Hospital San Juan de Dios - Maria Ronniger
    with an appendix: Analysis of the archaeological material of wild animals from the Hospital San Juan de Dios
     
  • A European town in a tropical environment – Cultural adaptation and environmental change in colonial Panamá - Rainer Schreg
     
  • Studies in cultural processes – German historical archaeology at Panamá la Vieja - Rainer Schreg – Annette Zeischka-Kenzler

    List of illustrations


Interne Links

Blogposts zu eigenen Forschungen in Panama und zu den präkolumbischen Feldsystemen sowie allgemein zur Archäologie in Panama. 

Montag, 9. Februar 2015

Publikation zu den Hochbeeten von Chinina

Zu den präcolumbischen 'raised fields' bei Chinina an der Pazifikküste in Panama, von denen hier schon mehrfach berichtet wurde, ist nun eine Publikation in der Project Gallery der Zeitschrift Antiquity erschienen: 
Einen deutschen Bericht gab es bereits hier:
Blick auf die 'raised fields' von Chinina (Foto: Juan G. Martín)




Die Entdeckung geht auf eine gezielte Suche in GoogleMaps zurück, da sich im Kontext der Auswertung des Tübinger Panama-Projektes Fragen nach der Landschaftsveränderung zwischen präcolumbischer und kolonialer Zeit ergaben. In einer ersten groben Sichtung wurden dabei jene Gebiete in Panama bestimmt, die nicht von Regenwald bedeckt sind und damit die Chance bieten, dass solche Strukturen überhaupt entdeckt werden können. Raised fields sind in Südamerika (vergl. Eine fossile Kulturlandschaft in den Anden), aber auch im nördlichen Mesoamerika bekannt - fehlten aber bis dato in Panama.


Interner Link:

Samstag, 4. Januar 2014

Vortrag zu Feldfluren in Panama online

Ein (spanischer) Vortrag von Juan Guillermo Martín über unsere Feld-Forschungen, gehalten auf dem Congreso de Antropología Panameña im September 2013 in Panama steht jetzt - mit gekürzter Bebilderung - online: 

frühe Version der Interpretation
der Luftbildbefunde
(R. Schreg)
Interner Link:

Sonntag, 5. August 2012

Erste Nachweise von 'raised fields' auf dem Isthmus von Panama


von Juan Guillermo Martín

Juan Guillermo Martín, Archäologe an der Universidad del Norte, Barranquilla, Colombia  gibt einen Überblick über das Forschungsprojekt zu präkolumbischen Altfluren, deren Entdeckung auf eine systematische Durchsicht von Google-Luftbildern, bequem von Deutschland aus, zurückgeht. Anlaß dazu boten die inzwischen abgeschlossenen Tübinger Forschungen in Panama la Vieja, die die Frage nach den ökologischen Veränderungen im Kontext der spanischen Conquista aufwarfen.
Siehe die Beiträge zum Chinina-Projekt
hier auf Archaeologik.  Ein gemeinsames ausführliches Manuskript mit Vorlage der bisherigen Ergebnisse steht vor der Einreichung zum Druck. Eine spanische Fassung findet sich bei Wiki loves Monuments Panama  (R. S.).



Feldstrukturen mit Sondageschnitt (Foto J. Martín-Rincón).

Erste Nachweise von 'raised fields' auf dem Isthmus von Panama
In Überschwemmungsgebieten, wie dem Momposina-Becken in Kolumbien, haben schon die präkolumbischen Gesellschaften die Landschaft massiv verändert. Durch ein komplexes System von Gräben und Hochbeeten wurde die Tallandschaft der Flüsse San Jorge und Sinz auf ca. 5000km² massiv umgestaltet, um es das ganze Jahr hindurch produktiv zu machen. Dies gilt als eine der bedeutendsten Wasserbaumaßnahmen der Welt, die an den Beginn unserer Zeitrechnung zurück reichen.

Im heutigen Panama und generell in Mittelamerika war diese landwirtschaftliche Technik bisher nicht bekannt. Eine Auswertung von Luftbildern im Mündungsgebiet des Rio Bayano (auch: Rio Chepo) hat es erstmals erlaubt, solche Feldsysteme auch hier zu identifizieren. Im Gemeindegebiet von Santa Cruz de Chinina, Distrikt Chepo, wurden auf mindestens 25 ha Gräben und Hochbeete prähispanischer Zeitstellung ausgemacht. Interessant daran ist, dass es moderne Technik möglich gemacht hat, dass der Archäologe Rainer Schreg vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz diese Entdeckung von seinem Schreibtisch aus machen konnte. Er beobachtete die anthropogenen Strukturen im Osten Panamas und gab die Informationen an seine Kollegen in Panama weiter.
Eine Forschergruppe der Abteilung Archäologie, Geschichte und Stadtforschung der kolumbianischen Karibik (Grupo de Arqueología, Historia y Estudios Urbanos del Caribe Colombiano – GRAHUS) der Universidad del Norte en Colombia hat die Felder im Gelände verifiziert. Seit letztem Jahr haben Tomás Mendizábal und Juan Guillermo Martín, Forscher bei GRAHUS, Sondagen begonnen, die es erlaubten, ihr Alter mittels Radiocarbondatierungen genauer zu bestimmen und durch palaeobotanische Untersuchungen Aussagen über die Vegetation und Landwirtschaftsstrategien der Region zu treffen.

Der Sondageschnitt bei Grabungsende.
Die dunklen Ablagerungen zeigen die Gräben des hydraulischen Systems mit einem hohen Anteil organischen Materials (Foto J. Martín-Rincón).

Diese Strategien der Landschaftsveränderungen und Ressourcennutzung sind eng mit der Landwirtschaft verbunden. Die Domestikation von Kulturpflanzen und verbesserte landwirtschaftliche Techniken waren für die Entwicklung komplexer Gesellschaften von zentraler Bedeutung, insbesondere bei der Konzentration und Umverteilung von Ressourcen. Bevölkerungswachstum und die Konsolidierung von Produktionszentren waren entscheidend bei der Ausbildung der intensiven Handelsverbindungen, die den Isthmus von Panama prägten.

Die präkolumbischen Gesellschaften  hatten genaue Kenntnisse der Klima- und Umweltbedingungen, die durch die saisonale Überschwemmungen und zyklische Ereignisse bestimmt werden. Sie bauten ein System von Kanälen, mit denen die Wasserfluten der Flüsse und Bäche des pazifischen Tieflands von Panama während der Regenzeit reguliert wurden. Zugleich garantierte es ausreichende Feuchtigkeit während der trockenen Perioden des Jahres. Die Hochbeete schufen die nötigen, vor Überschwemmungen geschützten  Anbauflächen; die Kanäle wurden wahrscheinlich als eine wichtige Quelle aquatischer Ressourcen genutzt.

Das Projekt wird von der Foundation for Research on Ancient Panama finanziert. Beteiligt ist weiter das Römisch-Germanische Zentralmuseum, an dem Dr. Rainer Schreg beschäftigt ist. Er ist an der Auswertung der Luftbilder beteiligt und bringt eine umweltarchäologische Perspektve ein.
Die renommierte paläoökologische Forschergruppe des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI), die von Dr. Dolores Piperno geleitet wird, führt Pollen- und Phytolithenanalysen durch. Ebenso beteiligt ist Dr. Richard Cooke (STRI) der mit seinen profunden Kenntnissen der präkolumbischen Archäologie Panamas das Projekt begleitet und unterstützt.
Das Labor für Archäologie der Universidad del Norte und seine Spezialisten haben die erste Feldkampagne durchgeführt, bei der Probenmaterial für verschiedene Analysen gesammelt wurde. Dadurch konnte inzwischen eine Altersbestimmung (rund zweitausend Jahre vor heute) gewonnen werden. Surveys identifizierten ein Siedlungsareal, das mit dem Feldsystem verbunden scheint, wie weitere präkolumbische Fundstellen in der Umgebung. Sie geben Einblicke in den komplexen Prozess der vorspanischen Besiedlung dieser Region von Panama, die archäologisch zum Großraum Darien zählt und enge Verbindungen zum nordwestlichen Kolumbien zeigt.
Bei den Feldsystemen handelt es sich offenbar um eine effiziente Strategie der Anpassung an die lokalen Bedingungen. Angesichts der heutigen, niedrigen landwirtschaftlichen Produktion in dieser Region ist dies von besonderem Interesse. Es ist heute eine unwirtliche Landschaft mit schweren jährlichen Überschwemmungen, aber fruchtbaren Böden. Die Menschen der Vergangenheit transformierten die Landschaft, intensivierten die landwirtschaftliche Produktion und sicheten ihre Präsenz in dieser weiten und abwechslungsreichen Region.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Erste Sondagen auf raised fields in Panama

Grabungsschnitt durch raised fields, Juni 2011, Foto J. Martín-Rincón
Juan Guillermo Martín-Rincon, von der Universidad del Norte in Kolumbien hat eben eine erste Kampagne auf den erst vor kurzem per GoogleMaps entdeckten raised fields (Hochbeete) an der Pazifikküste von Panama abgeschlossen.
Erste Begehungen, die Juan mit Kollegen im März durchgeführt hatte, bestätigten den Verdacht, dass es sich bei den im Luftbild erkannten Strukturen um raised fields handelt. Erstmals konnte damit zwischen Kolumbien und Guatemala diese spezielle Landnutzungsform nachgewiesen werden, die sich die regelmäßigen Überschwemmungen in Flußniederungen und Seeufern zunutze macht.


Bei den Sondage wurde nun ein langer Schnitt gegraben, der ein Profil durch mehrere Hochbeete freilegte. Erkennbar sind relativ steile Übergänge zwischen den Hochbeeten und den dazwischen liegenden Kanälen, die mit dunklem Sediment verfüllt sind. Im Vergleich zum heutigen Geländerelief waren die Felder einst deutlich stärker profiliert.
Surveys konnten in der Umgebung anhand von Keramik und Mahlsteinen (metates) mehrere Siedlungen nachweisen. Die Schnitte wurden für 14C-Datierungen und für Pollen- wie Phytolithenanalysen beprobt.

Eine wissenschaftliche Publikation ist in Vorbereitung.

(kl. Korr. 3.9.2011)

Dienstag, 19. Oktober 2010

Altfluren in Panama

Ich habe schon wieder Altfluren gefunden. Dieses Mal in Panama.
Raised fields,
possibly of pre-Columbian times
at the Pacific coast east of Panama City
(R. Schreg)
Die Überlegungen zur "Archäonik" hatten mich mit den Altfluren im Amazonasgebiet (Franz. Guyana, Brasilien, Bolivien) und in den Anden konfrontiert und so die Frage aufgeworfen, ob es so etwas nicht auch in Panama gäbe. In der Literatur finden sich keine Hinweise. Nur über einen Bericht im Kontext der schottischen Kolonie Caledonia an der panamaischen Karibikküste bin ich gestolpert. Hier wurde 1699 beschrieben, dass die Einheimischen "plant their Mari, a kind of Corn something like wheat, upon little hillocks, at a little distance one from another." Diese Beschreibung trifft gerade auf die raised fields zu, die in vielen Regionen Amerikas anzutreffen sind - in Yucatan, ebenso wie am Amazonas und in den Anden.
Nun habe ich eben die wenigen hoch auflösenden Bilder aus Panama durchgesehen, die in GoogleMaps verfügbar sind und voilà: raised fields - nicht an der Karibikküste, sondern in einiger Entfernung östlich von Panama City an der Pazifikküste.




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