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Donnerstag, 27. August 2026

rein - raus - Gold weg: Nächster Goldschatz geklaut

Nach Manching und Vix ist der nächste Goldschatz  weg. 

Der Schatz von Villena war im Museum Alicante [Korrektur 29.8.26: Villena] ausgestellt, bis er am frühen Morgen a, 27.8.2026 gestohlen wurde, nebst einigen anderen Goldobjekten des Museums - und unter Zurücklassung des Silbers und hoffentlich auch der Eisenfunde. Unter den fat 60 Objekten des größten bronzezeitlichen Hortfundes finden sich nämlich auch ein paar Stücke der ältesten Eisenfunde.

Goldschatz von Villena
(Foto: Ángel M. Felicísimo , CC BY 2.0] via Wikimedia Commons]

 

Die Goldobjekte, vor allem Schalen und Miniaturgefäße, aber auch Schmuck gehörten zu den ganz herausragenden Funden der Bronzezeit. Der Hort wurde 1963 bei archäologischen Untersuchungen gefunden, wurde also nicht schon bei der Auffindung von Räubern zerstört. 

2024 wurde der Schatzfunde aus einem Banktresor in das neu gestaltete Museum der Stadt überführt. Die Polizei vermutet eine auf Kulturgut spezialisierte Bande hinter dem Raub. 

Möge man die Typen einkasteln, bevor sie die Objekte eingeschmolzen haben. Aber wahrscheinlich ist das schon zu spät... 

Literatur

  • G. Atiénzar,/ M. Hernandez/ V. Barciela, The Treasures of Villena and Cabezo Redondo. In: H. Meller/ R. Risch/ E. Pernicka (Hrsg.),  Metalle der Macht - frühes Gold und Silber. 6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Tagungen Landesmus. Vorgesch. Halle 11  (Halle 2014) 593–610 . - ISBN 978-3-944507-13-2

Änderungsvermerk 29.8.2026: Ich hatte irrtümlich das Museum in Alicante verortet. Es befindet sich in Vilena am Fundorte, etwa 40 km NW von Alicante.

Sonntag, 8. Juli 2018

Schlag gegen internationale Antikenhehler: Operation Demetra

Am 4.7. hat die italienische Polizei an mehreren Orten in Italien, aber auch in Großbritannien, Spanien und Deutschland zugeschlagen und Hausdurchsuchungen und 23 Verhaftungen vorgenommen. In Deutschland wurde ein in Ehingen an der Donau wohnhafter Italiener festgenommen, zudem würde gegen zwei Münchner Auktionshäuser ermittelt. In London wurde ein Kunsthändler verhaftet, der in Bezug auf das Thema Raubgrabungen und Antikenhandel  schon früher aufgefallen ist (s.u.). In Italien fanden zahlreiche Verhaftungen in Turin und in Ravanusa im südlichen Sizilien statt.
Gehandelt wurde mit Raubgrabungsfunden aus Piemont, Kalbrien, Apilien und Sizilien. Etwa 20.000 Objekte wurden sicher gestellt, deren Marktwert auf 40 Mio € geschätzt wird. Sichergestellt wurden auch gefälschte Herkunftsnachweise.
Der in diesem Zusammenhang in den Medienberichten genannte bei London verhaftete Kunsthändler ist schon 2017 aufgefallen:


(Foto: R. Schreg, 2013)




Mittwoch, 15. Mai 2013

Archäologie in der Krise: Spanien

Sparzwänge und Wirtschaftskrise lassen vielen Politikern die Denkmalpflege und die Archäologie als lästiges Übel erscheinen (siehe z.B. NRW oder Brandenburg).
In Madrid bastelt die Regierung an den Bau- und Denkmalschutzbestimmungen herum, um Bauspekulationen zu erleichtern. Durch eine Änderung von Fristen und Zuständigkeiten sehen Archäologen und Denkmalschützer das kulturelle Erbe in Gefahr und haben eine Petition gestartet:
Weitere Links (bislang leider nur spanisch):

Samstag, 6. August 2011

Operation Necropolis - Spanische Guardia Civil verhaftet Raubgräber

Wie das spanische Innenministerium bekannt gab, wurden vergangene Woche 12 Raubgräber verhaftet und bei Hausdurchsuchungen rund 9.000 archäologische Fundstücke sicher gestellt. Die Bande hatte die römischen und mittelalterlichen Fundstellen im Raum Valencia jeweils im Morgengrauen mit Hilfe von Metalldetektoren geplündert.

Links