Mittwoch, 17. Juli 2024

Das gemeinsame österreichisch-bayerische Positionspapier zu Funden aus der NS-Zeit

Eine gemeinsame AG des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und des österreichischen Bundesdenkmalamts hat am 10.7.2024 im Dokumentationszentrum auf dem Obersalzberg ein Positionspapier zum Umgang mit Funden aus der NS-Zeit vorgestellt.

Hintergrund ist, dass sich die Archäologie der Moderne in den letzten Jahren nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit den Hinterlassenschaften der NS-Zeit in Deutschland und Österreich etabliert hat. Einerseits sind hier viele Maßnahmen und Projekte der Archäologischen Denkmalpflege in zahlreichen deutschen Bundesländern, andererseits aber auch eine zunehmende Bedeutung in der univeritären Forschung und Lehre zu verzeichnen, wie das insbesondere Claudia Theune an der Universität Wien voran getrieben hat.

Das Positionspapier ist mit einer einzigen Seite betont kurz und stellt nur einige Thesen auf.  Die Notwendigkeit der Erhaltung, der qualifizierten Erfassung, Dokumentation und Erforschung dieser Bodendenkmale begründet das Papier mit fünf Punkten:

  • der historischen Einmaligkeit des Holocausts
  • der Bedeutung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit der NS-Diktatur
  • der intentionellen Auswahl erhaltener schriftlicher und bildlicher Überlieferung
  • dem Ende der Generation der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
  • der Einmaligkeit archäologischer Quellen

Der letzte Punkt verweist auf den Quellenwert der Funde und deren wissenschaftliche Aussagekraft, was aber in der Kürze des Papiers nicht weiter ausgeführt wird. Erläuternd wird nur etwas abgehoben formuliert: "Denkmalbegriff und Arbeitsweise der Bodendenkmalpflege und Archäologie bieten Grundlagen für ein im Raum skalierbares und ganzheitliches Verständnis struktureller und systemischer Zusammenhänge. Methoden der Archäologie und assoziierter Wissenschaften sind geeignet, die textliche, mündliche und bildliche Überlieferung zu objektivieren, zu vervollständigen und zu erklären. Archäologische Strukturen und Objekte erschließen neue Bedeutungen. Sie reichen über herkömmliche Interpretationen und gängige Denkmalwerte hinaus und sind bei der Beurteilung der materiellen Überlieferung einzubeziehen („forensischer Wert“, „empathischer Wert“ i.S. Alterswert nach Riegl)."

So kurz und wenig selbsterklärend das Papier ist, die Vorstellung auf dem Obersalzberg schint das Ziel erreicht zu haben. Mit der offiziellen Vorstellung des bereits in den Oktober 2023 datierten kurzen und spröden Positionspapiers in einem internationalen Rahmen, in den auch der bayerische  Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU), der Generalkonservator Mathias Pfeil vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beteiligt waren, sind zahlreiche Medienberichte erschienen, die das Thema dann genauer und anschaulicher darstellen.

Hervorzuheben ist vor allem ein Artikel des Standard:

Der Standard, aber auch andere Berichte verweisen auf das Beispiel archäologischer Funde von Schloß Hartheim bei Linz, wo zwischen 1941 und 1944 rund 30.000 Menschen ermordet wurden - psychisch Kranke, aber auch Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. 2001 wurden bei Bauarbeiten für eine Fernwärmeleitung rund 8.000 Objekte gefunden, wie zum Beispiel Brillen, Broschen, Rosenkränze, Wallfahrtsanhänger, Parteiabzeichen, Zahnbürsten, Kämme, Seifen, Geschirr und auch Identifikationsmarken ermordeter KZ-Häftlinge. Sie sind vielfach der entscheidende Beleg ihrer Ermordung in Hartheim und somit wichtig, die Schicksale der Opfer des NS-Terrors zu rekonstruieren. Sie zeigen plastisch, dass NS-Morde nicht nur "die Anderen" betroffen haben, sondern, dass diese Ideologie vor Keinem Halt macht. Die archäologischen Funde illustrieren die verschiedenen Opfergruppen. Mehr als hundert Rosenkränze weisen darauf hin, dass auch Katholiken ermordet wurden, ein teurer Lippenstift macht deutlich, dass auch Frauen aus wohlhabenden Kreisen zu den Opfern gehörten.

Dass das Eigentum von Opfern eines verbrecherischen Regimes, die hier mishandelt und ermordet wurden, nicht einfach als Müll entsorgt werden können ist leicht einzusehen. Anders steht es um die Täterfunde, etwa vom Obersalzberg.  Sie werden allzu leicht zu NS-Devotionalien und sind deshalb von irren Sammlern heiß begehrt. Erst vor wenigen Tagen sind wieder Objekte aus der Gedenkstätte Flossenbürg gestohlen worden.

Zweifellos kommt auch ihnen ein Erinnerungswert zu, der jedoch eine Kontextualisierung voraussetzt. Insofern ist Jürgen Kunow zu widerprechen, der Funde der Archäologie der Moderne als Beleg sieht, dass archäologische Funde auch ohne wissenschaftliche Fragestellung ein denkmalpflegerisch bedeutender Erinnerungswert zukommen kann (Kunow/ Rind 2022, #). Das ist prinzipiell richtig, aber ohne wissenschaftliche Kontextualisierung bewirkt die Banalität des Täteralltags eine Relativierung der Verbrechen und ohne sie gewinnen die Funde in entsprechenden Kreisen einen unangemessenen Reliquien- und Devotionalienstatus. Es ist tatsächlich erst der wissenschaftliche Zugang und der Quellencharakter, der eine denkmalpflegerische Betreuung rechtfertigt. Erinnerungsarbeit ohne wissenschaftlichen Anspruch läuft Gefahr, dass sie sich vor irgendeinen politischen Karren spannen lässt.

 

"Obersalzberg.- Adolf Hitler beim Lesen im Haus Wachenfeld, 1936"
Alltagsgegenstände auf dem Obersalzberg
Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1973-034-42 / Heinrich Hoffmann / CC-BY-SA 3.0)


Die Funde der NS-Zeit verweisen auf die Notwendigkeit der Kontextualisierung. Opfer wie Täter verwendeten Zahnbürsten. Sind  nun Täterfunde anders zu behandeln als Opferfunde?

Lohnt es sich in Täterfunde Geld zu investieren? Unter dem Bericht in den Salzburger Nachrichten findet sich ein Kommentar, der in seiner Kürze deutlich macht, dass gegenüber der Öffentlichkeit hier ein Erklärungsbedarf besteht.

Wann hört diese Devotionalienklauberei eigentlich mal auf? Der rechte Rand unserer Gesellschaft muss politisch bekämpft werden! Das schafft man nicht mit alten Scherben und Lederschuhen! (https://www.sn.at/salzburg/chronik/funde-obersalzberg-zeit-fuehrers-zahnbuersten-rosenkraenzen-161560363)

Fundstellen der Moderne sind zahlreich und liefern oft auch Massen an Funden. Lagerung, aber auch die Konservierung der Funde - oft aus irgendwelchen Kunststoffen hergestellt, deren genauen Materialeigenschaften nach Jahrzehnten der Bodenlagerung völlig unbekannt sind - bieten hier besondere Herausforderungen und verlangen nach einer klaren Strategie im Umgang mit ihnen.

In einem Interview mit dem Spiegel formuliert Stefanie Berg vom BLfD das mögliche Vorgehen plastisch:

"Wenn wir an einem Ort 1000 Gasmasken finden, dann genügt es natürlich, wenn wir das dokumentieren und eine Maske aufbewahren. Wenn es um Besitztümer von Opfern geht, tue ich mich schwer mit der Entsorgung. Oft handelt es sich ja um die letzten Habseligkeiten und Erinnerungen an diese Menschen, da tragen wir eine große ethische Verantwortung."

Claudia Theune erinnert daran, dass es in Archiven gang und gäbe ist, eine Auswahl dessen zu treffen, was aufbewahrt werden soll und anderes zu kassieren. In der Archäologie ist dieser Gedanke ungewohnt - wiewohl gängige Praxis - allerdings mit völlig unreflektierten Kriterien. Ein aktuelles Forschungsvorhaben zur spätmittelalterlichen Keramik hier in Bamberg sieht sich aktuell damit konfrontiert, dass man vermutlich glasierte Keramik als vermeintlich neuzeitlich einfach undokumentiert weggeworfen hat. Man muss sich hier an potentiellen Fragestellungen orientieren, die aber bisher nur vage bleiben, da noch kaum wissenschaftliche Arbeiten vorliegen.

Der Quellenwert

In einem Interview mit dem Spiegel stellt Stefanie Berg vom BLfD fest:

"Archäologische Funde sind objektiv, sie irren sich nicht und fügen den schriftlichen und mündlichen Überlieferungen manchmal sogar bisher Unbekanntes und Überraschendes hinzu."

Das ist natürlich nur begrenzt richtig, denn archäologische Funde können sehr wohl falsch und subjektiv sein, weil Kontexte fehlen können und Formationsprozesse (vgl. Archaeologik) selektieren. Zudem können Funde natürlich falsch oder subjektiv interpretiert werden - und archäologische Funde müssen immer interpretiert werden.

Wann und unter welchen Umständen wird der Müll zur Quelle? Wann haben archäologische Funde einen eigenen Quellenwert, wann dienen sie nur der Illustration dessen, was wir eh schon wissen?

Zunächst: Die Illustration dessen, was wir eh schon wissen (sollten), ist in Zeiten, in denen Politiker mit NS-Sprüchen auf Stimmenfang gehen, in denen Holocaustleugnung und Naziverherrlichung zunehmen, zudem aber auch die Zeitzeugen wegsterben, eine nicht zu verachtende Funktion archäologischer Funde. In der Archäologie der Moderne treten neben die wissenschaftlichen Aspekte der Forschung auch der Erinnerungskultur und der politischen Bildungsarbeit - bisweilen auch eher forensische Aspekte. Dieser Erinnerungswert entsteht allerdings nur durch die wissenschaftliche Methodik und wissenschaftliche Kontextualisierung - ansonsten werden sie bestenfalls Reliquien und Fetische.

Noch immer wird allerdings die Frage nach der Bedeutung der Archäologie in der Moderne, aber auch für das Mittelalter gestellt - und implizit unterstellt, das sei Unsinn. Das kommt nicht nur aus der Gesellschaft, sondern durchaus auch aus dem Kreis von Kolleginnen und Kollegen, deren weitgehendes Schweigen nicht bedeutet, dass sie überzeugt sind, dass die Archäologie zu diesen Perioden sinnvoll und wichtig ist. Der Wert kann der Archäologie der Moderne aber nur abgesprochen werden, wenn man es als ihr Ziel sieht, Traditionen und Identitäten zu stiften.

In der Archäologie der Moderne geht es jedoch primär um ein kritisches Narrativ, um das Hinterfragen von Mythen, von Parallelüberlieferungen und auch um die Gesellschaftskritik. In der Archäologie wurden Narrative, bisher nur mangelhaft und oft nur oberflächlich diskutiert. Die mangelnde Reflektion führt dazu, dass die Archäologie noch immer in dem alten Muster der traditionalen oder bestenfalls genetischen Meistererzählung feststeckt, das kritische Narrativ aber kaum verfolgt wird  (vgl. Schreg 2016; Archaeologik 3.12.2013).

In der Konfrontation mit der schriftlichen Überlieferung oder den Erinnerungsberichten können Funde der NS-Zeit jedoch auf Diskrepanzen hinweisen oder neue Blickwinkel eröffnen. Wichtig ist dabei aktuell vor allem auch die Konfrontation mit rechten Mythen der Verharmlosung oder gar Leugnung des Holocaust, die oft das Ziel hat, antidemokratische und menschenfeindliche Ideen zu legitimieren. Erinnert sei hier an den Beitrag der Archäologie bei der Widerlegung der hohen Opferschätzungen der Todesopfer bei den Luftangriffen auf Dresden, die rechter Propaganda entstammen (vgl. Archaeologik 13.2.2020). Ein genuiner eigener Quellenwert archäologischer Funde der NS-Zeit ergibt sich vor allem aus deren 'kritischem Potential', aber auch in deren Bedeutung für die chronologische Einordnung und vielfach auch für die Erkenntnis größerer kulturgeschichtlicher Zusammenhänge.

Wie Stefanie Berg sagt, zeigen die Funde in der Tat häufig "bisher Unbekanntes und Überraschendes", was  es aber schwierig macht, den Quellenwert im Voraus exakt zu bestimmen. Das Unbekannte und Überraschende ergibt sich aus dem, was andere Quellen nicht spiegeln oder wo erst eine Kombination Zusammenhänge erkennen lässt. Die wissenschaftliche Kontextualisierung erfolgt aus dem archäologischen Kontext und - wie das in der historischen Archäologie Standard sein sollte - aus der Kombination mit Schriftquellen und Baubefunden. Erst, wenn man diese Quellen erforscht und sie kontextualisiert, ergibt sich ein Quellenwert. Bisweilen sind die Funde Illustration, bisweilen Bestätigung, vielfach aber auch Augenöffner für neue Perspektiven.  


Links

In der Einschätzung unberücksichtigt blieben einige weitere Artikel, die hinter einer PayWall stehen:

Zu Schloß Hartheim:

Diebstahl in Flossenbürg

Literaturhinweise

  • Eigelsberger et al. 2023: P. Eigelsberger / S. Loistl / F. Schwanninger (Hrsg.), Fundstücke 1 (Alkoven 2023).
  • Haubold-Stolle 2020: J. Haubold-Stolle (Hrsg.), Ausgeschlossen - Archäologie der NS-Zwangslager. Stiftung Topographie des Terrors / Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide [Gastgebende Institution] (Berlin / Berlin 2020).
  • Kunow / Rind 2022: J. Kunow / M. M. Rind, Archäologische Denkmalpflege. Theorie - Praxis - Berufsfelder. Uni-Taschenbücher nr. 5705 (Tübingen 2022). 
  • Schreg 2016: R. Schreg, Narrative und Rezeption. In: B. Scholkmann / H. Kenzler / R. Schreg (Hrsg.), Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Grundwissen (Darmstadt 2016) 146–148.

Freitag, 28. Juni 2024

3 Mio DM für Raubgut

Am 13.Juni 2024  unterschrieben der italienische Kultusminister Genaro Sanguliano und Kulturstaatsministerin Claudia Roth die Übergabevereinbarung für 25 archäologische Objekte. 1984 hat die Berliner Antikensammlung - heute Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 21 rotfigurige Vasen aus Unteritalien für die stolze Summe von drei Millionen D-Mark im Schweizer Kunsthandel erworben. Wie so häufig war die Angabe "aus Genfer Familienbesitz" falsch und diente der Verschleierung der Provenienz aus Raubgrabungen der 1970er Jahre.

Rhesos-Krater, ehemals Antikensammlung Berlin
(Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung /CC BY-SA 4.0
via
https://id.smb.museum/object/677302/apulischer-volutenkrater)

Tatsächlich sind viele der Funde in den Unterlagen des verurteilten Antikenhehlers Giacomo Medici auf Fotos noch grabungsfrisch  zu erkennen.

Leider gar nicht ungewöhnlich die Geschichte.

G
M
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Y
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Dienstag, 25. Juni 2024

Fundzettel aus der Archäologenhölle

Vor Jahren gab es hier eine Rubrik: Unbraucbare Fundzettel.

Heute gibt es einen Nachtrag:

(Foto: R. Schreg)

Links


 



Donnerstag, 6. Juni 2024

Hochwasser in Regensburg – was wir aus der Geschichte lernen können

ein Gastbeitrag von Iris Nießen 

Das Hochwasser in Regensburg hat am Messpunkt der Eisernen Brücke am 02. Juni 2024 die Meldestufe 4 und in den folgenden Tagen einen Wasserstand von 6 m über Pegelnull erreicht. Die Stadt Regensburg war in ihrer Geschichte häufig von Hochwasserereignissen betroffen, die das Ausmaß diesen Jahres deutlich überstiegen. Archäologische und schrifthistorische Quellen ermöglichen es, die Höhe der vergangenen Hochwasserereignisse zu rekonstruieren und zeitlich einzuordnen. Diese Daten können wichtige Anhaltpunkte bieten, um die aktuellen Ereignisse einzuordnen.

 

Regensburg hatte in der Vergangenheit Wasserstände von über 11 m über Pegelnull

Das letzte große Hochwasser in Regensburg im Juni 2013 erreichte mit 7,3 m über Pegelnull einen noch höheren Wasserstand als dieses Jahr und überschwemmte unter anderem die damals laufenden archäologischen Ausgrabungen am Regensburger Donaumarkt, dem heutigen Standort des Museums der Bayerischen Geschichte. Die Ausgrabung selbst ist eine wichtige Quelle für vergangene Überschwemmungshorizonte aus dem Mittelalter. Eine Auswertung der archäologischen Befunde und der Schriftquellen aus Regensburg zeigt, dass es während des Mittelalters Wasserstände von bis zu 11,6 m über Pegelnull gegeben hat. Hierzu gehören unter anderem eine Überspülung der Steinernen Brücke im Jahr 1284 und Hochwasser bis an die Treppen des Domes im Jahr 1235/36. Diese liegen damit höher als die überlieferten Extremhochwasser der Neuzeit, beispielsweise 1784 mit 8,4 m über Pegelnull und 1845 mit 7,5 m über Pegelnull, was einem HQ100 (einem im Schnitt alle hundert Jahre wiederkehrenden Hochwasser) entspricht. Die Analyse von archäologisch erfassten Überschwemmungsschichten zeigt im Vergleich zu der schriftlichen Überlieferung, dass die Schriftquellen sehr lückenhaft sind und offenbar nur vereinzelte Extremereignisse dokumentieren. Bei der Beurteilung der Schwere der Hochwasserereignisse und der Wasserstände muß die fachspezifische Quellenkritik jeweils beachtet werden. Bei den historischen Pegelständen sollte darüber hinaus bedacht werden, dass die Donau noch nicht begradigt war und eine niedrigere Flusssohle besaß. 

Regensburg im Juni 2013; vollständig überschwemmtes Grabungsareal am Donaumarkt
(Foto: Archaios GmbH; Nießen/Wollenberg 2019, Abb. 1).


 

 

Eigentlich sind Winterhochwasser typisch für Regensburg

Regensburg hat aufgrund seiner geografischen Lage ein starkes Risiko für schwere Winterhochwasser, da die nordbayerischen Zuflüsse Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen ihr Niederschlagsmaximum im Winterhalbjahr haben. Damit unterscheidet sich die Situation in Regensburg stark vom Süden Bayerns. Witterungsklimatisch sind folgende Risikofaktoren für Regenburg typisch: 

  1. plötzlich einsetzendes Tauwetter mit Schneeschmelze, 
  2. Warmlufteinbruch mit Dauerregen auf Schneedecke und gefrorenem Boden, 
  3. starke Wasserführung von Naab und Regen gemeinsam mit der sommerlichen Haupthochwasserwelle der Donau. 

Tatsächlich sind durch Schriftquellen über 30 schwere Winterhochwasser in Folge von Schneeschmelze und plötzlich einsetzendem Tauwetter, teils verbunden mit Eisgang, für den Zeitraum des 12. bis 19. Jahrhunderts überliefert - wohingegen schwere Sommerhochwasser aufgrund starker Regenfälle lediglich für die Jahre 1210, 1275, 1295 und 1501 überliefert sind. Der Bau der Steinernen Brücke 1135-1146 dürfte die Hochwasserlage noch verschärft haben, da sich an der Brücke das Eis staute und so die Stadt überschwemmt wurde. Die entlang der Donau verlaufende Stadtmauer diente damals auch dem Hochwasserschutz und verhinderte das Eindringen von Schlamm und Eis in die Stadt - eine Funktion, die heute portable Spundwände übernommen haben.

 

Regensburg: Verwüstungen durch den Eisgang am 28./29. Februar 1784
(Stich von Johan Mayr, Stadtarchiv München DE-1992-HV-BS-B-11-43 via WikimediaCommons)

 

Über- und Unterspülung der Donauinseln (Wöhrde)

Die Regensburger Donauinseln waren schon immer von Hochwasser besonders gefährdet. Hier siedelten Fischer, Müller und Handwerker im suburbanen Bereich vor der Stadt. Heute sind die Wöhrde weitgehend überbaut und Teil der Stadt. Das überlieferte Hochwasser von 1304 zeigt wie stark die Flussinseln von Überschwemmungen betroffen sein konnten. Das Hochwasser zerstörte Teile der Donauinseln stromaufwärts der Steinernen Brücke, wodurch sich der Flusslauf veränderte. Es strömte nun mehr Wasser in das tiefer liegende Flussbett bei Stadtamhof, wodurch die Regensburger Schifflände trocken zu fallen drohte. Für die Regensburger war dies eine echte Umweltkatastrophe mit wirtschaftlichen Folgen. Aus diesem Grund errichteten die Regensburger an der Spitze des Oberen Wöhrdes ein Beschlächt (sog. Wöhrloch). Dieses sollte den Wasserfluss kontrollieren und sorgte wieder für mehr Wasser für die Mühlen und den Hafen an der Stadtseite. Dieses Wasserbauwerk war in der Folge immer wieder ein Streitpunkt zwischen Stadtamhof (Bayerisches Herzogtum) und der Freien Reichsstadt Regensburg. Allgemein waren die Regensburger durch den Bau der Steinernen Brücke schon früh dazu gezwungen, Wasserbau zu betreiben, da es für die Brücke notwendig war, den Fluss im vorgesehenen Flussbett zu halten. Die Ausgrabungen am Regensburger Donaumarkt zeigen verschiedene Uferbefestigungen bereits ab dem frühen Mittelalter.

 

Orientierungswissen für heute

Forschungen zu vergangenen Hochwassern sowie der historischen Umgestaltung von Auen und Flüssen bieten ein wichtiges Orientierungswissen für heute und sollten in hochwasserpolitische Entscheidungen einbezogen werden. Viele wasserbauliche Strukturen haben ihre Ursprünge im Spätmittelalter und der Neuzeit und zeigen Pfadabhängigkeiten zu heutigen Problemen im Wasserbau und den Nutzungskonflikten auf. 

 

Höhenangaben zu Hochwassern in Regensburg. Abkürzungen: MNW: mittlerer niedrigster Wasserstand; MW: mittlerer Wasserstand; MHW: mittlerer höchster Wasserstand
(Nießen/Wollenberg 2019, Abb. 11).

 

Ein aktuelles Projekt, das von der DFG gefördert wird, forscht derzeit zur vorindustriellen Überprägung von Flüssen und Auen im Einzugsgebiet von Rhein, Donau und Elbe. Das Schwerpunktprogramm „Auf dem Weg zur Fluvialen Anthroposphäre“ untersucht mit sieben Teilprojekten deutschlandweit die komplexen Mensch-Natur Wechselwirkungen an Fluss und Aue: https://www.physes.uni-leipzig.de/fluviale-anthroposphaere

 

Die Textinhalte und Quellennachweise (archäologischen Quellen, quantitative Erfassung der Schriftquellen zu Hochwasser in Regensburg) sind ausführlich publiziert in:

  • Iris Nießen/Doris Wollenberg, Aus Fluss wird Stadt – Die Stadtentwicklung im Osten von Regensburg im Fokus von Hochwassern und Landgewinnung. In: D. Schneller / G. Lassau (Hrsg.), Erdbeben, Feuer, Wasser und andere Katastrophen. Ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung und Stadtgestalt im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit (Basel 2019) 1-25. Volltext unter: https://www.denkmalpflege.bs.ch/dam/jcr:14d886e5-15e9-41b1-ae90-1021ac55d298/Pub_Erdbeben_Feuer_Wasser_2019_Web.pdf ISBN 978-3-03797-597-8
  • Iris Nießen, Donau – Ufer – Regensburg. Genese einer Ufersiedlung zum mittelalterlichen Stadtquartier. Die Ausgrabungen am Regensburger Donaumarkt / „Museum der Bayerischen Geschichte" 2009-10 und 2012-15. Regensburger Studien 29 (Regensburg 2023).

 

 



Iris Nießen hat mit einer mehrfach Preis-gekrönten Dissertation über die Ausgrabungen am Donaumarkt in Regensburg an der Universität Jena promoviert und arbeitet aktuell im SPP Fluviale Anthroposphäre. Ihr Interesse gilt der Umweltarchäologie und der archäologischen Kulturlandschaftsforschung.

 

Sonntag, 2. Juni 2024

Filshochwasser am 12. Mai 1853

Wieder gibt es Überschwemmungen in Süddeutschland. Wasserreiche Luft strömt östlich an den Alpen vorbei vom Mittelmeer nach Süddeutschland. Aktuell drückt die Luftströmung diese Wolken gegen die Alpen, so dass sie hier lange stehen bleiben und ausregnen.  Es ist dies eine Wetterlage, die oft gefährliche Hochwässer bringt, Die Hochwässer 2021 - in Erinnerung geblieben ist vor allem das im Ahrtal - und wohl auch das Jahrtausendhochwasser 1342 gehörten dazu (vgl. Archaeologik 20.7.2021).

Betroffen ist aktuell auch das Filstal, insbesondere gilt das für Uhingen und Ebersbach, aber aufgrund der Regenmassen auch die Ortschaften Holzhausen, Albershausen und Bünzwangen  besonders getroffen haben.

Obwohl Leute evakuiert und zuletzt in Ebersbach auch mit dem Helicopter gerettet werden mussten, ist das aktuelle Hochwasser noch relativ glimpflich. Obwohl man vielerorts unverandtwortlich in die Abflusschneisen und Auen gebaut hat, gibt es doch Wettervorhersagen, Warnapps, Rettungsdienste,, Regenrückhaltebecken und motorierites Gerät. Im Mai 1853 war das anders. Da gab es 40 Tote, 200 Stück totes Vieh und unzählige total zerstörte Gebäude. Das Wasser stand 1 m hoch in der Faurndauer Stiftskirche. 

Der Jebenhauser Pfarrer E. Dietrich berichtete über das Unweteer und schildere dabei die Situation in Faurndau:

„Der Morgen des 12. Mai war ein wahrer Frühlingsmorgen, so lieblich und warm, wie zuvor noch kein anderer in diesem Jahr über uns aufgegangen war. Gegen Mittag aber zogen sich in südwestlicher Richtung bedenkliche Wolken zu einem Gewitter zusammen. Und was noch bedenklicher war, es sammelte sich in gerade entgegengesetzter Richtung nach Nordost ein zweites Gewitter, allem Anschein nach noch heftiger als das erste. Beide stießen zusammen und nun fiel unter heftigstem Blitz und Donner ein wolkenbruchartiger Regen mit Hagel verbunden in solchen Strömen, daß das Wasser von allen Seiten brausend daherstürzte und Straßen und Bäche in einem Nu anfüllte und schwellte. So ging es über eine Stunde lang fort und man glaubte, das Toben der Elemente wolle sich legen. Aber zwischen 6 und 7 Uhr brach nun das nordöstliche Gewitter mit einer Wut aus, demgegenüber das erste noch unbedeutend war. Denn jetzt erst fiel ein Wolkenbruch ein, wie seit Jahrhunderten keiner erlebt worden ist. Man glaubte, die tiefe Nacht sei schon hereingebrochen, so finster war es, der Hagel fiel so dicht und massenhaft, daß die Vögel erschlagen, Fenster und Ziegel zertrümmert, die Felder aber so überschüttet wurden, daß noch am andern Tag alles wie unter einer Eisdecke lag. Faurndau, das bei jeder Wassernot als der ersten einer unter den Orten ins Gedränge kommt und erst in den letzten Jahren einen Schaden von 22000 fl zu tragen hatte, war diesmal zwischen eine doppelte Flut von zwei gefährlichen Seiten her eingeengt und mußte ihre zermalmende Kraft recht empfindlich fühlen. Von der Südseite her stürzte mit Ungetüm der Jebenhäuser Bach, der an diesem Abend unglaubliche Verheerungen anrichtete. Gleichwie 3 Brücken, die auf die Felder führten, zerstört wurden, so sind auch ganze und große Stücke Acker und Wiesen verschlammt und versandet oder ganz mitfortgenommen worden. Und schnell, blitzschnell, eh man sich nur versah, stand der ganze Ort von oben bis unten tief unter Wasser. Ach! da war nun aber eine Bestürzung und Not, ein Laufen und Rennen, ein Schreien und Drängen, daß es nicht zu sagen ist. Denn alles, Menschen, Vieh und Häuser, kam in die größte Gefahr. Was in den unteren Räumen war, mußte sich in höhere hinauf flüchten oder geflüchtet werden. Bis unter die Arme wateten Manns- und Weibersleute in den Häusern und Ställen herum, um noch dem Wasser zu entreißen, was es bereits zu verschlingen drohte: Betten, Kleider, Geld und Hausrat. Pferde und Rindvieh zog man mit Macht und unter viel Gefahr aus den Ställen heraus und brachte sie in die Stuben und auf die Bühnen hinauf. Wo es aber nicht gelang, wurden sie entweder von den Wellen fortgerissen, wie es bei 12 schönen Stücken der Fall war, oder aber sie standen in ihren Ställen bis um den Hals im Wasser und streckten nur noch mühselig und notdürftig die Köpfe draus hervor, in bebender Angst, jeden Augenblick ersäufet zu werden.

Und dieser Jebenhäuser Bach, soviel Angst und Not er über das arme Faurndau gebracht, war doch nur erst der Vorbote von einem andern, noch wütenderen Feind, der eben im Anzug war. Nämlich abends gegen 21 Uhr kam von der nordöstlichen Seite her der Marbach heran, und wie? Eine Lawine kann sich nicht schneller wälzen und brausender daherrollen; ein Bergsturz über eine schöne lachende. Landschaft hin kann nicht schauerlicher sein, als hier dieser Marbach von Rechberghausen her auf Faurndau zu. Zwar im allerersten Anfang wurde der über alle Begriffe furchtbare Bach durch den hohen und starken Eisenbahndamm etwas aufgehalten, aber nur kurz.

Denn rasch durchbrach er denselben bis auf 2000 Schuh (560 m) Länge und warf Schienen, Schwellen und Telegraphenstangen weithin über das Feld, riß auch sonst alles fort und drängte die Fils so fürchterlich in den Ort hinein, daß auch der FiIsdamm auf eine weite Strecke ganz zerstört war.


Jetzt erst ging die Not recht an und Menschen und Wohnungen kamen in gleiche Gefahr. Die Häuser, welche meist 8 bis 10 Schuh (2 bis 2,80 m) im Wasser standen und häufig nur noch das Dach über dasselbe erhoben, litten zum Teil großen Schaden, brachen zum Teil auch zusammen. Und die Leute auf ihren Bühnen hatten Todesangst und wußten nicht, wann sie von der gähnenden Flut verschlungen werden. Zumal eines armen Webers Familie ist schwer heimgesucht worden. Unten, hart an der Fils, stand das mit einer neuen Scheuer verbundene Haus des Webers Hösch, welcher seine Familie bei uns zu Land nicht mehr zu ernähren vermochte und daher voriges Spätjahr nach Amerika ausgewandert ist, willens, Frau und Kinder mit dem ihnen noch übrig bleibenden Erlös des verpfändeten Hauses nachkommen zu lassen. Und nun dies Häuslein, auf dessen glücklichen Verkauf die Hoffnung einer ganzen Familie stund, ist fast ganz zerstört und die Scheuer völlig mitgenommen worden. Die Leute selbst kamen dabei in solche Todesnot, daß eine alte, gebrechliche Ahne die Bühnenstiege herunterpurzelte und kaum noch gerettet werden konnte; eine 15jährige Tochter aber in der Angst und Einfalt ihres Herzens jammernd schrie, sie wolle ja gerne sterben, nur nicht im Wasser.

In noch größere Not kam ein Hausvater, der Bauer Säufferer. Am westlichen Ende des Ortes, am Mühlkanal, auf dessen beiden Seiten stehen zwei Sägmühlen einander gegenüber. Auf den Boden der einen flüchtete dieser Mann zwei Kühe und ein Pferd, während sein Weib im eigenen Hause jüngeres Vieh auf die Bühne brachte. Nachdem er es in Sicherheit glaubte, ging Säufferer selbst in des Sägmüllers Stube, kehrte aber in Sorge um sein liebes Vieh bald wieder um, nach demselben zu sehen. Doch kaum war er in seine Nähe gekommen, da stieß das Wasser mit neuem Ungestüm an und die Sägmühle borstete und brach mitten entzwei. Der arme Mann aber wäre schon von Balken und Klötzen erdrückt worden, doch sein Vieh, zwischen welches er sich hineingestellt, ward ihm zum Schild. Dagegen wurde er in die brausende Flut gestürzt, aber glücklicherweise hob ihn eine starke Welle hoch und warf ihn auf die andere Seite des Kanals, gerade an eine offene Türe der andern Sägmühle, wo er sich festhielt und rettete. Seine Kühe aber waren verloren. Nur sein Pferd, ein alter Rappe, durfte ein Wunder an sich selbst erfahren. Denn am andern Morgen, als Säufferer sein Vieh suchte, hörte er im Gebüsch das Stöhnen eines Pferdes. Es war sein Rappe, der matt und kraftlos, aber doch noch lebendig, ihm den nach Hilfe schmachtenden Kopf entgegenstreckte.

An der Sägmühle des Bürgers Kümmerle, dem allein 4200 fl Schaden zugefügt worden war, hat das Wasser seine Gewalt und Tücke besonders gezeigt, sie ist greulich zerrissen und zerschmettert. Weiter abwärts von der Sägmühle, unterhalb des Dorfes, wurden mitten in den schönsten Obstgärten haushohe Barrikaden von allen nur denkbaren Gegenständen, als da sind Baumstämme, Wägen, Pflüge, Leitern, Tische, Bettladen, halbe Mühlwerke usw. angeschwemmt und aufgetürmt.

Vier volle Tage hatte man zu schaffen, um dies fremde Eigentum, das in die verschiedensten Gemeinden gehörte, wieder wegzubringen.

Die Faurndauer Kirche würde uns bezeugen, daß sie in den 800 Jahren, die sie nun zum mindesten steht, ein größeres Gewässer nicht durchgemacht habe. Seit Menschengedenken hat noch kein Tropfen aus der Fils seine Schwelle auch nur berührt.

Diesmal aber stund das Wasser in seinen innersten Räumen bei 4 Schuh (über 1 m) hoch und hat nicht nur alles mit Schlamm bedeckt, sondern auch die hölzerne Einfassung um den Altar, den Deckel auf dem Taufstein weggeschoben und die Kirchenstühle zum Teil umgestürzt. Darum konnte an Pfingsten der Gottesdienst nicht in der Kirche, sondern mußte auf dem Kirchhof abgehalten werden."

  • E. Dietrich, Das Gewitter am 12. Mai 1853 sammt dem, was es im Filsthal angerichtet hat. Zum Gedächtniß dieses großen Schreckenstags zusammengestellt und zum Besten der Beschädigten herausgegeben (Ulm 1853), S. 37-44 (zitiert nach W. Ziegler, Faurndau 875 - 1975 (Faurndau 1974)).

Aufgrund des Klimawandels  wird prognostiziert, dass derartige Ereignisse an Häufigkeit und Heftigkeit zunehmen. 

Wie können wir Häufigkeit und Heftigkeit in der Vergangenheit einschätzen? Das ist schwierig, denn derartige Katastrophenereignisse haben es schwer, über längere Zeit in Erinnerung zu bleiben. Das führt oft zu einem falschen Sicherheitsgefühl und mangelnden Risikoabschätzungen.

Inzwischen bin ich beteiligt an einem großen, als Schwerpunktprogramm der DFG durchgeführten Forschungsverbund zur fluvialen Anthroposhäre,  Vor allem Bodenkundler, Geographen und Archäologen untersuchen hier die Wechselwirkung von Mensch und Fluß in Auenlandschaften - die je besonders überschwemmungsgefärdet sind. Von Bamberg aus untersuchen wir das Tal der Wiesent in der fränkischen Schweiz unter anderm mit der Frage, welche Flächennutzungen es gab und wie sie sich auf den Wasserabfluß und die Sedimente im Talgrund ausgewirkt haben. Archivarbeit wird mit der Arbeit im Gelände kombiniert.

Die Konsequenzen des Klimawandels sind letztlich nur abzuschätzen, wenn wir die langfristige Entwicklung sicher beurteilen können. 
Derartig detaillierte Zeugnisse wie das des Pfarrers Dietrich für das Filstal sind leider nicht so zahlreich und reichen leider auch nicht weit genug in die Vergangenheit.

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