Freitag, 30. Oktober 2026

RURALIA XVII: Living with Water - Beiträge gesucht

Die nächste Ruralia-Konferenz findet vom 13.-19. September 2027 im Grenzgebiet von Belgien und der Niederlande statt. Sie widmet sich dem Thema

“Living with Water: Opportunities and Constraints in Medieval and Post-Medieval Waterscapes”

Die XVII. Ruralia-Konferenz wird untersuchen, wie mittelalterliche und nachmittelalterliche Gemeinschaften in wasserreichen Umgebungen lebten, sich an diese anpassten, sie bewirtschafteten und veränderten.
Von Küstenlandschaften und Feuchtgebieten bis hin zu Flüssen, Kanälen und anderen wasserbasierten Netzwerken konnte Wasser sowohl eine Einschränkung als auch eine Chance darstellen. Ziel der Konferenz ist es, diese Beziehungen aus archäologischer Perspektive zu erforschen und gleichzeitig den Dialog und die Schnittmengen mit anderen Disziplinen zu fördern.

Wir laden zu Beiträgen ein, die Fallstudien, regionale Ansätze und vergleichende Analysen vorstellen und sich unter anderem mit folgenden Fragen befassen:

  • Landschafts- und Landnutzungsdynamik in Küstenregionen
  • Land gewonnen, Land verloren: die Urbarmachung von Feuchtgebieten
  • Kulturelle Wahrnehmungen und rituelle Praktiken im Zusammenhang mit Wasser
  • Rohstoffe
  • Siedlungen in wasserreichen Landschaften: räumliche Organisation
  • Wassermanagementsysteme
  • Wasserbasierter Transport und Netzwerke
  • Wasser als Lebensgrundlage
  • Außergewöhnliche Erhaltung, außergewöhnliche Herausforderungen

Weitere Informationen zum Call for Papers, zum Programm, zur Anmeldung und zu praktischen Abläufen werden in Kürze über die Homepage der RURALIA bekannt gegeben. 

 

RURALIA - European Association for Medieval and Post-Medieval Rural Archaeology

RURALIA ist eine internationale Vereinigung für die Archäologie mittelalterlicher (und neuzeitlicher) Siedlungslandschaften und des ländlichen Lebens. Es bietet eine europaweite Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Probleme der ländlichen Archäologie, um vergleichende und interdisziplinäre Studien zu stärken. Die Konferenz umfasst die Zeit vom frühen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Die Konferenzsprache ist Englisch. 
 

 

Internal Links

 

Donnerstag, 29. Oktober 2026

BaLISminK läuft wieder.

Die Neugier zu mittelalterlicher und neuzeitlicher Keramik kann wieder gestillt werden. BaLISminK ist zurück!

BaLISminK ist ein Wiki, offen im Zugang (OA), offen in der Mitarbeit. Es geht darum, unsere Kenntnis über mittelalterliche und neuzeitliche Keramik nach aktuellem Stand der Forschung darzustellen, zu systematisieren und für Einsteiger*innen in die Thematik aufzubereiten.

Es soll Laien, die Feldbegehungen machen, Anhaltspunkte zur Einordnung ihrer Funde bieten, Grabungsfirmen bei der Fundaufnahme helfen, Kolleg*innen als Nachschlagewerk dienen, Studierenden einen Einstieg in die Keramikforschung bieten und für Profis eine Forschungsplattform sein.

Neben den lexikalen Einträgen zu Terminologie, Warenarten, Werkstoffkunde, Handwerkstechnik, wissenschaftlichen Methoden und Forschungsressourcen bietet es (künftig) Lehrmaterialien.

Besonders sei auf das Fundstellenregest hingewiesen, das wichtige Referenzkomplexe erschließen möchte. Hier wäre es beispielsweise schon ein Anfang, für wichtige Fundstellen einen Eintrag zu erstellen, der wenigstens auf die einschlägige Publikation verweist.

BaLISminK ist work in progress. Vieles ist noch nicht perfekt, sondern soll sich unter Mithilfe Vieler entwickeln. 
 
Expert*innen sind eingeladen mitzuarbeiten. 
 
Promotion oder Master ist nicht erforderlich, nur etwas einschlägige Expertise - ggf. auch regional. Besonders gefragt sind Mitarbeiter*innen, die Informationen zu einzelnen Fundstellen (idealerweise auch mit lizenzierten Bildern) beisteuern können und die uns technisch unterstützen können. 

Augenblicklich hat BaLISminK einen Schwerpunkt in Süddeutschland, kann aber ggf. auch darüber hinaus ausgedehnt werden.


Wer mitmachen möchte, wende sich bitte per email an mich.

 


 

Interner Link

Freitag, 23. Oktober 2026

Bauernhäuser - archäologisch - bauforscherisch und ethnographisch

Pierre-Yves Laffont

Des agronomes aux archéologues. Le bâti paysan ancien en question, XIIe–XIXe siècle (France, Royaume-Uni, Italie)
Collection Mondes médiévaux 16

(Lyon: CIHAM-Éditions 2025).

ISBN 978-2-9585-8095-7 

504 Seiten, 71 Abbildungen

 Meine Rezension auf Franciarecensio: 

DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2026.3.116857

Sammlermotiv: "ein Gefühl von Macht und Erhabenheit"

Das Angebot eines vermeintlch frühbronzezeitlichen Dolchs auf ebay wird beworben mit:

"Erleben Sie ein Stück Geschichte mit diesem eindrucksvollen Bronze Vollgriffdolch aus der Frühbronzezeit (ca. 2000-1500 v. Chr.), ein authentisches Einzelstück für Sammler und Liebhaber. Das Dolch zeichnet sich durch seine hochwertige Verarbeitung und den Erhaltungsgrad "Sehr schön" aus, was es zu einem wertvollen Objekt für jede Sammlung macht. Das kunstvoll gefertigte Metallstück bestätigt seine Echtheit und verleiht jedem Betrachter ein Gefühl von Macht und Erhabenheit."*

Was für ein Stuß!

Generell sollte man als Käufer solcher Sachen bedenken, dass archäologische Funde auf dem Markt  (wenn's keine Fälschungen sind) meist aus Raubgrabungen stammen und statt Erhabenheit eher ein Gefühl von dumpem Kulturbanausentum vermitteln.

Donnerstag, 22. Oktober 2026

php-Probleme - auch BaLISminK noch unerreichbar

In der Programmiersprache PHP wurden zwei kritische Sicherheitslücken namens „PHP2Shell“ entdeckt, die es Angreifern ermöglichen, unbefugt die Kontrolle über Webserver zu übernehmen.  Die Schwachstellen wurden maßgeblich mithilfe moderner KI-Modelle von OpenAI und Google aufgespürt, wobei dieselbe KI-Technologie nun allerdings auch von Hackern genutzt werden kann, um ungeschützte Systeme in Sekundenschnelle automatisiert anzugreifen. 

Aus diesem Grund haben Behörden, Kliniken und Unternehmen weltweit zahlreiche Websites vorsorglich vom Netz genommen, um die Systeme zu isolieren, bis die am Mittwoch veröffentlichten Notfall-Sicherheitsupdates installiert sind.  Betroffen waren auch Wiki-Systeme, kurzzeitig war auch Wikipedia nicht erreichbar.

Bei Wikipedia läuft es wieder - aber unser BaLISminK, das Lehr- und Informationssystem zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik, ist aktuell noch nicht wieder zugänglich. Der IT-Service der Universität arbeitet dran, die Dinge wieder gesichert ans Laufen zu bringen.



BaLISminK-Screenshot
- sieht inzwischen schon etwas anders aus - wenn es nach php-Krise wider online ist

 

Solche Vorkommnisse werfen die Frage auf, ob eine totale Digitalisierung nicht zu große Risiken schafft. Schlaue analoge Techniken sollten nicht vergessen werden... 

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