Samstag, 24. Februar 2024

Politik, Propaganda und Geschäfte mit archäologischen Funden - 2 Jahre russischer Überfall auf die Rest-Ukraine

Vor zwei Jahren hat Russland die Ukraine überfallen. Aus russischer sichthat sie eigentlich nur die Rest-Ukraine überfallen, denn der Krieg begann schon 2014 mit der Annexion der Krim. Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht.  Der russische Umgang mit archäologischen Funden verrät einiges über die russischen Kriegsziele.

Im letzten Blogpost (Archaeologik 14.2.2024) zum russischen Krieg gegen die Ukraine standen die Zerstörungen im Mittelpunkt, die Plünderungen der Museen waren nur angedeutet.

 

"Sicherstellungen"

Auch dazu gibt es inzwischen zahlreiche Berichte, die indes in der augenblicklichen Situation kein abschließendes Urteil erlauben und kaum konkrete Objekte benennen. Im Januar 2014 hat Forbes versucht, eine Liste der berühmtesten in der Ukraine geraubten Kunstwerke zusammenzustellen, die aber kaum auf die Archäologie einging.

Bezogen auf archäologische Funde  ist bekannt, dass russische Akteure aus den Museen in Kherson, Mariupol und Melitopol entfernt haben. Nachdem Putin im Oktober 2021 über die besetzten und annektierten Gebiete der Ukraine das Kriegsrecht verhängt hat, "legalisierte" er damit auch eine "Sicherung" der Kulturgüter. Nach internationalem Recht ist dies nicht zulässig, doch wäre es für den Schutz der Objekte möglicherweise tatsächlich sicherer, so aus der Kampfzone heraus zu kommen. 
In Cherson wurden mindestens 10.000 Objekte aus dem Museum abtransportiert (vgl. Archaeologik 18.11.2022). Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sie nach Simferopol auf die Krim gebracht wurden, wo sie sich nun unter der Obhut des Zentralmuseums der Krim befinden. Aus Platzgründen sind die rund 10000 Objekte in der Konzerthalle untergebracht.

Im Mai 2022 sagten örtliche Beamte in Mariupol, russische Streitkräfte hätten mehr als 2.000 Kunstwerke aus drei Museen der Stadt geraubt, nachdem sie die Stadt erobert hatten. Die Objekte seien in die von Russland besetzte Stadt Donezk gebracht worden.

In Melitopol wurden unter Aufsicht eines unbekannten Mannes im weißen Laborkittel, beschützt durch russische Soldaten, skythische Goldfunde, darunter ein Helm aus dem Museum abtransportiert (Archaeologik 3.5.2022). Der Verbleib scheint unbekannt.

 
Der goldene skythische Goryt aus einem Kurgan bei Melitopol,
Museum of Historical Treasures of Ukraine
(Foto: VoidWanderer [CC BY-SA 4.0] via WikimediaCommons)


Die Verluste durch die mutmaßliche Plünderung des historischen und künstlerischen Erbes der Ukraine durch Russland werden auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt. Eine genaue Bilanz wird schwierig sein, denn viele Museumsbestände waren schlecht inventarisiert oder es existierten nur Inventare auf Papier, die nun verschollen sind. In Cherson haben die Russen die Festplatten mit den digitalen Inventarlisten mitgenommen.


"Ausstellungen"

Es zeigt sich vielfach, dass eine vorgebliche "Sicherung" nicht das alleinige und wichtigste Ziel der russischen Abtransporte archäologischer Funde und anderer Kulturgüter darstellt. Schon lange betreibt Putin mit Archäologie Politik, erst zur Selbstdarstellung (Archaeologik 15.8.2011), später zur Inszenierung der russischen Erfolge in Syrien (Archaeologik 9.10.2022). Nun scheint es darum zu gehen, Überlieferungen, die nicht zu dem wirren Geschichstbild Pitins und seines Russlands passen, verschwinden zu lassen.
Die Journalistin Hana Mamonova sagte gegenüber der spanischen Zeitung El País, die Bedeutung des Kunstmuseums in Cherson liege darin, dass es Moskaus Propaganda-Narrativ widerspreche, wonach die Südukraine Teil Russlands sei. Zu den nun deportierten Museumsbestände gehören Objekte vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die ukrainische Kultur darstellen. 
 
Die politische Bedeutung der Putin'schen Geschichtspolitik wird auch darin deutlich, dass der Chef des Russischen Auslandsgeheimdienstes (SVR) zugleich Präsident der Russischen Historischen Gesellschaft ist. Diese Position hat Sergei Naryshkininne, der jüngst  Pläne bekannt gemacht hat, die  Befestigungen in der östlichen und südlichen Ukraine erforschen zu wollen, "die von Russen und Klein-Russen [gemeint sind die Ukrainer] zur Verteidigung ihres gemeinsamen russischen Vaterlands" gebaut worden seien. Das ist eindeutig politisch motiviert und mit den inhärenten ethnischen Interpretationen methodisch-theoretischer Unsinn. Die Funde sollen dann in das Register der bedeutenden Denkmäler der Russischen Föderation eingetragen werden.

Russland bedient sich der rechtlich in die Ukraine gehörenden Funde für seine eigene Geschichtspropaganda, die versucht, die südliche und östliche Ukraine als russisches Gebiet darzustellen.
 
In Novgorod wurden im Mai 2023 byzantinische Funde von der Krim insbesondere aus Chersonesos bei Sevastopol ausgestellt. Hier wird versucht, Chersonesos als die legendäre Wiege der russischen Christenheit eng mit den Rus im Norden zu verknüpfen (vgl. Archaeologik 22.1.2022).
 
Im Museum in Chersonesos wurde hingegen im September 2023 eine Ausstellung eröffnet, die Grabungsfunde aus einer meso- und neolithischen Siedlung Kamyana Mohyla im russischen besetzten Teil der Region Zaporizhzhya zeigt. Die Ausgrabungen dort wurden dem Museum in Chersonnesos unterstellt, obwohl sie mit der klassischen und byzantinischen Archäologie, die das Museum vertritt, nichts zu tun haben.
 

Auch auf ukrainischer Seite werden archäologische Funde zur Propaganda eingesetzt - allerdings ohne auf eine Manipulation der Vergangenheit zu zielen. In Kiew werden die Funde des Krim-Goldes gezeigt, um die es seit 2014 gerichtliche Auseinandersetzungen gab, weil die Funde zum Zeitpunkt der russischen Besetzung der Krim als Leihgaben bei einer Ausstellung in den Niederlanden waren (vgl. Archaeologik 29.1.2022). Die Ukraine hat den Prozess gewonnen und die Funde zugesprochen bekommen.
 
Auch in den USA sichergestellte Funde - mutmaßlich Raubgrabungsfunde aus den russisch besetzten Gebieten, von denen gleich noch die Rede sein muß -, werden aktuell ebenfalls ausgestellt.


Kriminalarchäologie

Wie in vielen anderen Krisengebieten betreiben nicht nur staatliche Akteure ihre Kulturpolitik mit Museumsfunden, sondern allmählich treten auch die üblichen Hehler, Fälscher und Sammler auf den Plan.

Im Oktober 2023 wurden in Madrid 11 Fundstücke, überwiegend skythischer Goldschmuck im Wert von insgesamt etwa 60 Millionen $ sichergestellt. Drei Spanier und zwei Ukrainer, einer davon ein orthodoxer Priester wurden damals verhaftet. Gefälschte Dokumente wiesen sie als Besitz der ukrainischen orthodoxen Kirche aus. 
Die spanische Polizei publizierte  - u.a. auf TwiX - ein Videos und mehrere Bilder, die nach einem Bericht der New York Times Zweifel daran aufkommen liesen, ob es sich um originale archäologische Funde oder doch eher um Fälschungen handele. In diesem Sinne zitiert die Zeitung Leonid Babenko und Caspar Meyer als Experten.

 
In einem zweiten Fall wurden  im Sommer 2022 am Flughafen John F. Kennedy bei New York eine Streitaxt aus der Bronzezeit sowie ein khazarisches Schwert aus dem 6. Jahrhundert beschlagnahmt, die wahrscheinlich für den amerikanischen Antiquitätenmarkt bestimmt waren, auf. Bei einem der Verdächtigen soll es sich um einen Russen handeln. Die amerikanischen Behörden haben die Objekte 2023 nach Kiew zurück gegeben, wo sie sich nun im Lavra-Museumskomplex befinden. Die Funde wurden wahrscheinlich illegal in der besetzten Südukraine nahe der Krim ausgegraben oder von russischen Truppen beim Ausheben von Schützengräben entdeckt, sagt Maksym Ostapenko, der Direktor des Lavra-Museums,.
 
Raubgrabungen sind bisher vor allem aus dem Bereich des ehemaligen Kakhovk-Dnepr-Stausees bekannt geworden. Nach der vermutlichen Sprengung des Damms durch russische Truppen am 6. Juni 2022, kam es zu einer Überschwemmungskatastrophe mit enormen ökologischen Folgen. Das Wasser ging um bis zu vier Meter zurück und legte Flächen frei, die seit dem Bau des Dammes in den 1950er Jahren überflutet waren. Dabei wurden Funde aus dem Zweiten Weltkrieg aber auch aus früheren Zeiten freigelegt. Berichtet wird beispielsweise von neolithischen und bronzezeitlichen Funden, einem mittelalterlichen Boot und Flintensteinen des 17. Jahrhunderts. Bei der Anlage des Stausees sind mehrere Dörfer und Kirchen im See verschwunden, die nun teilweise wieder aufgetaucht sein müssen, wenn auch in den vorliegenden Berichten v.a. von einer Brücke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Rede ist. Der Bereich liegt unmittelbar an der Front. Dennochsind hier nun Schatzgräber, aber auch einige wenige professionelle Archäologen unterwegs.



Wer sich aktuell mit skythischen und mittelalterlichen Funden oder Kunstobjekten als Sammlerstück oder Wertanlage eindeckt, muß wissen, dass er der Politik Putins in die Hände spielt. Raubgrabungen tragen dazu bei, der Ukraine authentische Zeugnisse ihrer Geschichte zu nehmen - und bieten Putin die Gelegenheit sich selbst als Retter der Kultur und Geschichte aufzuspielen, wie er dies in den letzten Jahren bereits in Syrien inszeniert hat. 

Fazit

Die Ukraine befindet sich im Krieg gegen den Angreifer Rußland. Die genannten Fälle von Museumsraub und Raubgrabungen sind derzeit kaum genauer zu ermitteln, wenngleich die Ukraine extra eine Ermittlungseinheit für solche Kulturgutdelikte aufgestellt hat. Es besteht jedoch der dringende Verdacht, dass neben den zahlreichen Mordfällen und Folterungen an Zivilisten in den russisch besetzten Gebieten auch der russische Umgang mit ukrainischem Kulturgut als Kriegsverbrechen eingestuft werden muß.

Der russische Umgang mit dem Kulturgut der Ukraine zeigt, dass es nicht um die Beseitigung eines vorgeblich "nazistischen Regimes" in der Ukraine geht, sondern um deren Okkupation und Russifizierung. Leider zeigt das eben auch, dass ein Frieden nicht einfach durch Verhandlungen zu erreichen sein wird - eine Chance hätte bestenfalls bestanden, wenn im Vorfeld Geschichts- und Kulturwissenschaften ihre Rolle in der kritischen Dekonstruktion von Mythen und Propaganda gesehen hätten, anstattt sich nun in den Dienst eines inzwischen totalitären Systems und seiner Legitimierung zu stellen. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert habe ich selbst erlebt, wie unter den Kollegen auf der Krim- auch den jungen - ein sehr patriotisches, überwiegend russisches Geschichtsbild dominierte, das an Militär und Heldengeschichten interessiert war. Militärische "Leistungen" auch die der Deutschen und autoritärer Führer - allen voran gleichermaßen Hitler und Stalin - wurden dabei glorifiziert. Auch wissenschaftlich-archäologisches Interesse galt den Herrschaftsäußerungen, aber nicht etwa den Alltags- und Umweltaspekten, wie sie damaks unser Anliegen waren.

Links

Die englische Wikipedia hat einen Eintrag zum Thema:



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Freitag, 23. Februar 2024

Schlechte Wertanlage: Antiken des IS in Heilbronn

Ein 35-jähriger Mann aus dem Kreis Heilbronn hat eine jahrtausendealte Keilschrifttafel aus Syrien erworben, Er fragte bei einer Universität um eine Übersetzung des Keilschrifttextes an. Die Experten fragten in Kenntnis der Situation vor Ort bei syrischen Kollegen, nach. Dabei stellte sich heraus, dass die Keilschrifttafel 2015 aus einem Museum in Idlib gestohlen wurde.
Der Mann behauptete, die Keilschrift aus einer alten bayerischen Sammlung erworben zu haben, um sie als Wertanlage zu nutzen. Bei einer Durchsuchung fand das LKA noch mehr archäologische Kulturgüter, darunter eine weitere Keilschrift und ägyptische Uschebtis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob der Mann gegen das Kultugutschutzgesetz verstoßen hat. 

Interessant an dem Fall ist vor allem, dass hier nun in Deutschland Artefakte auftauchen, die Daesh/ der IS nach 2015 im Museum Idlib gestohlen hat. 1550 Keilschrifttafeln werden dort seither vermisst. Versuche des Kunsthandels, die Rolle des Antikenhandels für die Terrorfinanzierung herunterzuspielen hatten darauf verwiesen, dass in Europa bisher kaum Objekte aufgetaucht seien, die sich mit den IS-Plünderungen in Syrien verbinden lassen, war von Anfang an eine Nebelkerze. IS/Daesh hat ja sicherlich nicht direkt nach Heilbronn geliefert, sondern sein Geld von Zwischenhändlern erhalte, die die Funde erst einmal in Verstecken und Freihandelslagern zwischen gelagert haben, um sie dann nach und nach auf den Markt zu bringen. Der Fall aus Heilbronn ist ein Indiz, dass diese Welle nun anrollen dürfte, weil genug Gras über den Bürgerkrieg in Syrien gewachsen ist und die Welt genügend andere Krisen hat, um Raubgrabungen und Syrien, vor fast 10 Jahren stattgefunden haben, Aufmerksamkeit zu schenken.  


 

Ein weiteres lehrt der Fall: Antiken sind eine schlechte Wertanlage, das sie meistens unter fragwürdigen bis illegalen Bedingungen auf den Markt gekommen sind. Regulär ausgegrabene Objekte werden schleßlich nicht verkauft, sondern kommen ins Museum.

 

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Donnerstag, 22. Februar 2024

Ein Schritt zur Normalität? Aleppo nach dem Bürgerkrieg

Im Februar 2024 wurde in Syrien die Wiedereröffnung der Zitadelle von Aleppo gefeiert. In der Lesart des syrischen Kultusministerium ist die Wiedereröffnung der Zitadelle von Aleppo "ein bedeutsames Ereignis für Syrien und symbolisiert nicht nur die Bewahrung seines kulturellen Erbes, sondern auch einen Schritt in Richtung Normalität angesichts der Widrigkeiten".

Zitadelle von Aleppo, Zugang 2005
(Foto: James Gordon [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons)

Die Zitadelle hat im syrischen Bürgerkrieg arg gelitten. Die Stadt wurde über Monate hinweg von Truppen des syrischen Regimes belagert, bombardiert und ausgehungert. Auch die russischen Truppen bombardierten die Stadt (Archaeologik 2.2.2016). Zuvor hatte die Rebellenorganisation „Islamische Front“ das Hilton-Hotel an der Nordseite der Zitadelle gesprengt und in einem inzwischen leider nicht mehr verfügbaren Video gedroht, auch die Zitadelle zu unterminieren und zu sprengen (Archaeologik 24.2.2014). Im Juli 2015 entstand in der Befestigungsmauer der Zitadelle infolge der Sprengung eines Tunnels tatsächlich eine Bresche (Archaeologik 1.8.2015). Über Schäden an der Zitadelle wurde erstmals jedoch schon 2012 berichtet, als sie von Regierungstruppen beschossen worden sein soll (Archaeologik 11.8.2012).

Im Frühjahr 2017 ist die Belagerung Aleppos durch die Regime-Truppen zu Ende gegangen, Danach begannen rasch die Aufbaubemühungen des Regimes (Archaeologik 1.4.2017). Die große Moschee wurde bereits 2019 restauriert (Archaeologik 8.9.2019). Noch während im Ostteil der Stadt heftig gekämpft, gemordet und gestorben wurde, ließ die syrische Altertumsbehörde wenige Meter nebenan die Zitadelle von Aleppo mit Drohnenbefliegungen fotografisch dokumentieren, um eine Grundlage für künftige Restaurierungsarbeiten zu erhalten (Archaeologik 3.1.2017). 

In den Medien findet sich bishe nur wenig über die Modalitäten der Restaurierungen. Ein Bericht über die Eröffnung eines Teils des weitgehend zerstörten Souks von Aleppo 2017 stand im Widerspruch zu anderen Meldungen, die der Regierung eine gezielte Vernachlässigung der Wiederaufbaubemühungen vorwerfen (Archaeologik 1.12.2027). In die Restaurierung waren auch russische Archäologen involviert.

Auch im Ausland war das Interesse am Wiederaufbau Aleppos groß (z.B. Munawar 2018; Fansa u.a. 2020). Über Jahre hinweg waren internationale Mittel in eine denkmalpflegerisch mustergültige Sanierung der Aktstadt geflossen. Die Befürchtungen waren groß, dass ein Wiederaufbau nach den Kriegszerstörungen keine solchen Rücksichten nehmen würde und Immobilienhaie und Korruption das ihre dazu beitragen würden, möglichst viel Profit rauszuschlagen.

Schon bald nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 gab es Planungen und Konferenzen für einen Wiederaufbau der Altstadt von Aleppo.

Im Januar 2023 entstanden bei dem großen Erdbeben (Archaeologik 8.2.2023) neue Schäden an der Zitadelle.

Viele der Links in den früheren Archaeologik-Posts funktionieren heute nicht mehr. Die Seiten mit den verdienstvollen und an der denkmalpflegerischen Sorge orientierten Seiten der syrischen Altertumsbehörde DGAM unter dem damaligen Direktor Maamoun Abdulkarim mit ihren zahlreichen Schadensberichten sind nun offline und die neue Denkmälerverwaltung ist deutlich tiefer in die politische Selbstdarstellung des Assad-Regimes involviert.

Leider ist auch APSA - Association for the Protection of Syrian Archaeology seit 6 Jahren nicht mehr aktiv. Ihre Website führt nun zu einer online-Spielbank, aber immerhin sind die Einträge auf Facebook und YouTube noch vorhanden.

Positiv ist, dass die Menschen in Aleppo vielleicht tatsächlich etwas Normalität zurück erhalten - anders als die Einwohner im Nordwesten Syriens. Die Ziele des arabischen Frühlings wurden nicht erreicht, die Unterdrückung ist stärker denn zuvor, der Wohlstand, den sich Syrien in den Jahren vor dem Bürgerkrieg erarbeiten konnte, ist dahin. Vieles des Kulturerbes ist verloren - als authentische historische Quelle ist es verloren, selbst wenn die Restaurierungen sensibel und qualitätsvoll vorgenommen worden sein sollten.

Literaturhinweise

  • Fansa 2013: Mamoun Fansa (Hrsg.), Aleppo. Ein Krieg zerstört Weltkulturerbe. Geschichte, Gegenwart, Perspektiven (Mainz: Nünnerich Asmus Verlag 2013)
  • Fansa 2014: Mamoun Fansa (Hrsg.), Syrien. Sechs Weltkulturerbe-Stätten in den Wirren des Bürgerkriegs. Geschichte, Gegenwart, Perspektiven (Mainz: Nünnerich Asmus Verlag 2014)
  • Fansa u.a. 2020: Mamoun Fansa, Carola Simon, Lena Wimmer (Hrsg.), Strategies to rebuild Aleppo(Oppenheim 2016)
  • Munawar 2018: Nour A.Munawar,Rebuilding Aleppo: Public Engagement in Post-Conflict Reconstruction. ICOMOS University Forum, 1, 2018, 1-18. - https://openarchive.icomos.org/id/eprint/1848

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Montag, 19. Februar 2024

Tot unterm Portal!

Paris, Nôtre Dame, Brand 15.4.2019
(Foto: Hopssam.ouda [CC BY SA 4.0]
via WikimediaCommons)

Stephan Albrecht hat sich als Kunsthistoriker in den vergangenen Jahren intensiv mit Kirchenportalen beschäftigt. So kam es, dass er auch an Notre Dame in Paris gearbeitet hat, kurz bevor die Kathedrale 2019 in Flammen aufging. Dank der zuvor erstellten 3D-Modelle wurde Stephan Albrecht zur Berühmtheit und seine Arbeiten zu einer wichtigen Grundlage für den Wiederaufbau.


Er erhielt dafür den Verdienstorden des französischen Kulturministeriums - und zu seinem 60. Geburtstag eine ansehnliche Festschrift, die zwar die Vielfalt der Kunstgeschichte(n) darstellt, in der aber doch viele Kolleg*innen immer wieder auf Portale zurück kommen.
Cover Kunstgeschichte(n)
Kunstgeschichte(n)
  • K. C. Schüppel / M. Tebel (Hrsg.), Kunstgeschichte(n). Festschrift für Stephan Albrecht. Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 44 (Bamberg: University Press of Bamberg 2024) 124–130. -
    DOI:10.20378/irb-92753

Mir war es ein Vergnügen, dem Bamberger Kollegen einen Beitrag zur Festschrift beizutragen - natürlich auch zu Portalen. Die Archäologie ist da freilich eher langweilig, denn sie gräbt ja bestenfalls die Schwelle aus - oder eben das, was darunter eingetieft ist. Mein Beitrag untersucht deshalb früh- bis spätmittelalterliche Bestattungen in Verbindung mit Kirchenportalen, die sowohl in den Schriftquellen, wie auch im archäologischen Befund immer wieder als ein besonderer Bestattungsort hervor treten.

  • R. Schreg, Tot unterm Portal! In: K. C. Schüppel / M. Tebel (Hrsg.), Kunstgeschichte(n). Festschrift für Stephan Albrecht. Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 44 (Bamberg : University Press of Bamberg 2024) 124–130. - DOI:10.20378/irb-92753
Wer richtig neugierig ist, möge den ganzen Artikel samz seinen Fußnoten lesen - die ganze Festschrift gibt es als gedrucktes Buch, aber auch im open access online. Wer neugierig, aber zu bequem zum Klicken ist, der kann hier eine Zusammenfassung meiner Beobachtungen finden:

Die Liste von Herrschergräbern, aber auch von hochadligen Frauen, für die eine Bestattung bei Kirchenportalen überliefert ist, ist lang.

Beispiele sind die Dogengräber in der Basilica di San Marco in Venedig, oder das Atrium von St. Peter und Paul in Canterbury, wo der angelsächsische König Aethelberht und seine Ehefrau Berta beigesetzt wurden. Sie zeigen die breite zeitliche Spanne des Bestattungsplatzes Kirchenportal. Die Tradition der Bestattung an Kirchenportalen könnte bis auf Kaiser Konstantin zurückgehen, der in einer Memoria der von ihm gestifteten Apostelkirche in Konstantinopel bestattet wurde. Hier gibt es Überlegungen, dass diese am ursprünglichen Eingang zur Kirche lag. Diese Praxis könnte auch von Karl dem Großen und anderen Karolingern übernommen worden sein. Leider ist sowohl beim Grab Konstantins wie dem Karls in Aachen die genaue Grabsituation trotz einiger Forschungsbemühungen unklar.


Aachen, Westwerk des Doms
(Foto: Lokilech CC BY SA 3.0
via WikimediaCommons)



Es sind oft Testamente, die auf diesen Bestattungsplatz am Portal hinweisen und auch Hinweise auf die Motive geben. Der normannische Herzog Richard I. verfügte vor seinem Tod 996, dass er vor dem Eingang unter der Traufe des Klosters der Dreifaltigkeit in Fécamp begraben werden sollte. Dieser Wunsch wurde durch seine Unwürdigkeit begründet.

Die Bestattung an solchen prestigeträchtigen Orten war für Herrscher und ihre Familien eine Möglichkeit, ihren Anspruch auf Macht zu demonstrieren. Gleichzeitig waren diese Orte oft als Aufenthaltsorte für Unreine, Büßer und Ungetaufte ausgewiesen, was zeigt, dass sie auch eine symbolische Bedeutung hatten. Die Lage vor der Kirche ist auch ein Zeichen der Demut. Dies wird beispielsweise bei der Bestattung von Pippin dem Jüngeren zum Ausdruck gebracht, der vor den Toren von St. Denis in Paris bestattet wurde - auf dem Bauch liegend.


Der Aspekt der Buße und Demut wird noch deutlicher bei zahlreichen Bischofsgräbern. Otto von Freising äußerte den Wunsch, an einem unansehnlichen Platz außerhalb der Kirche bestattet zu werden, wo alle Brüder darüber gehen mussten. Dies wurde als Zeichen seiner Heiligkeit angesehen. Auch Gregor von Tours wünschte sich eine Bestattung vor dem Portal der Kirche.

Interessant ist die Translozierung der heiligen Walburga von Heidenheim nach Eichstätt. Sie beklagte sich, dass über ihr Grab hinweg gegangen wurde, was für Bischof Otgar ein Grund war, ihr Grab nach Eichstätt zu überführen und dort ein neues Kloster zu gründen. Das Betreten des Grabes wurde als Misshandlung empfunden. Was im einen Fall Anlass für eine Translozierung ist, ist im anderen Fall Zeichen der Demut und der Heiligkeit.

Vieles erfahren wir also bereits aus den schriftlichen Quellen. Ich versuche in meinem Beitrag “archäologische Zugänge” aufzuzeigen, die vor allem zwei Themen betreffen, zu denen potentiell die Archäologie beitragen kann. Zum einen geht es um die Bestattungstopographie und die Frage, inwiefern sich Gräber identifizieren lassen, bei denen solche Aspekte wie Machtpräsentation und / oder Buße und Demut eine besondere Rolle spielten.
Zum anderen kann die Archäologie zur Beantwortung der Frage beitragen, für welche Gesellschaftsgruppen solche Vorstellungen eine Rolle spielten und Teil der sozialen Praxis waren.

Von Bedeutung sind selbstverständlich die Gräber selbst. Ihre Grabgruben sind als archäologische Befunde auch dann erhalten, wenn der zugehörige Fußboden oder die Laufoberfläche bei Um- oder Neubauten abgetragen worden sind. Nicht immer zeigt der Befund jedoch die genaue Lage der Portale. Die Hoffnung, ein spezielles Grab zu identifizieren und seine Lage in der Mikrotopographie der Kirche zu klären, wird daher oft enttäuscht. Dies zeigt der Fall des Grabs von Karls Frau Fastrada, deren genaue Lage trotz schriftlicher Quellen unklar bleibt. Archäologische Grabungen in St. Alban in Mainz zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnten eine dreischiffige Basilika aus der Karolingerzeit nachweisen, aber weder die Lage des Fastrada-Grabes noch eine Portalsituation wurden dabei erfasst.


Bestattungen vor den Portalen sind im Wesentlichen nur dann zu erfassen, wenn eine Vorgängerkirche kleiner war als der nachfolgende Bau. Dies ist beispielsweise bei der Kirche St. Martin in Schlingen der Fall, wo vor der Westwand einer wahrscheinlich ins 7. Jahrhundert zu datierenden Holzkirche eine dichte Grabbelegung festgestellt wurde.

Im Falle der alten Kirche St. Martin südlich der belgischen Stadt Arlon wurde zentral vor der Westseite ein längs orientiertes Grab einer etwa 35-jährigen Frau gefunden. Das Grab wird durch seine Beigaben, unter anderem eine Scheibenfibel und ein Paar Wadenbindengarnituren, ins 7. Jahrhundert datiert.

Besonders bemerkenswert ist das gemauerte Grab II ab 1 aus der Kirche St. Veit in Unterregenbach. Es enthielt das Skelett eines etwa 50- bis 60-jährigen Mannes und liegt auf der Mittelachse der ersten Basilika, unmittelbar vor der erhaltenen Portalschwelle und unter einem Vortritt aus zwei Sandsteinplatten, die deutliche Ablaufspuren zeigen. Aus der Grabgrube darunter stammen, wohl verlagert, zwei Keramikscherben, die dem 12./Anfang 13. Jahrhundert zugewiesen wurden.

Ein weiteres Beispiel ist das Grab I ib 3 in der Kirche St. Veit in Unterregenbach, eine Innenbestattung der älteren Saalkirche. Hier wurde ein etwa 45- bis 55-jähriger Mann bestattet. Das Grab liegt genau auf der Mittelachse unmittelbar innen vor der Westwand der Kirche. Dies zeigt, dass ein Bezug auf das Portal auch bei Innenbestattungen möglich ist.


Die Bestattungslage vor der Kirche im Kontext des Portals war nicht auf den Hochadel beschränkt. Aus den Schriftquellen wissen wir, dass sich die Bestattung vor den Kirchenportalen auch auf der Ebene von Herzögen und Grafen fand. Beispiele sind das Testament des Markgraf Heinrich vom Nordgau, der außerhalb der Kirche bestattet werden wollte, und das Grab der langobardischen Adligen Sikelgata, die vor der Basilika des heiligen Petrus Apostels beigesetzt werden wollte.

Ein bemerkenswerter archäologischer Befund ist ein Grab auf dem Petersberg bei Flintsbach a. Inn in Oberbayern. Es lag schräg vor dem Kirchenportal und enthielt eine Beigabenausstattung mit zwei zusammen korrodierten Regensburger Denaren Herzog Ottos II. sowie eine Kapsel mit einer antiken Gemme mit Mithrasdarstellung. Die Bestattung erfolgte auf dem Bauch liegend, und zeigt das Motiv des Büßergestus, das bereits bei Pippin dem Jüngeren im 8. Jahrhundert zu sehen war. Es wird vermutet, dass der Tote zur Familie der Grafen von Falkenstein gehörte.

Die Archäologie zeigt also zweierlei:

Erstens, dass die Tradition in Mitteleuropa nicht auf Karl den Großen zurück geht, sondern bereits in der Merowingerzeit präsent ist. Ein mögliches Vorbild ist Byzanz, so dass nach dieser Grabtopoographie auch im byzantinischen Raum zu fragen ist - was jedoch mein Artikel nicht weiter verfolgt.

Zweitens wird deutlich, dass Portale in der Bestattungstopographie hochrangiger – möglicherweise aber auch sehr regionaler – Eliten einen wichtigen Bezugspunkt bideten - mit sehr verschiedenen, sich überlagernden Bedeutungsebenen.

Links



Mittwoch, 14. Februar 2024

Kulturzerstörung in der Ukraine - ein Update

Aktuell (Februar 2024) zählt die UNESCO mehr als 340 beschädigte Kulturerbestätten in der Ukraine.  Der Gesamtschaden kultureller und touristischer Strukturen beläuft sich nach Schätzungen der UNESCO seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 auf rund 3,5 Milliarden Dollar. Die Ukraine braucht nach Unesco-Angaben für den Wiederaufbau ihrer kulturellen Stätten und ihrer Tourismusindustrie in den nächsten zehn Jahren knapp neun Milliarden Dollar.

Japan zählt zu den wichtigsten Geldgebern, die der UNESCO entsprechende Maßnahmen in der Ukraine ermöglichen. Japan hat der UNESCO aktuell weitere 14,6 Mio  $ zur Verfügung gestellt, insgesamt hat japan 25 Mio $ bezahlt. Neben Projekten in den Bereichen Erziehung/ Bildung und Journalismus/ Medienentwicklung werden auch Projekte zum Kulturerbe finanziert. Dazu gehören Notmaßnahmen in mehreren Städten, unter anderen in Lviv/Lemberg und Charkiw,Zuglecih wird aus den Mitteln die Einrichtung einer Einheit zur Unterstützung des Wiederaufbaus durch das ukrainische Kulturministerium unterstützt. In Odessa, der Heimat einer Weltkulturerbestätte, die regelmäßig von Angriffen bedroht ist, wird die UNESCO die Entwicklung eines Plans zur Notfallvorsorge und Risikominderung unterstützen. 

Tschechien schickt zwei LKW mit Werkstätten zur Konservierung und Digiitalisierung von Museumsgut - insbesondere aber offenbar Schriftgut - in die Ukraine. Die ukrainische Botschaft in Prag hat berichtet, dass bereits 853 Kulturerbestätten in der Ukraine von russischen Truppen beschädigt wurden - Kirchen, Museen, Bibliotheken, Archive, Denkmäler und Theater. "Wir sehen, dass Russland gnadenlos und feige Kulturobjekte angreift - Objekte, die keine militärische Bedrohung für Russland darstellen."

Seit Kriegsbeginn gab es verschiedene Berichte über Kulturgutzerstörungen. Teil des Japanischen Hilfspakets ist auch eine Unterstützung der Überwachung und Bewertung von Schäden am Kulturerbe sowie die Schulung ukrainischer Behörden und Kulturschaffender in der Schadensdatenerfassung. Dies wird als ein wesentlicher Schritt zur Priorisierung der Wiederaufbauarbeiten begriffen.

Das Dokumentationsprojekt https://eyesonrussia.org listet einige Vorfälle in Museen und Archiven insbesondere in Kherson und Odesssa auf. 

Die Nichtregierungsorganisation Crimean Institute for Strategic Studies (CISS): konzentriert sich auf die Erforschung des Standes des Schutzes von Kulturerbestätten in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine und die Identifizierung der wichtigsten Trends im Verlauf der Ereignisse in diesem Bereich aus internationaler Sicht Humanitäres Recht.

Hier finden sich zahlreiche Einträge zu einzelnen Zerstörungen und Schäden, nicht mehr nur auf der Krim, sondern im gesamten Kriegsgebiet.

An der Dokumentation der russischen Zerstörungen arbeitet auch:

 Bekannt wurden "Museumsräumungen" im russisch besetzten Gebiet.

Im November 2022 war die Räumung des Museums in Cherson durch russische Kräfte bekannt geworden (vgl. Archaeologik 18.11.2022). Videos vom 1.11.2022 zeigen, wie LKW vor dem Museum in Kherson vorgefahren sind. 

Besonders verwiesen wird auf die Schäden in Odessa, das selbst UNESCO-Weltkulturerbe ist. Im Juli 2023 wurde die Verklärungskathedrale bei russischen Raketenangriffen stark beschädigt. Bei dem Angriff wurde auch das Archäologische Museum getrffen (Wikipedia).

Schäden in der Verklärungskathedrale Odessa
(Foto: Ministry of Internal Affairs of Ukraine [CC BY 4.0] via WikimediaCommons)

Als Reaktion auf die Kulturgutzerstörungen hat Kanada  im Sommer 2023 Mikhail Piotrovsky, den Direktor der Eremitage mit Sanktionen belegt.

Krim

Ein Blick auf die bereits seit 2014 russisch besetzte Krim zeigt, dass es nicht nur um kollaterale Kriegszerstörungen geht, sondern, dass das Kulturerbe immer wieder auch politisch instrumentalisiert wird.
Seit dem Beginn des Krieges 2014 bis zum russischen Angriff 2021 auf das Kerngebiet der Ukraine, wurden in Kiew die Nachrichten und Publikationen von der Krim auf einer Website gesammelt:

Speziell der Khans-Palast in Bakchissarai stand im Mittelpunkt der Auseinandersetzung, da hier von ukrainischer Seite schon früh Vorwürfe der Zerstörung und Manipulation von Kulturerbe erhoben wurden..

Khanspalast Bakchissaraj
(Foto: R. Schreg/RGZM)

  • «Это халтурщики»: чем грозит Ханскому дворцу реставрация по-российски. krym 6.1.2018. - https://ru.krymr.com/a/28964481.html  
  •  Вывезенный Куинджи, Айвазовский и Дубовский. Россияне грабят музеи юга Украины (Gehen auf Knochen. Auf dem Gelände eines alten Friedhofs in Bachtschissarai wollen sie einen Platz aufbrechen). krymr (27.4.2022). - https://ru.krymr.com/a/krym-kladbishche-krymskikh-tatar-bakhchisaray/31822218.html Kommunalpolitische Auseinandersetzung um das Areal eines alten muslimischen Friedhofs, der als Stadtpark genutzt werden soll.

In der antiken Stadt Chersonesos bei Sevastopol wurden schon 2019 große Opernbühnen inmitten der Grabungsstätte errichtet. Zuvor hat Putin einen ihm genehmen Direktor des archäologischen Parks durchgesetzt.

Zu verweisen ist auch nochmals auf ein weiteres Gerichtsurteil zum Krim-Gold aus dem Herbst letzten Jahres:

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