Posts mit dem Label Ausschreibung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausschreibung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 18. Januar 2023

Stellenausschreibung: Promotionsstelle Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit/Historische Geographie

Wiesenttal bei Waischenfeld in der fränkischen Schweiz
(Foto: R. Schreg)


Für ein neues Projekt mit spannenden umwelthistorischen Fragen darf ich heute auf Archaeologik eine Stellenausschreibung einstellen! Die Archäölogie des Mittelalters und der Neuzeit in Bamberg und die Professur für Historische Geographie suchen gemeinsam eine wissenschaftliche Mitarbneiterin/ einen wissenschaftlichen Mitarbeiter.

Flusslandschaften und die dazugehörigen Auen sind sensible Ökosysteme und bedeutende Wirtschaftsräume für den Menschen. Diese Landschaften sind von Natur aus dynamisch und im Laufe der Geschichte durch sozio-ökologische Veränderungen gekennzeichnet. Flüsse und ihre Auen sind in Mitteleuropa insbesondere seit dem Frühmittelalter einem direkten (z. B. durch hydrotechnische Anlagen) und indirekten (z. B. Sedimentationseinträge) Transformationsprozess unterworfen. In dieser Zeit machte sich der direkte sozioökonomische Druck auf Flusslandschaften bemerkbar.

Einerseits führte eine landwirtschaftliche Intensivierung im gesamten Flusseinzugsgebiet zu verstärkter Bodenerosion und steigender Sedimentfracht der Flüsse, was die Morphologie der Auen erheblich veränderte. Andererseits – das ist der Fokus unserer geplanten Forschungen - kam es zu  verstärkten Siedlungs- und Infrastrukturaktivitäten, wie der Errichtung von Wassermühlen, der Öffnung von Tälern und Auen für den Transport auf dem Fluss sowie auf Straßen entlang der Täler und der intensivierten landwirtschaftlichen Landnutzung von Auen. In der Folge wandelten sich spätestens im Mittelalter naturbelassene Auen und Ökosysteme zu dominanten menschlichen Auensystemen. Dieser Transformationsprozess war nicht einseitig, sondern geprägt von nichtlinearen und komplexen Rückkopplungs- und Anpassungsprozessen, die die Mensch-Umwelt-Interaktion prägten. Infolgedessen veränderten direkte und indirekte anthropogene Prozesse die Aue, und umgekehrt hatte die Veränderung der Aue Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Im Rahmen des neuen DFG-geförderten Schwerpunktprogramms "Fluviale Anthroposphäre" startet in Bamberg (der Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters gemeinsam mit der Professur für Historische Geographie) und Gießen (Lehrstuhl für Physische Geographie) voraussichtlich im April ein Forschungsprojekt „Entwicklung eines vom Menschen geprägten Auensystems: Das Flusssystem der Wiesent in der Nördlichen Frankenalb (Maineinzugsgebiet) im Frühmittelalter bis zur Frühen Neuzeit“.

Das Projekt wird sich auf zwei Hauptaspekte konzentrieren: (a) Menschliche Aktivitäten wie hydrotechnische Anlagen, Fluss- und Agrarwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Flussmorphologie, den Sedimentfluss und die Ökologie der Auenumgebung und (b) soziale Reaktion und kulturelle Anpassung an vom Menschen verursachte Veränderungen der Auenumgebung. Konkret werden folgende Fragen behandelt: (1) Wie groß war die Veränderung in den Tälern und Auen? (2) Lassen sich Perioden intensivierter Veränderung ausmachen? (3) Welche sozial-ökologischen Prozesse waren für die Transformation von natürlichen zu anthropogen geprägten Flüssen und ihren Auen verantwortlich?

Einem diachronen Ansatz folgend wird der Zeitraum vom Mittelalter bis zur Industriellen Revolution untersucht. Als Modellregion für diese Studie dienen die Täler der Wiesent und einiger ihrer Nebenflüsse. Hier liegen bereits hochaufgelöste chronostratigraphische Daten zu Sedimentflüssen und Auenentwicklung vor, eine Voraussetzung, um den diachronen Ansatz zur Entflechtung der komplexen Mensch-Umwelt-Interaktion erfolgreich zu verfolgen. Dazu werden sowohl klassische als auch innovative (semi-)quantitative Methoden wie Phytolithenanalysen in enger Kooperation zwischen den Antragstellern aus den Bereichen Archäologie, Historische Geographie und Geomorphologie/ Geoarchäologie angewendet. Ein wesentlicher Ansatz der Arbeiten ist die Analyse historischer Karten, der Abgleich mit Geländemodellen und schließlich die Geländeprospektion. Insbesondere dazu bieten wir die folgende Stellenausschreibung:


Im Rahmen des von der DFG geförderten Schwerpunktprogrammes „Fluvial Anthroposphere“ startet an der Universität Bamberg voraussichtlich ab April 2023 das gemeinsam vom Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Professur für Historische Geographie und dem Lehrstuhl für Physische Geographie an der Universität Gießen betriebene Forschungsprojekt „Entwicklung eines vom Menschen geprägten Auensystems: Das Flusssystem der Wiesent in der Nördlichen Frankenalb (Maineinzugsgebiet) im Frühmittelalter bis zur Frühen Neuzeit“.

Für dieses Projekt ist am Standort Bamberg möglichst zum 1.4.2023 eine Stelle einer/eines

 

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (m/w/d) mit dem Ziel der Promotion

(75 % der regelmäßigen Arbeitszeit, Entgeltgruppe 13 TV-L)

zu besetzen. Die Stelle ist auf 3 Jahre befristet

 

Aufgabenbeschreibung

  • Wissenschaftliche Bearbeitung eines eigenen Promotionsthemas
  •  Geländeprospektion und Kartierungsarbeiten anthropogener Einflüsse auf kleine Fließgewässer
  • Archivrecherche
  • Anleitung und Unterstützung der im Projekt beschäftigten Hilfskräfte
  • Mitarbeit bei der Koordination des Teilprojektes und des Schwerpunktprogrammes

Anforderungsprofil

  • Ein abgeschlossenes Masterstudium in den Archäologischen Wissenschaften oder Geographie (Historische Geographie, Physische Geographie)
  • Erfahrungen in der Arbeit mit GIS und LIDAR erforderlich
  • Erfahrungen in Geländeprospektion erwünscht
  • Grabungserfahrung erwünscht
  • Archiverfahrung erwünscht (Arbeit mit Archivalien vom Spätmittelalter bis 19. Jahrhundert, Altkarten)
  • Führerschein (B) erforderlich

 

Allgemeines

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir sind bestrebt, den Anteil von Frauen in Forschung und Lehre zu erhöhen, und fordern deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde von der Hertie-Stiftung als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben ein.

Bewerbung

Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (kurzes Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, evtl. Schriftenverzeichnis) senden Sie bitte elektronisch (zusammengefasst zu einer Datei im PDF-Format) unter Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins an eine der untenstehenden Adressen bis zum 12. Februar 2023.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Prof. Dr. Rainer Schreg, Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Am Kranen 14, 96047 Bamberg, rainer.schreg@uni-bamberg.de

Prof. Dr. Andreas Dix, Professur für Historische Geographie, Am Kranen 12, 96047 Bamberg, andreas.dix@uni-bamberg.de

 

 

Link:

Die Ausschreibung auf den Seiten der Universität:

Montag, 2. März 2020

Stelle zu besetzen: 50% Assistenz an der AMaNz in Bamberg

So soll es eigentlich laufen: Noch von der befristeten Qualifikationsstelle an der Uni direkt auf eine  Stelle mit Langzeit- und Karriereperspektive draußen in der Berufswelt. Ich freue mich (und bedaure es eigennützlerisch zugleich),  dass genau das einer meiner Mitarbeiterinnen nun passiert ist.
Deshalb ist nun zum nächst möglichen Termin am Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg eine Stelle zu besetzen:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
50% der regelmäßigen Arbeitszeit; Entgeltgruppe 13 TV-L)

Es handelt sich um eine Qualifikationsstelle zur Promotion mit Aufgaben in Lehre und akademischer Verwaltung. Sie ist befristet auf 3 Jahre, jedoch mit Option auf Verlängerung. Bewerbungsfrist ist der 31.3.2020.
Der genaue Ausschreibungstext mit den Bewerbungsmodalitäten:

Weitere Infos zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMaNz) in Bamberg:


Bamberg, Am Kranen 14,
Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit
(Foto R. Schreg)

Donnerstag, 17. Mai 2018

WANTED: Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter am Lehrstuhl

Wer möchte in den kommenden Jahren mit daran arbeiten, die Archäologie des Mttelalters und der Neuzeit inhaltlich zu profilieren, modern zu lehren und ihre Bedeutung der Öffentlichkeit zu vermitteln?

Ich suche ganz konkret für die Assistenz am Lehrstuhl für Archäologie des Mitttelalters und der Neuzeit an der Otto-Friedrich Universität in Bamberg zum kommenden Wintersemester zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter in je 50% Beschäftigungsverhältnis. Es handelt sich um Qualifikationsstellen zur Promotion mit Aufgaben in Lehre und akademischer Verwaltung. Sie sind befristet auf 3 Jahre, jedoch mit Option auf Verlängerung.
Bewerbungsfrist ist der 11.6.2018

Der genaue Ausschreibungstext mit den Bewerbungsmodalitäten:

Weitere Infos:


Bamberg, Am Kranen 14,
Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit
(Foto R. Schreg)


Dienstag, 21. November 2017

Erstmals Tübinger Förderpreis für Historische Archäologie ausgeschrieben

In diesem Semester wird zum ersten Mal der Tübinger Förderpreis für Historische Archäologie ausgeschrieben. Durch den Preis soll der wissenschaftliche Nachwuchs insbesondere in der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit gefördert werden.

(Foto: R. Schreg/RGZM)

Er wurde gestiftet von Prof. Dr. Dr. h. c. Barbara Scholkmann, bis 2007 Inhaberin der Professur für Archäologie des Mittelalters an der Universität Tübingen. Verliehen wird er von der Abteilung Archäologie des Mittelalters des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters zusammen mit dem Verein zur Förderung der Archäologie des Mittelalters Schloss Hohentübingen.



Der
Verein zur Förderung der Archäologie des Mittelalters Schloss Hohentübingen und
 die Abteilung Archäologie des Mittelalters des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen 
verleihen zum ersten Mal den *Tübinger Nachwuchsförderpreis für Historische Archäologie.
Ausgezeichnet werden herausragende und innovative Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Historischen Archäologie, die einen erkennbaren Forschungsfortschritt angestoßen haben. Eingereicht werden können Studienabschlussarbeiten (Dissertationen und Masterarbeiten, ggf. Bachelorarbeiten) mit einer Bewertung von mindestens magna cum laude, bzw. Abschlussnote 1,3 sowie Publikationen der letzten 5 Jahre. 
Vorschläge können von Hochschullehrern und promovierten Fachwissenschaftlern eingereicht werden, im Falle von Studienabschlussarbeiten sind auch Selbstbewerbungen möglich.
Die Preissumme beträgt 2 000 Euro. Der Preis kann geteilt werden. 
Die Bewerbungsfrist endet am 28.02. 2018. 
Die Bewerbungsunterlagen müssen enthalten: 
- Begründung des Vorschlags für den Preis bzw. Begründung des Bewerbers/der Bewerberin, warum er/sie seine/ihre Arbeit für preiswürdig hält. 
- Masterzeugnis bzw. Promotionsurkunde 
- Curriculum Vitae 
- Zusammenfassung der Arbeit von max. 20 Seiten 
 - Nachweise über den Impact der Arbeit auf die Forschung (bei Nicht-Abschlussarbeiten) 
Bewerbungen müssen in digitaler Form an die folgende Adresse eingereicht werden: archmatue@gmx.de


Link (Nachtrag 29.11.2017)