Posts mit dem Label Bronzezeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bronzezeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. August 2026

rein - raus - Gold weg: Nächster Goldschatz geklaut

Nach Manching und Vix ist der nächste Goldschatz  weg. 

Der Schatz von Villena war im Museum Alicante [Korrektur 29.8.26: Villena] ausgestellt, bis er am frühen Morgen a, 27.8.2026 gestohlen wurde, nebst einigen anderen Goldobjekten des Museums - und unter Zurücklassung des Silbers und hoffentlich auch der Eisenfunde. Unter den fat 60 Objekten des größten bronzezeitlichen Hortfundes finden sich nämlich auch ein paar Stücke der ältesten Eisenfunde.

Goldschatz von Villena
(Foto: Ángel M. Felicísimo , CC BY 2.0] via Wikimedia Commons]

 

Die Goldobjekte, vor allem Schalen und Miniaturgefäße, aber auch Schmuck gehörten zu den ganz herausragenden Funden der Bronzezeit. Der Hort wurde 1963 bei archäologischen Untersuchungen gefunden, wurde also nicht schon bei der Auffindung von Räubern zerstört. 

2024 wurde der Schatzfunde aus einem Banktresor in das neu gestaltete Museum der Stadt überführt. Die Polizei vermutet eine auf Kulturgut spezialisierte Bande hinter dem Raub. 

Möge man die Typen einkasteln, bevor sie die Objekte eingeschmolzen haben. Aber wahrscheinlich ist das schon zu spät... 

Literatur

  • G. Atiénzar,/ M. Hernandez/ V. Barciela, The Treasures of Villena and Cabezo Redondo. In: H. Meller/ R. Risch/ E. Pernicka (Hrsg.),  Metalle der Macht - frühes Gold und Silber. 6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Tagungen Landesmus. Vorgesch. Halle 11  (Halle 2014) 593–610 . - ISBN 978-3-944507-13-2

Änderungsvermerk 29.8.2026: Ich hatte irrtümlich das Museum in Alicante verortet. Es befindet sich in Vilena am Fundorte, etwa 40 km NW von Alicante.

Samstag, 16. Januar 2016

Der Schwarze Tod in der Bronzezeit

Schon lange hat man im Endneolithikum einen Bruch in der Besiedlung gesehen: Neue Siedlungsstrukturen, neue Bestattungssitten, neue Wirtschaftsweise und auch neue Töpfe - die namengebend wurden für die "Schnurkeramik". Von Seiten der Anthropologie wurde dabei eine Einwanderung aus dem Osten postuliert. Viele Interpretationen wurden an die Schnurkeramik-Kulturen geknüpft, so z.B. die Einwanderung der Indoeuropäer. Große methodische Unsicherheiten bestanden, weil man sich bewusst wurde, dass Einwanderungshypothesen häufig auf wackligen Beinen stehen (vergl. Archaeologik 15.11.2015). Seit einiger Zeit aber ermöglichen DNA-Analysen tatsächlich eine genauere Charakterisierung der Populationen und hier zeigt sich, dass tatsächlich am Ende des Neolithikums eine große Zuwanderungswelle festzustellen ist, so dass 75% der endneolitischen Bevölkerung in Europa Vorfahren unter osteuropäischen und asiatischen Steppenbewohnern hatten. Eine durchaus nicht unwahrscheinliche Verknüpfung mit der Ausbreitung indoeuropäischer Sprachen kann aus diesen Daten freilich nicht sicher gefolgert werden, da man methodisch sauber zwischen Sprachgruppen und Abstammungsgemeinschaften (und ethnischen Identitäten) trennen muss.

Yersinia pestis,
Direct Fluorescent Antibody Stain (DFA),
200x Magnification
(Centers for Disease Control and Prevention's
Public Health Image Library [PHIL],
identification number #1918 [public domain]).
Ein solch massiver Einschnitt in der Bevölkerungsgeschichte Europas, wie er hier nun postuliert wird, ist eigentlich unbegreiflich, gäbe es da nicht eine neue Spur. Einer Gruppe dänischer Genetiker ist es gelungen, aus bronzezeitlichen Skelettreste aus Mittel- und Osteuropa die DNA von yersinia pestis, dem Erreger der Pest zu extrahieren. Möglich war dieser Erfolg durch ein gezieltes Screening, da der dänische Archäologe Kristian Kristiansen die Idee hatte, dass ein solcher Bevölkerungswechsel doch nur Folge einer verheerenden Epidemie, wie der Pest gewesen sein könnte. Gezielt wurde deshalb geprüft, ob yersinia pestis im Spiel sein könnte. Dass bei gut 10% der untersuchten bronzezeitlichen Gräber ein positiver Beleg gelang, ist ein Zeichen dafür, dass Europa am Ende des 3. Jahrtausends massiv von der Pest betroffen war.

  • Simon Rasmussen/  Morten Erik Allentoft/  Kasper Nielsen/  Ludovic Orlando/ Martin Sikora/ Karl-Göran Sjögren/ Anders Gorm Pedersen/ Mikkel Schubert/ Alex Van Dam/ Christian Moliin Outzen Kapel/ Henrik Bjørn Nielsen/ Søren Brunak/ Pavel Avetisyan/ Andrey Epimakhov/ Mikhail Viktorovich Khalyapin/ Artak Gnuni/ Aivar Kriiska/ Irena Lasak/ Mait Metspalu/ Vyacheslav Moiseyev/ Andrei Gromov/ Dalia Pokutta/ Lehti Saag/ Liivi Varul/ Levon Yepiskoposyan/ Thomas Sicheritz-Pontén/ Robert A. Foley/ Marta Mirazón Lahr/ Rasmus Nielsen/ Kristian Kristiansen/ Eske Willerslev: Early Divergent Strains of Yersinia pestis in Eurasia 5,000 Years Ago. Cell 163/3, 2015, 571–582 (22.10.2015). - DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2015.10.009 - open access!



    Erst seit kurzem ist es möglich, yersinia pestis genetisch zu fassen (Bos u.a. 2011). So ist der Nachweis gelungen, dass es sich bei dem Schwarzen Tod 1347-49 eben tatsächlich um die Pest handelte, ebenso wie bei der Justinianischen Pest (Wiechmann/Grupe 2005). Dabei ist es auch gelungen, eine Rekonstruktion des Stammbaums des Pesterregers vorzunehmen (Bos u.a. 2011), der nun mit den bronzezeitlichen Belegen deutlich erweitert werden kann. Dabei scheint es so, dass der damalige Erreger noch nicht über den Floh übertragen worden sein kann. Die noch vor wenigen Jahren vertretene These, wonach yersinia pestis erst kurz vor dem Schwarzen Tod des 14. Jahrhunderts entstanden ist, ist damit widerlegt. Die Pest begleitet den Menschen seit mindestens 5000 Jahren.
    Schema der Entwicklung von yersinia pestis
    (© Simon Rasmussen, Morten Erik Allentoft, Kasper Nielsen, ..., Rasmus Nielsen, Kristian Kristiansen, Eske Willerslev, Published by Elsevier Inc. [http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/]).

    Noch sind die Nachweise der Pest in der Bronzezeit chronologisch wie räumlich weit gestreut, so dass man mit einer genaueren Rekonstruktion der damaligen Ereignisse vorsichtig sein muss. Immerhin ist es ein denkbares Szenario, dass die Pest solch massive Bevölkerungseinbrüche in Europa mit sich brachte, dass anschließend Einwanderer aus dem Osten - aus den Regionen, aus denen yersinia pestis wohl auch damals endemisch war - nach Mitteleuropa einwanderten. Sie waren gegen die Erreger wohl immun. Es wird indes zu prüfen sein, inwiefern sich das Auftreten des Pesterregers chronologisch wird einengen lassen. Bislang ist nur ein Beleg aus Estland mit der Schnurkeramik in Verbindung zu bringen. Gräber, die eindeutig Pesttoten zugeordnet werden können, fehlen bislang. Die Funde des Erregers y.p. in bronzezeitlichen Gräbern bedeuten nur, dass die Personen infiziert waren, aber nicht, dass sie auch daran gestorben sind.

    (Copyright: Simon Rasmussen,
    Morten Erik Allentoft, Kasper Nielsen, ...,
    Rasmus Nielsen, Kristian Kristiansen, Eske Willerslev, Published by Elsevier Inc.
    [http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/]).


    Von kritischer Bedeutung ist auch die Frage, inwiefern diese bronzezeitliche Variante von y.p. übertragen wurde. Eine entscheidende Adaption von y.p., um im Floh längere Zeit zu überleben und so auch über größere Strecken in Kleidung oder Textilien transportiert zu werden, war damals noch nicht erfolgt. Noch erscheint es fraglich, ob y.p. für die vermuteten gravierenden Einbrüche in der Bevölkerung tatsächlich verantwortlich sein kann.

    Grab aus Bulanovo in Südrußland, 2280-247 BC
    (Foto: Mikhail V. Khalyapin, Copyright: Simon Rasmussen, Morten Erik Allentoft, Kasper Nielsen, ..., Rasmus Nielsen, Kristian Kristiansen, Eske Willerslev,
    Published by Elsevier Inc. [http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/]).
    Bislang ist es selbst für den Pestausbruch des Mittelalters noch weitgehend ungeklärt, wie hier die Übertragung stattgefunden hat, da die Pest auch solche Gegenden erreicht hat, in denen die Ratte als Überträger ausscheidet. Möglicherweise ist der Pestausbruch des 14. Jahrhunderts weit komplexer. Hier wird man prüfen müssen, inwiefern eventuell verschiedene Varianten von y.p. daran beteiligt waren.


    Links


    Literaturhinweise



    • Bos u.a. 2011
      Kirsten I. Bos/ Verena J. Schuenemann / G. Brian Golding / Hernán A. Burbano / Nicholas Waglechner / Brian K. Coombes / Joseph B. McPhee / Sharon N. DeWitte / Matthias Meyer / Sarah Schmedes / James Wood / David J. D. Earn / D. Ann Herring / Peter Bauer / Hendrik N. Poinar / Johannes Krause: A draft genome of Yersinia pestis from victims of the Black Death. Nature 47, 2011, 506–510 (27.10.2011). - doi:10.1038/nature10549.
    • Haak u.a. 2015W. Haak/ I. Lazaridis/ N. Patterson/ N. Rohland/ S. Mallick/ B. Llamas u.a., Massive migration from the steppe was a source for Indo-European languages in Europe. Nature 522 (7555), 2015, 207–211. - DOI: 10.1038/nature14317.

      ResearchBlogging.org
    • Rasmussen u.a. 2015
      S. Rasmussen/ M. Allentoft/ K. Nielsen/ L. Orlando/ M. Sikora/ K. Sjögren/ A. Pedersen/ M. Schubert/ A. Van Dam/ C. Kapel/ H. Nielsen/ S. Brunak/ P. Avetisyan/ A. Epimakhov/ M. Khalyapin/ A. Gnuni/ A. Kriiska/ I. Lasak/ M. Metspalu/ V. Moiseyev/ A. Gromov/ D. Pokutta/ L. Saag/ L. Varul/ L. Yepiskoposyan/ T. Sicheritz-Pontén/ R. Foley/ M. Lahr/ R. Nielsen/ K. Kristiansen/ E. Willerslev: Early Divergent Strains of Yersinia pestis in Eurasia 5,000 Years Ago Cell, 163 (3), 2015, 571-582 DOI: 10.1016/j.cell.2015.10.009.
    • Wiechmann u.a. 2005
      I. Wiechmann / G. Grupe, Detection of Yersinia pestis DNA in two early medieval skeletal finds from Aschheim (Upper Bavaria, 6th century A.D.). American Journal of Physical Anthropology 126 (1), 2005, 48–55. - doi: 10.1002/ajpa.10276.

      Interner Link

      Link

        Montag, 27. Oktober 2014

        The forgotten Indus Civilisation

        guest post by Sidra Gulzar


        Pakistan is a country with one of the earth's richest archaeological legacies of human history. It has unprecedented 'treasures' in the shape of monuments of ancient civilization and historical buildings. Here we find relics from stone age up to modern days. We have the remains of ancient flora and fauna, bronze age Indus valley civilization, rock carvings, Alexander's regime and the remains of Buddhist civilization as well. Traces of a dynamic human settlement can be detected throughout all periods.

        Indus Civilization
        However, Pakistan's most otstanding heritage is the Indus valley civilization which is regarded the world´s largest political denomination of its time. The main phase of the Indus valley civilization dates to the Bronze Age and is also known as Harappan civilization (because the first city discovered was Harappa) and its antecedents are called Harappans. The ancient sites of Indus valley civilization covers the area of present day Pakistan, India, Afghanistan and some parts of Iran.
        Obviously there were complex political forms, spreading over vast areas within the Indus civilisation, but still little known.

        Chronology
        The Indus valley culture existed from approximately 7000BCE and declined around 1900BCE. The remains of Mehargarh village, found in province Balochistan represent an aceramic early neolithic and is one of the earliest agricultural sites of the region.

        From 7000 until 1900BCE there are the emergence of several cultures in different regions of Pakistan, India and Afghanistan. These cultures developed into a full urbanized society with a scripture which unfortunately cannot be deciphered yet.

        A rough chronology of Indus valley civilization:


        Dates
        Phase
        Eras
        7000-5500BCE
        Mehargarh phase
        Early food producing era
        Neolithic
        5500-2600BCE
        Early Harappan phase
        Regionalization era
        2600-1900BCE
        Mature Harappan phase
        Integration era
        Bronze Age
        1900-1300BCE
        Late Harappan phase
        Localization era
         

        Ancient rivers irrigated the Civilization
        Water is life, without water existence of life is not possible. Its true, and for Harappans there were two major river systems. One is the “Indus river”, the other is known as “Ghaggar Hakra river”. These two water systems were used by Harappans to irrigate the land and for other purposes of life.
        Both rivers were independent: The Indus river originated from Himalaya foothills and irrigated the western part of the civilization; the Gagghar Hakra river system originated from Siwalik foothills when it entered in Pakistan, carried water from Sutlej and irrigated the eastern part of civilization. 


        Discoveries of the Sites

        The first Harappan city was discovered by Charles Masson already in the early 19th century and the first Harappan seal was published by Alexander Cunnigham in 1872-75. Excavations, started by Sir John Hubert Marshall and his team in 1921, were the starting point of a huge number of research activities before the partition of India in 1947.
        Extensive pottery including jars, dishes, glasses, disposable glasses, plates, dishes on stand, and cooking pots have been discovered from Indus valley sites. Blades, chert, stones, bangles, beads, jewelry, terracotta cake etc. are also most common findings. The most significant discovery from Indus valley sites is seals. Seals and clay tablets with script and many decorative motifs have been discovered from mature Harappan sites which show the trade and prosperous economy of this civilization.

        Trade links with other civilizations

        There is evidence of trade relations between the Indus valley, Mesopotamia and Egypt. Many Indus valley seals were found in nearby regions as Sumer, Behrain and Egypt, predicting trade and cultural relationships with other societies. Trade goods include terracotta pots, beads, gold and silver, coloured gemstones such as turquoise and lapislazuli, metals, flints, seashells and pearls.
        In this sense the study of the Indus civilisation is a great effort to reconstruct the social and cultural interaction between European and Asian Bronze Age civilizations.


        Some major sites of the Indus Civilisation: Harrappa, Mehgarh, Rakhigiari and Moinjodaro (circles) - and the location of Ganeriwala (red star)

        Urban centers

        Harappa and Moinjodaro are two largely excavated sites of Indus valley. Both cities are well planned urban centers with huge houses (some of them are double storey) and 'modern' sewerage systems of covered drain.Water wells and sewerage systems were present in almost every house.
        The concept of a citadel and a lower town has been used as the basic concept of construction. Harappa had fortification wall around and the main city is situated inside a wall. Possibly the wall was built to protect the town from flood.
        At Moinjodaro the same pattern of the citadel and lower town has been used. The sewerage system that Harappan people used 2600BCE is similar to the system, which people use in  modern day Europe.
        However, Harappa and Moinjodaro are the only big sites which are investigated. But there are many small sites which are excavated on limited scale.

        Small Indus valley sites
        Unfortunately a big area of expected Indus valley sites are still unexplored. From these unexplored sites Cholistan dessert is a hub of ancient Indus valley sites and Ganweriwala is the largest among them.


        “Ganweriwala” - a city of Indus valley civilization

        One most significant site is “Ganweriwala” from Cholistan region (southern Punjab Pakistan).
        This site is situated in a deserted environment and teh region may be seen as an outland region of the Indus valley. The area firstly explored by Sir Aurel Stein in 1941. Later Dr. Mughal carried four season field work from 1972 till 1976 along the 300 miles river Hakra belt. He extensively explored 414 ancient Indus valley sites along the old river Hakra bed. There is a continuous fluctuation in the formation of sites, which shows the development phases of Indus valley civilization. The time period of these sites started from fourth millennium BCE until medieval period.
        The site has two closely situated mounds like other Harappan cities with measurements of 503 x 533 ft (ca. 153 x 162 m) and 488 x 290 ft (ca. 149 x 88 m) and 28 ft (8,5m) height. Both mounds cover 81.5 hectares, which is 16 hectares larger than Harappa. It became a core part of vast network of Indus cities, which include Moinjodaro, Harappa, Rakhigarhi and Dholavira. The surface of this site is very very rich with archaeological finds. Ceramics of mature Harappan period, clay toys and a clay tablet have been reported. The discovery of clay tablets signifies the social cultural value of this site. The clay tablet has the motif of a seated man in yogee position which is the most common feature finding from the Indus seals and Indus clay tablets. This site has been declared the third urban center of Indus valley civilization in Pakistan because of its huge occupation area. One another important aspect is that it is situated between on equal distance from Moinjodaro and Harappa. Its discovery rises a big question for Indus valley Specialists about its inter-regional and regional connections in term of trade and socio-political relations to the outer world.




        Huge mounds of Ganweriwala site in Cholistan
        (foto: Sidra Gulzar)



        Need of special attention

        Almost four decades have been passed since Mughal documented the 414 sites, but unfortunately no excavations or no further investigations have been realized. Especially Ganweriwala is important in many points. It is the largest site in Cholistan region and it seems to have the same pattern of construction than Moinjodaro has: a citadel to the west and a lower city to the east. The most pathetic aspect of this archaeological rich area is, that it is still neglected by the worlds' archaeologists.

        But of this neglection the site is now going towards vandalism and destruction. There are also several environmental factors, which enable the access of the site. Local nomadic people do not know much about archaeology and about the past of human being. This unconsciousness is causing serious loss of precious heritage. At Ganweriwala a road has been constructed on the main site which is very harmful for the antiquities.
        Some serious steps needed to protect this asset from all present day dangers.



        A road on the top of Ganweriwala site
        (foto: Sidra Gulzar)



        It's time to call special attention for the hidden Indus valley sites in Pakistan. The Ganweriwala site is a precious asset for the ancient urban cities. It should be save for the further archaeological investigations. And it must be protected for future generations, as it is heritage for all humans. 
        There are many `Ganweriwalas` not only one `Ganweriwala` which are not classified as world heritage. A documentation of sites of the Indus civilization is a real asset for the whole world. Unesco World heritage authorities should take special notice of the current archaeological situation in Pakistan, otherwise humanity will be deprived of his Bronze Age ancestors. We need to create the importance of this glourious civilization internationally to draw the real picture of interaction between Asia and Europe. 
        Nevertheless these sites are crucial for our knowledge about a glorious past and daily life of forgotten Indus civilization….


        Links


        Bibliographical references
        Mughal, M. R, 1981, New Archaeological Evidence from Bahawalpur, ed; Dani, A.H, Indus Civilization: New Perspectives, Quid e Azam University, Islamabad

        Mughal, M. R, 1982, Recent Archaeological Research in Cholistan Desert, Oxford and IBH Publishing Co. New Delhi

        Mughal, M. R, 1990, Further Evidence of Early Harappan Culture in the Greater Indus Valley; 1971-90, South Asian Studies, vol,6.

        Mughal, M. R, 1990, The Harappan Settlement Systems and Patterns in the Greater Indus Valley (circa3500-1500); Pakistan Archaeology, vol.25





        Sidra Gulzar is a PhD candidate at Gothenburg University in Sweden. She comes from Pakistan and currently works on the Ganeriwala site. She has keen interest to explore new sites of archaeology world wide.http://www.historiskastudier.gu.se/english/Staff/sidra-gulzar/

        Donnerstag, 10. April 2014

        Streit um die Goldmine

        Im Fall der ältesten Goldmine der Welt in Sakdrisi, südwestlich von Tiflis in Georgien gibt es seit längerem Streit (siehe Archaeologik [22.8.2013]), nachdem es die Minengesellschaft gelungen ist, der Fundstelle den Schutzstatus zu entziehen.
        Zusammenfassend:
        Das Ministerium, das der Fundstelle aufgrund von Gutachten der Minengesellschaft nahestehender 'Experten' den gesetzlichen Schutz entzogen hatte, fordert nun allerdings  wieder archäologische Untersuchungen.
        Derzeit lanciert die Minengesellschaft ihre Darstellung, wonach überhaupt keine archäologische Fundstelle vorliege.
        Die Bevölkerung vor ort demonstriert trotz des drohenden Verlusts von Arbeitsplätzen gegen die Öffnung des Bergbaus in Sakdrisi. Zu einer Demonstration am 22.3.2014:
        Weitere Internetressourcen zum Streit
        Der Protest:
        Die Petition:
         Literatur
        Stellungnahmen
        Nachtrag (18.4.14):

        Donnerstag, 22. August 2013

        Älteste Goldmine wird nach dubiosem Gutachten einer modernen Minengesellschaft preisgegeben

        Die Goldmine von Sakdrissi in Georgien, etwa 50 km südwestlich von Tiflis wurde im Jahre 2006  unter Schutz gestellt.
        Archäologische Forschungen, an denen die Ruhr-Uni Bochum beteiligt ist, konnten die Mine in die Zeit um 3000 v.Chr. datieren, was sie zu einer der ältesten Goldminen überhaupt macht.

        Auf Anweisung des georgischen Ministeriums für Kultur und Denkmalpflege vom 5. Juli 2013 wurde der Schutz aufgehoben. Bis zum 15. September müssen zudem die archäologischen Forschungen dort beendet werden.
        Die Entscheidung beruft sich auf eine Formfehler bei der Unterschutzstellung sowie auf ein Gutachten, an dem keiner der einschlägigen Experten, wohl aber Vertreter der Bergbaugesellschaft RMG Gold Ltd beteiligt waren. Diese hat die Abbaurechte erhalten und möchte ab September 2013 im Tagebau eine Goldmine betreiben, der auch das Areal der prähistorischen Bergbaus betrifft.


        Prof. Thomas Stöllner von der Ruhr-Universität Bochum schildert die Situation in einem offenen Brief v. 3.8.2013, der sich bei http://www.archeologia.be/georgia.html findet. Hier sind auch die zugehörigen Dokumente als pdf abzurufen:
        Die georgischen Kollegen haben eine Petition gestartet, die die Kommission und ihr Gutachten in Frage stellt:

        Donnerstag, 24. Januar 2013

        Indianerspitzen von der Schwäbischen Alb

        Das Problem verschleppter Artefakte und von Abfällen moderner "experimenteller" Archäologie ist im Prinzip erkannt (vergl. Archaeologik). Es ist kein neues Problem. Hier seien einige Beispiele extremer Fundverschleppungen aus dem Württembergischen gezeigt, die aber gleichwohl von kulturhistorischer Bedeutung sind - wenn auch nicht für die Steinzeit, sondern für die Geschichte des 19. Jahrhunderts.

        1.) Im Heimatmuseums Geislingen liegen 8, teilweise fragmentierte Geschossköpfe. Sie sind in dem von Georg Burkhardt in den 1920er und 30er Jahren angelegten Inventarbuch unter der Nummer 624 verzeichnet.
        Abb. 1. Heimatmuseum Geislingen Inv. 624:
        indianische Pfeilspitzen
        (Foto R. Schreg, 1993)

        Samstag, 22. September 2012

        Bronzezeitliche Siedlung wird doch saniert!

        Bronzezeitliche Hütte von Nola, Croce di Papa
        (Foto: Mastrolorenzo u.a. PNAS 103, 2006
        [Public Domain], WikimediaCommons)
        Die italienische Zeitung La Repubblica Napoli.it meldet (18.9.2012), dass in letzter Minute ein Sanierungsprogramm für die bronzezeitliche Siedlung in Nola beschlossen wurde.


        Literatur
        G. Mastrolorenzo/P. Petrone/L. Pappalardo u. a., The Avellino 3780-yr-B.P. catastrophe as a worst-case scenario for a future eruption at Vesuvius. Proceedings of the National Academy of Sciences 103, 12, 2006, 4366–4370.




        Vergl. auf Archaeologik 24.8.2012: Erneut begraben: Die bronzezeitliche Siedlung von Nola, Croce di Papa

        Freitag, 24. August 2012

        Erneut begraben: Die bronzezeitliche Siedlung von Nola, Croce di Papa

        Es war eine Sensation: 2001 wurde zu Füßen des Vesuvs beim Bau eines Einkaufszentrums in Nola eine bronzezeitliche Siedlung entdeckt, die, wie rund zwei Jahrtausende später das nahegelegene Pompei am 24. August 79, von einem Vesuvausbruch überrascht und verschüttet wurde. Exzellente Erhaltungsbedingungen und eine bemerkenswerte Siedlungsstruktur machen die Siedlung zu einem einzigartigen Zeugnis europäischer Vorgeschichte.
        Jetzt wird die Grabung zugeschüttet - ein steigender Grundwasserspiegel hatte schon vor einiger Zeit die Hüttenreste unter Wasser gesetzt.
        Mehrere Lösungen wurden diskutiert: stärkere Pumpen oder die Ummantelung der Grabungsstelle mit einem wasserundurchlässigen Kasten. Jetzt wird zugeschüttet.


        Größere Kartenansicht
        Quelle:

        Links
        (mangels frei zugänglicher wissenschaftlicher Internetressourcen leider eher sehr populäre Referenzen)


        Literatur
        • C. Albore Livadie: A First Pompeii: the Early Bronze Age village of Nola-Croce del Papa (Palma Campania phase). Antiquity 76, 2002, 941-942.
        Nachtrag 22.9.: siehe jetzt: Archaeologik: Bronzezeitliche Siedlung wird doch saniert

        Donnerstag, 23. Juni 2011

        Hoffen auf Welterbe-Status für nordalpine Pfahlbauten

        Am kommenden Wochenende soll die UNESCO entscheiden, ob die nordalpinen Pfahlbauten in der Schweiz und dem süddeutschen Alpenvorland Weltkulturerbe werden. Der Antrag ist international angelegt und umfasst Pfahlbaustationen rund um die Alpen, auch in Frankreich, Italien und Slowenien.


        Dazu schon vorab einige Berichte in den Medien
        BR-online
        3sat: nano
        Südwest-Presse (hier die meisten Informationen zum Antrag)
        FAZ

        Info auf den Seiten des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen
        und bei der UNESCO selbst

        Donnerstag, 26. Mai 2011

        Bronze- und urnenfelderzeitliche Höhensiedlung Ehrenstein

        Vom Schlossberg in Ehrenstein (Alb-Donau-Kreis) sind seit langem vorgeschichtliche Funde bekannt. Albert Kley hatte in den 1930er Jahren kleinere Sondagen vorgenommen.
        1957 wurden die Funde in den Fundberichten aus Schwaben (Neue Folge) in Zeichnungen vorgelegt, wobei Hans-Jürgen Hundt, damals am RGZM in Mainz die frühbronzezeitlichen Keramikfunde in einer näheren Bearbeitung würdigte. Die Funde wurden daraufhin verschiedentlich in der Diskussion um die frühbronzezeitliche Keramik zitiert.
        Da die Beschreibung der Scherbenbeschaffenheit aber etwas zu wünschen übrig lässt, gebe ich hier einige ausgewählte Scherben im Foto.
        Ehrenstein Schloßberg
        Fundber. Schwaben N.F. 14, 1958, Taf. 13,12

        Fundber. Schwaben N.F. 14, 1957, Taf. 12,9

        Fundber. Schwaben N.F. 14, 1957, Taf. 12,10
        unpubl.


        unpubl.
        Zur urnenfelderzeitlichen Phase:
        'Mondidol'
        Fundber. Schwaben N.F. 14, 1957, Taf. 16,11


        Stempel
        Fundber. Schwaben N.F. 14, 1957, Taf. 16,5


        Daneben finden sich auf dem Ehrensteiner Schloßberg noch Funde der Hallstattzeit und des frühen und hohen Mittelalters.


        Literatur

        Dienstag, 24. Mai 2011

        Krise in der Bronzezeit

        Ein Beitrag bei BBC News, Science and Environment geht der Frage einer Krise am Ende der britischen Bronzezeit nach. Ein eklatanter Rückgang der Fundstellen und nachfolgende Traditionsbrüche führen zu einem Krisenszenarium, für das auch umwelthistorische Hintergründe in der Diskussion sind.