Montag, 9. Mai 2022

140 Löcher in Manching

So was kann kein Sondengänger mehr schön reden (von wegen Pflughorizont, nix gewusst, eigenes  Geschichtsinteresse etc.): Über eine laufende Grabung in einer der prominentesten  archäologischen Fundstellen Bayerns fallen Sondengänger her und hinterlassen 140 Löcher. Mindestens 140 Funde, die fehlen um zu datieren, Nutzungsareale und letztlich den Alltag im Oppidum von Manching zu rekonstruieren. Mit zu vielen Löchern ist das Gesamtbild nicht mehr das, was es mal war. 
In Manching wurden im Lauf der Jahrzehnte zwar schon viele Flächen gegraben und es gibt schon viele Funde, aber für eine wissenschaftliche Rekonstruktion braucht es einen möglichst vollständigen Datensatz. Pflug und Baumaßnahmen machen schon genug kaputt, da braucht es nicht auch noch Idioten mit Sonde statt Hirn...
 
Mona Lisa mit 140 Raubgrabungslöchern
(verändert nach Leonardo da Vinci via WikimediaCommons)



 

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Info zum Oppidum von Manching:

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