Freitag, 29. August 2014

Archäologie ist Friedensarbeit

Archäologie ist Friedensarbeit: Sie behandelt das Fremde in der Vergangenheit und in der Gegenwart. meint Roberto Fontolan, Direktor des Communion and Liberation International Center in Rom (vergl. wikipedia).
Vorträge und Beiträge zu einer aktuellen Konferenz zur Situation in Syrien, 24.-30.8.2014 in Rimini

Donnerstag, 28. August 2014

Themenabend bei ARTE: Kunstmafia und Kriegsmillionen

Dienstag 2. September 2014 um 20.15: Thema Kunstmafia und Kriegsmillionen:

mit zwei Dokumentationen: "Die Spur der Tempelräuber" behandelt Statuen aus Kambodscha, die bei Sotheby's versteigert wurden. Die Dokumentation "Blutige Beute" verspricht, dass sie "den Geheimnissen des europäischen Kunsthandels auf den Grund geht. Thematisiert wird der Verdacht, dass Antikenraub und -handel der Finanzierung von Krieg und Gewalt dient und Terrorgruppen mit Geld versorgt.

siehe auch auf Archaeologik:

Donnerstag, 21. August 2014

Virtuelle Archäologie in Baden-Württemberg

Offiziell wurden vorige Woche die 3D-Modelle vorgestellt, die die archäologische Denkmalpflege Baden-Württemberg online bereit stellt.

Zu erreichen ist die 'virtuelle Archäologie' unter:
Die bisher verfügbaren Modelle zeigen die Bandbreite der Anwendungen:

Die Ansicht der 3D-Modelle erfolgt mittels Sketchfab im Browser. Hier gibt es auch die Möglichkeit, die 3D-Modelle über Social Media zu teilen oder mit einem code auf anderen Website einzubinden. Die rechtlichen Bedingungen, ob und wie das erlaubt ist, werden aber nirgendwo explizit angegeben. In den Erläuterungen ist beiläufig von "freiem Download" die Rede, weshalb hier der Menhir von Weilheim mit der bereit gestellten Funktion als Beispiel eingebunden sei:



So beeindruckend das Heidengraben-Modell auf den ersten Blick ist, so haben doch die früheren archäologischen Pläne des Oppidums einen höheren Informationsgehalt. Die Auflösung ist relativ gering, so dass es nicht prospektiv zu verwenden ist, sondern allenfalls illustrativ zu verwenden ist. Dann aber ist es eventuell störend, dass es im Hangbereich viele Datenlöcher gibt und auch die Kacheln der LiDAR-Scans sind nicht sauber geglättet sind.
Anders sieht es mit der Dokumentation des Menhirs von Weilheim aus, der sehr gut die Details erkennen lässt. Hier hat das 3D-Modell großen wissenschaftlichen Wert. Für ein breiteres interessiertes Publikum würde eine Fototextur aber einen höheren Grad an "Authentizität" vermitteln.
Grundsätzlich stellt sich bei solchen 3D-Modellen, wo ihr Nutzen über eine reine Visualisierung hinaus liegt. Die Antwort liegt sicher in der Möglichkeit zu weitergehenden Analysen - was aber das Prinzip der Open Data erfordert, das über die Bereitstellung fertig interpretierter Modelle hinaus geht.

Link

Online-Petitionen in der Archäologie

Online Petitionen sind in Mode. Man kann darüber streiten, inwiefern sie tatsächlich Einfluß auf politische Entscheidungen nehmen können. Der DGUF-Newsletter v.6.8.2014 frägt "Folgenlose Klickerei oder wachsender Einfluss der Bürger: Was Online-Petitionen und -Kampagnen erfolgreich macht". Aber jenseits der Frage, was Petitionen praktisch erreichen können, sind sie auch ein Zeichen dafür, dass eine Öffentlichkeit zunehmend eine Mitbestimmung und Beteiligung an ihrem Kulturerbe einfordert.

Petitionen

Petitionen sind ein Instrumentarium der demokratischen Meinungsbildung und können sich an verschiedene Adressaten der Legislative wie der Exekutive wenden. Petitionen an die Parlamente haben oft insofern besonderen Rechtscharakter, als ein Anrecht besteht, dass sich die Volksvertretung mit dem Anliegen auch tatsächlich auseinandersetzt. Der Bundestag unterhält dazu einen eigenen Petitionsausschuß. Über ein eigenes Portal können Petitionen auch online eingereicht werden (https://epetitionen.bundestag.de/epet/peteinreichen.html). 
Ansonsten gibt es heute zahlreiche Petitionsplattformen, von denen in Deutschland change.org und openpetition derzeit besonders bedeutend sind. Im Unterschied zu den offiziellen Petitionen an die Parlamente haben diese online-Petitionen keine rechtliche Wirkung. Sie sind lediglich Appelle. Wirksam werden sie, wenn es gelingt, eine überraschende Anzahl von Unterstützern zu finden, die zeigt, dass sich Wähler oder Kunden für ein Thema einsetzen. 

Petitionen zur Denkmalpflege

Inzwischen gibt es international eine große Zahl von Petitionen, die Fragen der Denkmalpflege und der Archäologie betreffen. Einige Beispiele seien im folgenden aufgeführt:
Pont Valentré in Cahors
(Foto: S. Schreg, 1978)


In Deutschland sind entsprechende Petitionen (noch?) relativ selten. Beispiele sind etwa: