Samstag, 5. November 2011

Gräber weit im Westen: Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung auf den Azoren

Monte brasil Azores Terceira
Monte Brasil auf Terceira
- eine der Fundstellen vorgeschichtlicher Hypogäen
(Foto: Francisco ANtunes bei flickr [CC BY 2.0])
Im Juni 2011 stellte Nuno Ribeiro bei der Associação Portuguesa de Investigação Arqueológica (APIA) die Entdeckung von Hypogäen - aus dem Fels gearbeitete (Grab?)Gruben auf Corvo und Terceira vor.
Obwohl die Azoren seit der Antike bekannt waren, ging man davon aus, dass die Inseln erst durch die Portugiesen zu Beginn des 15. Jahrhunderts besiedelt wurden.
Die Datierung der neu entdeckten Befunde ist bislang allerdings unklar, vermutet wird unter Verweis auf ähnliche Anlagen im Mittelmeerraum eine Datierung in das 10. bis 3. Jahrhundert v.Chr.
Aufgrund der Neuentdeckung wurde angeregt, erstmals eine archäologische Karte für die Azoren zu schaffen.


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Donnerstag, 3. November 2011

"Anthropology not needed here"


Interessant finde ich im Hinblick auf wiederkehrende ähnliche Schwierigkeiten in Deutschland die Diskussion in den USA um die Äußerungen des Gouverneurs von Florida, Anthropologie sei überflüssig und Studienabschlüsse müssten zugunsten von "people science, technology, engineering, and math degrees" zurückgefahren werden. Sie ist auf PLOS Blogs in einem Beitrag von Daniel Lende mit zahlreichen Nachträgen und Kommentaren dokumentiert.
Zahlreiche Reaktionen von Einzelpersonen, Universitäts-Fachbereichen und Anthropologie-Verbänden spiegeln die aktuelle Situation der amerikanischen Anthropology. Die Diskussion berührt grundlegende Aspekte der Disziplin, die in den USA aus den vier Feldern culture, linguistics, biology und archaeology besteht: die Wahrnehmung der anthropology - und als Teil davon der Archäologie - in der Öffentlichkeit und Politik, die Job-Aussichten (quantitativ wie qualitativ) sowie das Selbstverständnis des Faches.

ergänzender Link:

Dienstag, 1. November 2011

Erdbeben und Tsunami in Japan - Schäden und Sicherungsmaßnahmen an archäologischen Fundstellen

Ein Bericht in der Antiquity Project Gallery v. 23.6.2011 über die Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunami in Japan auf die archäologischen Denkmäler.
Mit Verweis auf weitere Quellen und eine Schadenskartierung:

Samstag, 29. Oktober 2011

Forum für Scharlatane?

Eine interessante Diskussion um eine Einladung des Pseudoarchäologen Semir Osmanagić an die Linnæus Universität in Kalmar durch Cornelius Holtorf findet derzeit im Blog Aardvarchaeology statt. Martin Rundkvist hat dort seine Kritik geäußert, dass dem bosnischen Geschichtsrevisionisten und Nationalisten ein Forum und vor allem akademische Reputation gegeben wird.

Bosnian Pyramid
"Pyramide" in Bosnien
(Foto: mhare [public domain/ wikimedia commons])
Cornelius Holtorf verteidigt in den Kommentaren seine Einladung mit dem Argument, die Archäologie müsse sich mit der zeitgenössischen Gesellschaft auseinandersetzen.
Sicher ist es interessant, zu sehen, warum Osmanagić mit seinen fantastischen bosnischen Pyramiden so erfolgreich ist und welche Auswirkungen das auf Gesellschaft und Archäologie hat. Eine davon ist sicher, dass die Archäologie an Glaubwürdigkeit verliert - eine Diskussion über das "Phänomen der bosnischen Pyramiden" ist deshalb zweifellos nötig (zumal offenbar echte archäologische Befunde zerstört werden), aber eine Einladung an eine Universität ist m. E. das falsche Zeichen.


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Montag, 24. Oktober 2011

Ungarn: Umstrittenes Denkmalschutzgesetz angenommen

Das Ungarische Parlament hat mit 234 (v.a. Fidesz und KDNP) zu 90 Stimmen das umstrittene Denkmalschutzgesetz angenommen, das ohne Anhörung der Archäologie das kulturelle Erbe des Landes und Europas wirtschaftlichen Interessen opfert.

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