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Dienstag, 21. Juli 2026

Das Fightback der Denkmalanwälte gegen die Trump'sche Aushebelung des Denkmalschutzes in den USA

POTUS Don. Trump hatte zuletzt Ärger mit dem Denkmalschutz (vgl Archaeologik 1.4.2026; . Archaeologik 12.6.2026;  Archaeologik 13.6.2026), der ihm den Megaproloballsaal am Weißen Haus gestoppt  hat und Bedenken gegen  den Trumpbogen vorgebracht hat. 

Jetzt versucht die Trumpregierung den Denkmalschutz zu stutzen und die Konsultationen, die sie illegal umgangen hat, zu streichen.

Überraschend kommt das nicht. 

Die Anwaltskanzlei Cultural Heritage Partners in Richmond hat sich auf Denkmalschutz spezialisiert - und konstatiert  “Cultural Heritage is a Human Right”. Daher ergänzt sich dies mit ihrem zweiten Schwerpunkt, "Tribal Nations Practice". Die Kanzlei ist Partei in den Auseinandersetzungen um das Kennedy-Center, das Trump mit seinem Namen vereinnahmen wollte, sie war - erfolgreich - Klägerin gegen das Entfernen von Denkmälern, die Trump zu woke waren und führt nun ein "Fightback" gegen die Bemühungen der Trump-Administration den Denkmalschutz auszuhebeln.

Verfahrenabläufe sollen verschlankt werden, Definitionen werden verändert. "This Is Worse Than Many of Us Feared. These draft revisions would effectively eliminate the consultative Section 106 process as we know it — the process that has protected historic places for nearly 60 years" (STRATEGY SESSION ACHP's Proposed Rewrite of the Section 106 Regulations. Cultural Heritage Partnershttps://culturalheritagepartners.com/wp-content/uploads/2026/07/20260720_finalppt_106regs.pdf).  

Die Abläufe der Demkmalpflege sind in den USA anders als in Deutschand und sehen in der Regel einen komplexen Konsultationsprozess vor ("Section 106"), insbesondere, wenn der Staat involviert ist. Bisher vorgeschriebene Konsultationen werden in das Belieben der koordinierenden Behörde ADVISORY COUNCIL ON HISTORIC PRESERVATION (ACHP) gestellt, weniger Baumaßnahmen würden begutachtet (staatliche Vorhaben generell ausgenommen) und die Kriterien, was als historisch wertvoll gilt deutlich verengt. Kulturlandschaften (in den USA für die tribal Nations von besonderer Bedeutung) würden wegfallen, denkmäler müssen  “geographically compact” sein, was in der Bedeutung recht unklar ist, aber weit verteilte ländliche Strukturen wie auch große urbane Strukturen ebenso ausschließen dürfte, wie vielleicht auch archäologische Fundstellen. Auf letzteres gehen Cultural Heritage Partners leider nicht ein, obwohl die Kanzlei mehrere Archäologinnen in ihrem Team hat. Ob überhaupt ein Prüfungsprozess begonnen wird, soll unter eine Kostenabwägung gestellt werden.

Bei Infrastrukturprojekten, die auf Bundesland liegen, Bundesmittel nutzen oder Bundesgenehmigungen erfordern, müssen Behörden prüfen, ob historische Stätten oder heilige Orte der indigenen Bevölkerung Schaden nehmen. Die Öffentlichkeit muss zwingend einbezogen werden. Der aktuelle Regelungsvorschlag sieht vor, diese Hürden drastisch zu senken. Bundesbehörden soll es künftig erlaubt sein, Großprojekte (wie Minen, Energieanlagen oder Regierungsbauten) im Eilverfahren durchzuwinken – teils ohne Einholung öffentlicher Stellungnahmen und ohne die Pflicht, Einwände von Bundesstaaten oder Stämmen zu berücksichtigen.

Bislang hat das ACHP die Änderungen empfohlen, die nach einem offiziellen Beschluß und Publikation  der Änderungen durch eine offizielle Anhörung müssen. Auf substantielle Eingaben im Rahmen des "Notice of Proposed Rulemaking" muss vor Inkrafttreten der neuen Regeln eingegangen werden.  Die Kanzlei fordert Bürger und Bürgerinnen auf, für dieses NPRM "mit der Erstellung von Kommentarbriefen zu beginnen, um Ihre Stimme zu hören und Ihren Kommentar zu zählen" .

Sie empfiehlt in den Briefen sich auf 8 Schlüsselpunkte zu konzentrieren, die das NPRM standardmäßig vorsieht und empfiehlt auf die konkreten Fragen zu antworten, konkrete Fakten, reale Projekte, Daten, Kosten und Verzögerungen anzugeben, die genauen Parafraphen, nicht die Regel im Allgemeinen zu zitieren. Man solle nicht nur Einspruch erheben, sondern alternative Textvorschläge machen. In dem Verfahren haben Eingaben von Tribes, SHPOs (State Historic Preservation Officers, also Denkmalpflegern), CRM-Firmen (Cultural Resource Management, private Dienstleister und Beratungsunternehmen, bei uns wären das wohl u.a. die Grabungsfirmen) und lokale Regierungen jeweils unterschiedliches Gewicht. Die Stellungnahmen sollen kurz und klar sein und müssen dann über ein Online-Portal  regulars.gov innerhalb einer 30-Tagefrist eingereicht werden.

Die Kanzlei kündigt bereits jetzt eine Klage gegen die neuen Regeln an, geht also davon aus, dass die Trumpregierung über Argumente hinweg geht. 

 

Zwar sind die Gesetzgebungsverfahren in Deutschland anders, aber im Hinblick auf Reaktionen gegen die Bestrebungen hierzulande den Denkmalschutz auszuhebeln, schien mir der Blick auf die Strategie der Richmonder Anwälte nicht uninteressant.

 

Interne Links zu den Angriffen auf die deutschen Denkmalschutzgesetze 

 

Interne Links zu Donald Trumps Geschichtspoltik

 

 

Nachtrag 

Es kommen nun Reaktionen und Statements insbesondere in den Social Media.

genannt sei:

Samstag, 13. Juni 2026

Trump darf Geschichte nicht umschreiben

Kurz vor dem 250. US-Geburtstag hat Bundesrichterin Angel Kelley in Boston die Regierung gestoppt: Sie untersagte die weitere Umsetzung von Trumps Executive Order 14253 „Restoring Truth and Sanity to American History“ – auf Deutsch: „Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft in der amerikanischen Geschichte“ (siehe dazu Archaeologik 31.3.2025) – und der darauf basierenden Anordnung Nr. 3431 des Innenministeriums in den Nationalparks.

Kelley begründete, gerade zum Jubiläum am 4. Juli 2026 dürfe Geschichte nicht geschönt werden. Die Regierung habe mit dem Dekret Schilder zu Sklaverei, Klimawandel und Bürgerrechten abhängen lassen und damit „unbestreitbare Wahrheiten“ zu „Halbwahrheiten“ gemacht – deshalb müsse die gemeinsame Geschichte „ehrlich erzählt und bis zum 250. Jahrestag vollständig wiederhergestellt“ werden.

Geklagt hatten Verbände aus Geschichte, Naturschutz und Wissenschaft – darunter die National Parks Conservation Association, die American Association for State and Local History und die Union of  Concerned Scientists.

Alle seit dem 20. Mai 2025 entfernten oder veränderten Ausstellungstexte müssen binnen 21 Tagen wiederhergestellt werden – also bis zum 3. Juli, knapp vor dem 250. Geburtstag der USA am 4. Juli. 

Wenige Stunden nach der Urteilsverkündung steht eine Reaktion von Don Trump noch aus. Aber ein Sprecher des Innenministeriums hat gegenüber CNN und anderen Agenturen Richterin Angel Kelley als „liberal activist judge“ bezeichnet und angekündigt, die Entscheidung anzufechten...

 

Interne Links


 

Freitag, 12. Juni 2026

Der Trump Arch auf schlammigem Grund

POTUS Trump will in Washington einen monumentalen rund 76 Meter hohen „Triumphbogen“ errichten.  Von einem "Triumph" ist die abstruse Außen- und Kriegspolitik des POTUS Don. Trump weit entfernt - aber statt eines Triumph Arch gibt es eben einen Trump Arch. Das Projekt des - jedenfalls laut Trump - größten und schönsten Bogens  hat viel Spott und Kritik geerntet.

 

Der Trump Arch
(Graphik:  Hstoops - Own work, CC0, via WikimediaCommons)

Der Monumentalbogen soll zum 250jährigen Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit westlich des Potomac River auf der Achse zwischen Lincoln Memorial und dem Arlington Friedhof errichtet werden.

Die Trump-Regierung versucht, den Bau massiv zu beschleunigen und setzt sich dabei über alle gesetzlichen Vorgaben und Zuständigkeiten hinweg. Die eigentlich erforderliche Einbindung des US-Kongresses übergeht POTUS Trump und die von ihm mit Anhängern neu besetzte United States Commission of Fine Arts hat das Projekt einstimmig gebilligt. Das Genehmigungsverfahren des National Park Service (NPS) wirft massive Fragen auf. Trotz einer prognostizierten Bauzeit von zwei bis drei Jahren versucht die Behörde aktuell, ein beschleunigtes Verfahren durchzudrücken und die normalen Abläufe und Genehmigungen zu umgehen.  Mit einer sehr kurzer Frist von insgesamt 10 Tagen (nur noch bis 15. Juni 2026)  gibt es ein öffentliches Anhörungsverfahren.  Das Formular ist beim National Park Service zu erreichen. Eine eigentlich vorgeschriebene fundierte Folgenabschätzung scheint zu unterbleiben, zumal unklar ist, wie das endgültige Konzept des Projektes aussehen wird. Wie der Koloss das historische Landschaftsbild verändert, wurde nicht ausreichend simuliert, ebenso wenig wurden die Auswirkungen einer nächtlichen Beleuchtung geprüft.

Vor allem fehlen die vorgeschriebenen Baugrunduntersuchungen, die sowohl die Statik wie auch die Archäologie betreffen.
Auf Staatsland des Bundes, das vom National Park Service (NPS) verwaltet wird, gelten für ein solches Bauprojekt streng geregelte gesetzliche Vorgaben. Selbst bei nachweislich gestörtem Untergrund entbindet das Gesetz den Bauträger nicht von archäologischen Prüfungen. Da es sich um Bundeseigentum handelt, greifen primär der National Historic Preservation Act (NHPA) und der Archaeological Resources Protection Act (ARPA). Ein gestörter Untergrund (wie die Aufschüttung durch das Army Corps) ändert den Prozess nicht grundsätzlich, sondern beeinflusst lediglich die Erwartungshaltung der Archäologen.
Der reguläre Prozess läuft in drei Phasen ab:
  • Phase I (Identification / Erkundung): Es muss eine historische Recherche und eine erste Bodenprüfung (oft durch Testbohrungen oder Suchgräben) stattfinden. Selbst wenn die oberen Schichten gestört sind, muss geprüft werden, ob darunter (im alten Flussbett) originale Schichten existieren.
  • Phase II (Evaluation / Bewertung): Werden Artefakte gefunden, wird geprüft, ob die Fundstelle für das National Register of Historic Places bedeutend genug ist.
  • Phase III (Mitigation / Schadensbegrenzung): Kann die Fundstelle nicht umgangen werden, folgt eine vollständige, wissenschaftliche Notgrabung (Data Recovery), bevor gebaut werden darf.
  • Die ARPA-Genehmigung: Für jede archäologische Grabung oder Bodenvorbereitung auf NPS-Land ist eine spezielle ARPA-Genehmigung erforderlich. Wer ohne diese gräbt oder archäologische Güter beschädigt, begeht eine Straftat.
Auch nach den Guidelines for Archaeological Investigations in DC lässt es eine im 20. Jahrhundert von Menschenhand aufgeschüttete Deckschicht nicht zu, ohne eine Phase-I/IA-Untersuchung (Geoarchäologie und GIS-Schnittanalysen) in die darunter liegende Paläolandschaft einzugreifen.  
Die Trump-Regierung versucht, direkt zu den geotechnischen Bohrungen überzugehen, ohne die Phase-I-Archäologie für Pre-contact-Ressourcen ordnungsgemäß abgeschlossen oder die Stämme konsultiert zu haben. Sollte AECOM bei den aktuellen Bohrungen im Juni 2026 auch nur ein einziges indigenes Artefakt aus dem alten Flussschlamm an die Oberfläche befördern, könnte dies das gesamte Projekt über Monate rechtlich blockieren. 
The Washington Post berichtete, dass die Regierung ein halbes Dutzend etablierter Denkmalschutzorganisationen – darunter den National Trust for Historic Preservation und die Cultural Landscape Foundation (TCLF) – einfach aus dem gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsprozess ausgeschlossen hat. Organisationen wie die TCLF haben bereits Klagen eingereicht. Sie argumentieren, dass das Übergehen dieser Prüfungen illegal ist und ein verheerendes Signal für den Schutz historischer Stätten im ganzen Land sendet.  

 

Die historische und archäologische Topographie von Washington DC

Die historische Topographie von Washington, D.C. basiert auf einem strengen, rationalen Barockkonzept, das bewusst Sichtachsen, demokratische Machtverteilung und strikte Höhenbegrenzungen miteinander verknüpft. 1791 wurde der Stadtplan von dem französischen Ingenieur Pierre Charles L’Enfant als Planstadt am Potomac River entworfen. Der Trump Arch sprengt die städtebaulichen Maßstäbe Washingtons in Bezug auf Höhe, Symbolik und Geometrie. Das Gelände selbst wurde in den 1920er Jahren mit ausgebaggertem Flusssediment aufgeschüttet und wurde zum Brückenkopf für die damals gebaute Arlington Memorial Bridge. Das Gelände liegt also außerhalb der ursprünglichen Stadtplanung, die immer wieder verändert und spätestens mit der Anlage des Arlington Gräberfelds 1864 in die politische Symbolandschaft einbezogen wurde. Mit komplexen archäologischen Strukturen der historischen Archäologie ist an der - statisch wohl nicht unproblematischen - Baustelle eher nicht zu rechnen. Wohl aber haben sich die Uferbereiche des Potomac als wichtige Fundlandschaft der präkolumbischen Zeit erwiesen. Das Risiko, bei den Fundamentarbeiten auf unentdeckte Pre-contact-Ressourcen zu stoßen, ist daher nicht zu vernachlässigen.

Pre-contact-Funde spielen eine massive rechtliche und politische Rolle, da sie sofort weitere Bundesgesetze aktivieren, die extrem streng ausgelegt werden. Sollten bei den Tiefbohrungen oder Erdarbeiten für das Fundament des Bogens menschliche Überreste, Grabbeigaben oder sakrale Gegenstände der amerikanischen Ureinwohner entdeckt werden, greift sofort der Native American Graves Protection and Repatriation Act (NAGPRA) mit einem sofortigen Baustopp. Das Gesetz schreibt vor, dass bei Funden die historisch dort ansässigen, staatlich anerkannten indigenen Stämme (wie die Piscataway Conoy Tribe oder die Pamunkey Indian Tribe) zwingend als gleichberechtigte Partner in den Section 106-Prozess eingebunden werden müssen.

Denkmalschützer sind ein wesentlicher Teil der Opposition gegen den Trump Arch. Erst im März haben Denkmalpfleger Trumps Monumentlballsaal am Weißen Haus vorerst gestoppt (Archaeologik 1.4.2026). Sie rufen nun aktiv dazu auf, die Bedenken in der kurzfristigen Anhörung einzubringen.  Sie möchten erreichen, dass zunächst das endgültige Projektdesign feststeht, damit die Prüfungen auch durchgeführt werden können. Die vollständige Dokumentation – inklusive der archäologischen Phase-Ia-Studie und aller Entscheidungsgrundlagen – müsse zumindest beratenden Organisationen und indigenen Stämmen transparent zugänglich sein. Zehn Tage Frist für die Anhörung seien für die Bewertung derart massiver Auswirkungen auf Dutzende historische Objekte unzureichend. Die Kommentierungsfrist müsse verlängert werden. Die Öffentlichkeit möge sich in diesem Sinne an der Anhörung beteiligen.

Links

  • Kunst-Kommission macht Weg für Trumps Triumphbogen frei. Spiegel (22.5.2026). - https://www.spiegel.de/ausland/usa-kommission-macht-weg-fuer-donald-trumps-triumphbogen-in-washington-d-c-frei-a-b1f0bdb0-ea7f-4b0d-a2d1-3a49f2ad1dea
  • Größer als das Pariser Vorbild – Trump will in Washington einen Triumphbogen bauen lassen. Welt 11.4.2026. - https://www.welt.de/vermischtes/article69d9f3470695c741e3c297aa/praesidiales-bauvorhaben-groesser-als-das-pariser-vorbild-trump-will-in-washington-einen-triumphbogen-bauen-lassen.html 
  • Trump’s arch gets overwhelmingly negative public feedback but appears poised to move forward. CNN 17.4.2026. - https://edition.cnn.com/2026/04/16/politics/trump-arch-feedback-commission 
  • Trump officials lay out aggressive timeline to build triumphal arch. The Washington Post 10.6.2026. - https://www.washingtonpost.com/politics/2026/06/10/trump-officials-lay-out-aggressive-timeline-build-triumphal-arch/ 
  • Zur Archäologie in Washington bietet der NPS eine Artikelserie online: https://www.nps.gov/articles/series.htm?id=D66CB41B-D9B4-3504-A62D536B320F70C8 
  • Historic Landmarks: https://opendata.dc.gov/datasets/992ca2e2d4e04f08b46d03ee0dbe791a_24/explore?location=38.930723%2C-77.012026%2C12 
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    Mittwoch, 1. April 2026

    Denkmalpflege stoppt Trump

     Erst mal…

    Meldung von gestern anscheinend kein Aprilscherz…

    Baustelles des Trump-Ballsaal an Stelle des illegal abgerissenen Ostflügels des Weißen Hauses 
    (Foto:G.Edward Johnson,    CC B Y SA 4.0 via WikinediaCommons)


    Mittwoch, 30. April 2025

    100 Tage Don. Trump: US-Wissenschaft ist abgetaucht

     

    via WikimediaCommons


    Nicht mal 100 Tage nach seinem Amtsantritt hat Don Trump die Welt systematisch mit Verunsicherung und Tabubrüchen überzogen. Wenig sicher Geglaubtes  hat noch Gültigkeit. Systematisch wird die Axt an Demokratie, sozialer Empathie und Wissenschaft zugunsten von Profit und Egoismus gelegt - und eine Opposition ist kaum erkennbar.

    Die massiven Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit werden weitgehend hingenommen. Zwar zieht die Harvard University gegen die Finanzkürzungen vor Gericht, andere Universitäten sind aber gegenüber Trumps Forderungen eingeknickt und haben die Prinzipien der Wissenschaftlichkeit hintenangestellt.

    Vordergründig geht es um die propalästinensischen Demonstrationen Studierender, tatsächlich verlangt die Trump-Regierung ein Mitbestimmungsrecht bei der Zulassung von Studierenden, bei der Berufung der Professoren und in der Auswahl der Forschungsthemen. Der Regierung unangenehme Themen sollen nicht mehr thematisiert werden. Dazu zählt auch eine seriösen Geschichtsforschung - der Begriff "cultural heritage" steht auf der Liste unerwünschter Themen und Worte, stört sie doch das konstruierte Eigenbild der MAGA-Bewegung.

    Der Aufschrei jält sich auffallend in Grenzen. 1000 Demonstranten in Washington Anfang März unter dem Motto "Stand Up for Science" sind keineswegs viel, auch wenn es auch in anderen Städten Demos gab. Der March for Science im April 2017 hatte allein Washington 100.000 Teilnehmer. (lt. wikipedia) Damals war die Situation bei weitem nicht so ernst  Eine Initiative unter dem Label #DefendResearch hat am 15. Februar eine Erklärung veröffentlicht und sammelt international Unterstützer. Unter den 100 Institutionen sind nur wenige bemerkenswerte einflussreiche Gesellschaften. Nicht mal 5000 Unterschriften nach rund zwei Monaten sind ebenfalls keine beeindruckende Marke.

    Dabei stehen die Chancen besser denn je, Protest zu organisieren und auszudrücken. Es gibt sogar wissenschaftliche Untersuchungen zum Wissenschaftsprotest, die immerhin auf Erfahrungen aus Trumo I aufbauen können (Fisher 2019).

    Anscheinend geht das Kalkül der Verunsicherung und berechneten Unberechenbarkeit auf: Es herrscht bereits eine Atmosphäre der Verängstigung über die Sicherheit der eigenen Lebensmodelle und dubiose Deals erscheinen als die bessere Überlebensstrategie. Forscher an einer Universität arbeitet, sprach von einer in 30 Jahren Karriere "nie dagewesenen" Situation. Sein Arbeitgeber habe Angestellte angewiesen, sich mit öffentlicher Kritik an den Sparplänen zurückzuhalten - aus Furcht davor, die Bundesregierung könnte als Vergeltung Mittel kürzen. So zitiert der Stern (hier) einen US-Forscher, seine Universität habe aus Furcht vor einer Vergeltung mit weiteren Mittelkürzungen Angestellte angewiesen, sich mit öffentlicher Kritik an Trumps Sparplänen zurückzuhalten. Auch die Präsidentin der National Academy of Sciences Marcia McNutt spricht sich gegen starke Positionierungen aus (), denn diese hätten das große Risiko, dass sie andere, erfolgversprechendere Zugänge verhindere und langfristig zu schlimmeren Entscheidungen führe (hier). Angestellte der Environmental Protection Agency (EPA), die in der Mittagspause an einer Demonstration gegen die Mittelkürzungen teilgenommen hatten, erhielten per eMail die Information, dass ihre Gebäudezugangstransponder künftig getrackt würden (hier).

    International - und eben auch in den deutschen Medien - findet das Thema ebenfalls wenig Aufmerksamkeit, da sich diese ganz dem Chaos widmet, das Trump mit seinen Zöllen und seiner Pro-Putin-Politik anrichtet. Es geht hier nicht mehr allein um die Freiheit der Wissenschaft, sondern angesichts der Methoden, die hier im Einsatz sind, geht es um Gleichschaltung und Unterbindung der Meinungsfreiheit und des Demonstrationsrechts.


    Literatur

    • Fisher 2019: D. R. Fisher (Hrsg.), American resistance. From the Women's March to the blue wave (New York 2019).






    Dienstag, 11. März 2025

    #DefendCulturalHeritage - Executive Order von POTUS Trump blockiert Denkmalschutz

    Auf der Liste der sensiblen Worte, die zur Streichung staatlicher Mittel führen oder zumindest aus Texten getilgt werden ist lautNYT auch "cultural heritage".
     
    Cultural Heritage Partners (CHP) ist eine private Anwaltskanzlei mit Büros in Washington, DC, New York, NY und  Richmond, VA, die sich mit Denkmalrecht und Fragen des kulturellen Erbes befasst. Auf ihrer Website befassen sich die Anwälte mit der Bedrohung für das kulturelle Erbe, das Trumps Politik darstellt.
     
    Die Exekutivverordnung, in der ein nationaler Energy Emergency (EO), die POTUS Trump gleich in den ersten Tagen seiner zweiten Amtszeit erlassen hat, konstruiert eine Energiekrise, die es erlaubt, Prüfungsbestimungen in Genehmigungsverfahren zu umgehen. Mit dieser EO kann die Berücksichtigung historischer Immobilien für jedes Projekt ausgesetzt werden, wenn nur behauptet, wird, dass es mit der Energieerzeugung zusammenhänge - unabhängig von ihrer tatsächlichen Notwendigkeit. Es besteht also Gefahrt, dass Bauprojekte ohne Auflagen umgesetzt werden und historische und archäologische Stätten, heilige Orte und kulturellen Landschaften der Indigenen zerstört werden.

    Cultural Heritage Partners sehen daher die Notwendigkeit eine Notfallstrategie zu entwickeln, indem etwa die rechtlichen und politischen Möglichkeiten bestimmt werden, die EO in Frage zu stellen. Dazu sollte vergangene Woche ein Meeting stattfinden, zu dessen Ergebnissen bisher anscheinend aber nichts publiziert wurde. 

    Bereits in seiner ersten Amtszeit hat Trump seine Verachtung für den Kulturgüterschutz gezeigt, indem er etwa nicht davor zurück geschreckt hat, dem Iran 2020 mit dem Kriegsverbrechen der gezielten Zerstörung von Kulturgütern zu drohen. Zugleich zeigt dies aber, dass er sich der Bedeutung des Kulturerbes für Nationalgeschichte und Identitäten wohl bewusst ist - so macht auch erst sein Angriff Sinn.

     

     Interne Links

    :


    Sonntag, 9. März 2025

    #StandUpForScience

    Die Schockstarre scheint langsam überwunden. Endlich werden Stimmen laut, die sich gegen die wahnsinnige Zerschlagung der Wissenschaftsstrukturenbin den USA wenden.

    Trumps Taktik, Chaos zu veranstalten und  - offensichtlich illegal - terrorartig Gelder zu kürzen und Angestellte zu entlassen, dient  der Einschüchterung und Überrumpelung. Bislang war sie erfolgreich. Ob Gerichte etwas wirkungsvoll unternehmen werden, wird zu sehen sein.


    (Symbolbild, KI-generiert mit ideogram.ai)

    Am 7. März kam es in vielen Städten der USA, allen voran in Washington DC zu Demonstrationen gegen die systematische Wissenschaftszerschlagung von Trump & Musk, die selbst auf lebensrettende Medizin losgehen, aber prinzipiell alle kritische Stimmen gegen ihr beschränktes Weltbild dominieren möchten.

    Zwei Folgen im Podcast des Deutschlandfunk berichten über die aktuelle Situation der Wissenschaft unter POTUS Trump in den USA:

    Die zentrale Demonstrationen von StandUpForScience fand in Washington vor dem ;incoln Monument statt, in zahlreichen weiteren Städten der USA gab es ebenfalls Demonstrationen, auch in Kanada, Frankreich und Österrreich (Wien und Salzburg). Die jetzigen Demos sollen erst der Anfang sein, denen es um die Wiederherstellung der staatlichen Wissenschaftsförderung und Wissenschaftsfreiheit geht, die Wiedereinstellung der willkürlich Gefeuerten und die Erneuerung der Bedeutung von Gleichheit, gleichberechtigter Teilhabe und der allgemeinen Verfügbarkeit in der Wíssenschaft. 

    Ob die Proteste direkt etwas bewirken, scheint fraglich, denn Trump & his Admins sind schon Menschen egal - sie nehmen Kranken die Hoffnung, liefern in der Ukraine Zivilisten den russischen Angriffen aus, indem sie nun auch keine Fernerkundungsdaten mehr zur Verfügung stellen, die zur Raketenabwehr nötig sind oder im Gaza-Streifen Vertreibungen vorschlagen. Trump wird wegen Protesten also sicher nicht zurückrudern und eher als gekränkter Egomane aus Rache neue Schikanen ersinnen. Wichtig an den Protesten ist aber, dass seine Strategie nicht aufgeht, die Gesellschaft gleichzuschalten und die kritische Wissenschaft als Kontrollinstanz für frei erfundene schwachsinnige Behauptungen auszuschalten.

    Moderne Wissenschaft lebt vom internationalen Austausch. Und Wissenschaft ist nicht nur in den USA von politisch motivierter Wissenschaftsfeindlichkeit betroffen. Unliebsame Themen möchte so manche rechts-konservative Partei regulieren. Ungarn war hier auf dem Blog schon Thema, aber man muss dazu nicht ins Ausland schauen. Unter dem Deckmantel der Wiederherstellung von Meinung-, Rede- und Wissenschaftsfreiheit sollen vermeintlich politische Themen wie die Frage non-binärer Geschlechtlichkeiten oder des Klimawandels nicht mehr beforscht werden. Vielmehr soll so getan werden, als gäbe es das alles nicht. Deshalb ist hier auch internationale Solidarität gefragt. Frankreich und Österreich sind schon dabei...


    Links

     Interne Links

    :

    Donnerstag, 27. Februar 2025

    Forschungsfreiheit in den USA #DefendResearch

    In den USA formiert sich zögerlich der Widerstand gegen die Eingriffe der US-Regierung in die Wissenschaftsfreiheit.

    Als Reaktion auf die "alarmierende Einschränkung der akademischen Meinungs- und Forschungsfreiheit" haben eine Handvoll Wissenschaftler*innen die Declaration To Defend Research Against U.S. Government Censorship verfasst, die zur Unterschrift offen steht. Sie wendet sich an die Mitglieder der weltweiten wissenschaftlichen Kommunikationsökosysteme – Forscher, politische Entscheidungsträger, wissenschaftliche Gesellschaften, Bibliotheken, Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Verleger, Geldgeber und andere.

    Auf einer konservativen Website ist eine "DEI Watch List" online, die namentlich Wissenschaftler aös "Ziele" ("targets") aufführt, die sich gegen die DEI-Richtlinien von Trump & his Admins ausgesprochen haben, Black Lives Matter unterstützen oder einfach gendersensibel online das Pronomen benennen, mit dem sie angesprochen werden wollen. Zahlreiche Wissenschaftler sehen das als persönliche Bedrohung und Einschüchterung. 

    u.a.:

    Das sind Methoden der Mafia und autokratischer Systeme. 

     

    Ein Artikel in der britischen medizinischen Zeitschrift theBMJ weißt darauf hin, dass die Trump-Administration von staatlich bediensteten Wissenschaftlern verlangt hat, Artikel zurückzuziehen, die nicht zu dem Trumpisten-Weltbild passen. Sie fordert die Herausgeber von Wissenschaftszeitschriften in der Medizin auf, sich dieser Einflußnahme zu widersetzen.


    Links

    Donald Trump und die
    geschlachteten Hunde und Katzen:
    KI-generiertes Symbolbild
    (Craiyon)


     

    Dienstag, 18. Februar 2025

    Trumps Kampf gegen die Wissenschaft

    vertiefte Info bei der Tagesschau:

    Hier ist auch der Silencing Science Tracker verlinkt, der seit November 2016, also seit der ersten Wahl von Donald Trump die Versuche staatlicher Stellen verzeichnet, die Unabhängigkeit der Wissenschaft auszuhebeln. 


    Links
    Donald Trump und die
    geschlachteten Hunde und Katzen:
    KI-generiertes Symbolbild
    (Craiyon)


     

    Mittwoch, 12. Februar 2025

    POTUS Trump & his Admins im Kampf gegen Wissenschaft und Geschichte

         POTUS Trump bei der Unterschrift der ersten Executive Orders
    (Foto: The White House auf TwiX, PD v
    ia WikimediaCommons)

    Die Executive Order 14151 von POTUS Trump will "illegale und unmoralische Diskriminierungsprogramme" außer Kraft setzen, die sein Vorgänger Biden "in praktisch alle Aspekte der Bundesregierung von der Flugsicherheit bis zum Militär" in einer "konzertierten Anstrengung, " vom ersten Amtstag von Präsident Biden umgesetzte hätte. Trump verweist hier auf die Executive Order 13985  von Joe Biden, mit der dieser gegen Diskriminierung vorgehen wollte.

    Trumps Anordnung beinhaltet die Anweisung, sämtliche Forschungsprojekte zu stoppen, die die Begriffe  "diversity, equity, inclusion, and accessibility (DEIA)" enthalten. Ebenfalls auf der Tabuliste steht zudem “environmental justice”.

    Was ist das für eine Gesellschaft, in der Diversität, Gleichberechtigung, Inklusion und freier Zugang Feindbilder sind? Gleichförmigkeit, Autokratie, Ausgrenzung und Herrschaftswissen sind hier die Gegenpole,  Das sind Werte aus dunklen Zeiten.

    In den verchiedenen executive Orders von POTUS Trump (Liste in der engl. wikipedia) ist generell viel von"restoring" die Rede, etwa von Restoring Freedom of Speech, Restoring the Death Penalty, Restoring Biological Truth , Restoring Accountability to Policy-Influencing oder Restoring Merit-Based Opportunity,Restoring Names That Honor American Greatness, wobei letzteres ebenfalls auf die DEIA.Aspekte zielt. Staatliche Institutionen dürfen nicht mehr mit Organisationen und Firmen kooperieren, die den der Fairness dienenden CEIA-Aspekte unterstützen. In Opfer-Täter-Umkehr werden CEIA-Kriterien als Diskriminierung gebrantdmarkt und Widerworte gegen Fake News und Verhetzung als Zensur gegen freie Rede verboten. 

     

    Folgen

    In den deutschen Medien finden sich viele Reportagen und Berichte über Wissenschaftler*innen, die in den USA arbeiten oder dort mit Partnern kooperieren. Die US-Wissenschaft erweist sich als hochgradig verunsichert und lebenswichtige Projekte, wie etwa in der HIV-Forschung stocken. Trump will gegen Genderforschung und Diversitätsinitiativen vorgehen, trifft damit aber auch Forschungen zu Krebserkrankungen, Alzheimer und Parkinson. Auch anderswo attackiert Trump medizinische Forschung und Gesundheitseinrichtungen, etwa durch den Austritt der USA aus der WHO, die radikale Kürzung von USAID oder den Mittelkürzungen des National Institutes for Health (NIH).
     
    Mit den CEIA-Begriffen des POTUS Trump geht es ihm allerdings vorrangig wohl um die Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften.  Damit bietet er die beste Bestätigung für die These, dass Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften keineswegs, wie heute häufig (auch im aktuellen bundesdeutschen Wahlkampf) dargestellt wird, überflüssig sind. Sie sind ein wichtiges Element, um Demokratie zu sichern und Gleichförmigkeit, Autokratie, Ausgrenzung und Herrschaftswissen, unter denen alle Mitglieder der Gesellschaft - oder wenn man so will: aller Nationen - werden leiden müssen. 

    Trumps Anti-Intellektualismus kennen wir schon aus seiner ersten Amtszeit, nur war er da völlig planlos, während er nun eine systematische Agenda hat.

    Die Reaktionen?

    2017: National Park Ranger Resist
    (Graphik: MercenaryGraphics
    [CC BY SA ND NC 3.0]
    via MercenaryGraphics.deviantart.com)
    In seiner ersten Amtszeit gab es 2017 rasch verschiedene Initiativen, mit denen Wissenschaftler*innen Widerstand leisteten. International kam es mit dem "March for Science" zu Demonstrationen für die Wissenschaft und gegen Fake News und die damaligen Einschnite in der Forschung. Widerstand gegen Trumps Anordnungen zeichnet sich diesmal (noch?) nicht ab. Mit einem Klima der Angst durch die Massenentlassungen im öffentlichen Dienst und bewusst vage Informationen hat er die meisten  Betroffenen in eine Starre ängstlichen Abwartens versetzt.

    In vorauseilendem Gehorsam untersucht die National Science Foundation (NSF) ihre Projekte nicht nur auf die CEIA-Begriffe von POTUS Trump,, sondern hat weitere verdächtige Begriffe identifiziert: "Frauen", "Trauma", "vielfältig", "Institutionell" und "historisch".

     

    Warum ist Geschichte für Trump gefährlich?

    Eigentlich ist Trump Geschichte egal. Er erfindet sie, wie es ihm passt  Sehr plakativ sticht dafür das Denkmal zum River of Blood heraus - ein Denkmal, das Trump zwischen dem 14. und 15. Loch seines Golfplatzes hat setzen lassen, wo angeblich im Amerikanischen Bürgerkrieg eine Schlacht getobt haben soll. Es befindet ich immerhin auf seinem Privatgrund und die Öffentlichkeit ist dem Blödsinn nicht ausgesetzt.

    Es geht hier aber um mehr als eine Plakette an einem Monument und auch nicht um die bescheuerte Trump'sche Geschichte der migrantischen Hunde- und Katzenfresser. Es geht um "America's Greatness", die mit dem Umgang mit den Indigenen, Sklaverei und Cuclux-Clan eben auch ihre unrühmlichen Seiten hat, mit denen sich der POTUS nicht auseinandersetzen will. Er braucht eine große nationale Geschichte, ohne die sein MEGA-Slogan keinen Sinn ergibt. Bei einer historischen Betrachtung zeigt sich, das Trumps "restoring" nicht etwa historische Verhältnisse einer guten alten Zeit restauriert, 

    Die Art und Weise, wie POTUS Trump mit den staatlichen Bediensteten umgeht, sie verunsichert und die Qrt und Weise, wie Geschichte verklärt wird, sind beängstigende Kennzeichen totalitärer Regime.
     

    Links
    Donald Trump und die
    geschlachteten Hunde und Katzen:
    KI-generiertes Symbolbild
    (Craiyon)


     

    Montag, 11. November 2024

    Schäbige Archäologie! Eine Raubgrabung der besonderen Art

    Miss Jones aka Geesche Wilts investigativ:

     

    Das Schatzhaus von Petra
    (Foto: Bernard Gagno,
    CC BY SA 3.0

    via WikimediaCommons)

    Da kommt ein britisch-amerikanisches Team (Richard Bates, St. Andrew University; Josh Gates, Pearce Paul Creasman), nimmt die Schutzplanen von einer vor bald 20 Jahren eingemotteten Grabung und tut so, als seien sie die Entdecker.  Der echte Ausgräber, der Jordanier Suleiman Farajat hat am 19.10.2024 via facebook auf diese besondere Form der Raubgrabung hingewiesen..

    Alles schön für die Kamera vom Discovery Channel, kurz vor Ausstrahlung der neuen Folge. 

    Ach ja, der Heilige Gral des Indiana Jones wird allen Ernstes auch noch gefunden.

     - Schäbig, kolonialistisch, unverantwortlich und zum Schaden der Wissenschaft und des Anstands.


     

     (ich empfehle die automatische Übersetzung...)

     Links 

    In Deutschland sind auf diesen Schmu reingefallen:

    Österreich und die Schweiz halten mit: