Freitag, 31. August 2012

Zerstörungen in Syrien - Echo im Web

Frankfurter Rundschau (21.8.2012): Die versunkenen Paläste von Qatna - Interview mit Peter Pfälzner, Ausgräber des in der Nähe von Homs gelegenen Qatna
    Qatna smallPalaceN
    Blick über den kleinen Palast von Qatna nach Norden
    (Foto:  Bertramz [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

    Dienstag, 28. August 2012

    Die Leugnung der Vernichtung

    Der Kölner Stadt-Anzeiger (24.8.2012) greift ausgehend von der Situation in Syrien in einer kleinen Serie das Thema Antikenhehlerei auf:

    Das Kulturgut ist in Gefahr

    Raubgräberlöcher in El Hibeh,
    Ägypten, April 2012
    (Foto: Andy Dailey
    [facebook: Save El Hibeh Egypt])
    • Die Täter sitzen meist vor Ort - Interview mit dem Interpol-Experten für illegalen Kunsthandel Karl-Heinz Kind
    • „Das ist vollständige Vernichtung“ - Interview mit Michael Müller-Karpe
    • „Nach bestem Wissen und Gewissen“ - Interview mit Ursula Kampmann von der International Association of Dealers in Ancient Art (IADAA), die die Zerstörung vor Ort bagatellisiert und weitgehend ausblendet. Das sei alles stark übertrieben. Diese Leugnung der Vernichtung und die Behauptung, die Funde auf dem Markt stammten aus alten Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert muss für jeden archäologisch Interessierten wie bitterer Hohn klingen. - mit treffendem Kommentar eines Lesers.
    und weitere Materialien:

    Montag, 27. August 2012

    Sammler beklagen sich über Museen

    Im aktuellen Newsletter der DGUF wird auf die aktuelle Kontroverse zwischen Archäologen und Sammlern eingegangen. Aufhänger ist ein Artikel der New York Times:
    "The Curse of the Outcast Artifact" (New York Times, 12.7.)

    Es hat im Übrigen ein gewisses 'Gschmäckle', wenn Sammler meinen, die mangelnde Ankaufbereitschaft der Museen würde dazu führen, dass alte Sammlungsbestände eventuell vernichtet werden. Sicher: Es ist ein Problem, dass mancher Finder sofort nur noch $, £ oder € sieht und eventuell nur deswegen einem Fund auch Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Archäologie muss hier ihre historischen Aussagen deutlicher vermitteln - jenseits von purer Typologie und platter Schatzsucher-Fantasien. Und es muss deutlich werden, welche Relevanz die Vergangenheit für das Heute hat.

    Freitag, 24. August 2012

    Erneut begraben: Die bronzezeitliche Siedlung von Nola, Croce di Papa

    Es war eine Sensation: 2001 wurde zu Füßen des Vesuvs beim Bau eines Einkaufszentrums in Nola eine bronzezeitliche Siedlung entdeckt, die, wie rund zwei Jahrtausende später das nahegelegene Pompei am 24. August 79, von einem Vesuvausbruch überrascht und verschüttet wurde. Exzellente Erhaltungsbedingungen und eine bemerkenswerte Siedlungsstruktur machen die Siedlung zu einem einzigartigen Zeugnis europäischer Vorgeschichte.
    Jetzt wird die Grabung zugeschüttet - ein steigender Grundwasserspiegel hatte schon vor einiger Zeit die Hüttenreste unter Wasser gesetzt.
    Mehrere Lösungen wurden diskutiert: stärkere Pumpen oder die Ummantelung der Grabungsstelle mit einem wasserundurchlässigen Kasten. Jetzt wird zugeschüttet.


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    Quelle:

    Links
    (mangels frei zugänglicher wissenschaftlicher Internetressourcen leider eher sehr populäre Referenzen)


    Literatur
    • C. Albore Livadie: A First Pompeii: the Early Bronze Age village of Nola-Croce del Papa (Palma Campania phase). Antiquity 76, 2002, 941-942.
    Nachtrag 22.9.: siehe jetzt: Archaeologik: Bronzezeitliche Siedlung wird doch saniert