Mittwoch, 8. März 2017

Raubgrabung 1846

Von Archäologie-Skeptikern wird häufig der Begriff der Raubgrabung kritisiert, da dies doch gar kein Straftatbestand sei.
Die Argumentation verkennt zweierlei:
1.) Die Umgangssprache stützt sich nicht immer auf Juristendeutsch. Der Begriff "Raubgrabung" wird meines Wissens 1846 erstmals greifbar, als Raubgrabungen in Süditalien als ein Problem der althistorischen Forschung erkannt wurden.
  


2.) Gibt es in zahlreichen Denkmalschutzgesetzen durchaus einen Passus, der illegale Grabungen beschreibt, die man unter Vermeidung komplizierter juristischer Formulierungen beruhend auf dieser Begriffsgeschichte durchaus als Raubgrabungen bezeichnen kann.

Davon unberührt bleibt die Frage, wie sinnvoll der Begriff in der aktuellen Diskussion tatsächlich ist.

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zur Problematik:

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Für mich sind die Ausführungen eines Professors in dieser Form nichts anderes als geistige Onanie. Liest das eigentlich ernsthaft jemand und wem ist damit gedient?

Rainer Schreg hat gesagt…

Jede Diskussion profitiert davon, wenn sie nicht auf alternativen Fakten aufbaut und grundlegende Begriffe durchdacht werden. Freilich gibt es bisweilen Diskutanden, die nicht verstehen, zu denken. Klar, dass sie lieber anonym bleiben.